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Anni ist in Spanien angekommen: Abschied, Aufregung und ein neues Zuhause

Lemgo/Madrid. Vor wenigen Tagen haben wir Anni Krause vorgestellt. Die 16-jährige Schülerin des Marianne-Weber-Gymnasiums verbringt ein Schulhalbjahr in Spanien und wird in den kommenden Monaten regelmäßig für mein-lemgo.news von ihrem Alltag, der Schule und ihren Erlebnissen in ihrer neuen Heimat berichten.

Am Donnerstag begann für Anni das Abenteuer mit einem frühen Flug von Düsseldorf nach Madrid. Inzwischen hat sie ihre Gastfamilie kennengelernt, ihr neues Zimmer bezogen und erste Eindrücke von Madrid gesammelt. Der Abschied fiel schwer, die Nervosität war groß – doch nach den ersten beiden Tagen überwiegt vor allem eines: die Vorfreude auf das, was vor ihr liegt.

Meine ersten Tage in Spanien

Anni Krause . Foto: mein-lemgo

„Heute ist mein zweiter Abend in Spanien. Seit meinem Flug um 6.20 Uhr von Düsseldorf ist unglaublich viel passiert. Der Abschied am Flughafen war sehr schwer und ich spüre, dass ich trotz meiner Vorfreude mein Zuhause vermissen werde. Ich bin froh, dass ich zusammen mit einer Freundin fliegen konnte, die ebenfalls für zehn Monate in Spanien bleiben wird.

In Madrid angekommen, ist es so warm, dass ich meine eingepackten Wintersachen sofort bereue. Von 18 Grad in Deutschland zu unglaublichen 32 Grad in Madrid-– da wird einem schon mal schwummrig. Am Flughafen treffen wir noch andere Austauschschüler und werden anschließend ins Stadtzentrum gebracht.

Das Hotel Generator liegt ziemlich zentral, sodass einige von uns direkt losziehen, um die Umgebung zu erkunden. Ich bin sofort überwältigt davon, wie viel es zu sehen gibt und wie anders alles wirkt. Nachdem wir unsere Zimmer bezogen haben, gehen wir mit einer großen Gruppe auf eine geführte Tour. Dabei entdecken wir unter anderem die Plaza Mayor, die Puerta del Sol und den „Times Square Madrids“, die Plaza del Callao, und erfahren mehr über die spanische Kultur. Es ist wirklich spannend, all das nicht nur aus Erzählungen oder dem Unterricht zu kennen, sondern jetzt tatsächlich selbst hier zu sein.

Nach dem Abendessen endet der erste Tag meiner großen Reise. So viele neue Eindrücke und Menschen um mich herum, eine neue Sprache und die plötzliche Wärme machen mich unglaublich müde. Gleichzeitig bin ich einfach nur glücklich und aufgeregt, wirklich hier zu sein. Es fühlt sich noch ein bisschen unrealistisch an, dass ich die nächsten sechs Monate in Spanien verbringen werde.

Am nächsten Morgen haben wir noch ein Seminar über die wichtigsten kulturellen Merkmale und darüber, dass wir so offen wie möglich sein sollen. Jetzt merke ich immer mehr, wie anders es hier sein wird, aber auch, wie spannend es für mich sein wird, alles zu entdecken.

Gegen 13 Uhr sind wir wieder im Hotel und essen zu Mittag. Und dann ist es endlich so weit.

Um 14.30 Uhr werde ich von meinem Gastvater abgeholt. Ich bin unglaublich aufgeregt und gleichzeitig ziemlich nervös. Immerhin werde ich mit dieser Familie nun sechs Monate zusammenleben. Ich frage mich natürlich, wie wir uns verstehen werden, ob ich mich wohlfühlen werde und ob alles so sein wird, wie ich es mir vorgestellt habe.

Aber meine Sorgen sind völlig unbegründet. Sowohl die Eltern Miguel Ángel und Angelica als auch die beiden Töchter Alicia und Sara sind wirklich sehr, sehr lieb und verständnisvoll. Sie sprechen natürlich überwiegend Spanisch, aber die wichtigsten Informationen bekomme ich, falls ich etwas zunächst nicht verstehe, auf Englisch erklärt. Und schon jetzt habe ich das Gefühl, dass ich besser verstehen kann, was man mir erzählt. Das macht mich unglaublich glücklich und gibt mir direkt ein bisschen mehr Sicherheit.

Auch mein Zimmer ist toll! Es hat, wie ich finde, eine ziemlich gute Größe. Dort stehen ein Bett, ein Nachttisch, ein Schreibtisch, eine Kommode und ein ziemlich großer Kleiderschrank. Dieses Gefühl, in einem neuen und ganz anderen, aber eigenen Zimmer zu sein, ist überwältigend.

Als ich fertig bin, wird mir erklärt, dass ich noch einmal nach Madrid fahren werde. Die große Schwester der Gastfamilie, der italienische Austauschschüler Andrea, der für vier Tage bei uns leben wird, und ich fahren mit einem Autobús nach Madrid, um dort die verschiedenen Transportwege besser kennenzulernen. Ich finde es total spannend, mich jetzt schon ein bisschen selbstständig in der Stadt zurechtzufinden.

Abends essen wir für meine Verhältnisse sehr, sehr spät, nämlich gegen 23 Uhr, zu Abend. Gerade ist das für mich noch sehr ungewohnt, aber es scheint der Regelfall zu sein, dass Spanier deutlich später essen als Deutsche. Danach bin ich unglaublich müde und gehe in mein Zimmer.

Ich bin wirklich sehr glücklich damit, wie die ersten beiden Tage verlaufen sind. Natürlich war ich vorher nervös und hatte viele Gedanken und Sorgen im Kopf, aber all die guten Erfahrungen nehmen mir diese nach und nach. Ich fühle mich schon jetzt viel sicherer und freue mich einfach darauf, was noch alles auf mich zukommt.

Ich weiß zwar noch nicht, was die nächsten sechs Monate bringen werden, aber nach diesen ersten beiden Tagen bin ich bereit, mich auf alles einzulassen und so viele neue Erfahrungen wie möglich zu sammeln.“

In den kommenden Monaten berichtet Anni Krause regelmäßig für mein-lemgo.news aus Spanien. In etwa zwei Wochen lesen wir, wie ihre ersten Tage im spanischen Alltag und an ihrer neuen Schule verlaufen sind. Wer Anni bei ihrem Schulhalbjahr in Spanien unterstützen und einen kleinen Beitrag zu ihrem Abenteuer leisten möchte, kann dies über ihre GoFundMe-Seite tun:

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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