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Protestaktion: Identitäre Bewegung besetzt Hermannsdenkmal – “Umweltschutz ist Heimatschutz”

Detmold, 21. Juni 2026: Die Identitäre Bewegung Deutschland (IBD) protestiert gegen den geplanten Windpark an der Gauseköte im Teutoburger Wald. Trotz einer laufenden Klage des BUND NRW vor dem Oberverwaltungsgericht Münster haben die Rodungsarbeiten bereits begonnen. Die bis zu 256 Meter hohen Windkraftanlagen würden das Hermannsdenkmal optisch in den Schatten stellen und die einzigartige Kulturlandschaft unwiederbringlich verändern.

Heute vormittag protestierten einige Mitglieder der Identitären Bewegung vor dem Hermannsdenkmal, dabei entrollten sie ein großes Transparent mit der Aufschrift “Umweltschutz ist Heimatschutz”. Zudem Stiegen zwei Aktivisten mit Kletterausrüstung auf das Denkmal und kündigten an, dort für längere Zeit zu bleiben. Ziel der Protestaktion ist es, die Kritik an den geplanten Windkraftanlagen bundesweit bekannt zu machen. Lokal wird der Widerstand gegen die Rodung des Teutoburger Walds bereits von weiten Teilen der Bevölkerung unterstützt.

Robin, ein Aktivist welcher sich in diesem Moment gerade mit Kletterausrüstung auf dem Hermannsdenkmal befindet stellt klar:
„Es ist eine Schande, dass Landrat Meinolf Haase (CDU) und der Kreis Lippe das Andenken an unsere Geschichte und die einzigartige Kulturlandschaft des Teutoburger Waldes durch einen derart überdimensionierten Windpark in der Versenkung verschwinden lassen wollen.“

Über die Identitäre Bewegung:
Wir sind eine patriotische Jugendbewegung und setzen uns seit über 14 Jahren in ganz Europa für den Erhalt unserer Heimat, Freiheit und Tradition ein. Unsere Aktionen sind immer konsequent gewaltfrei und verlaufen ohne jedwede Sachbeschädigung. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Internetseite www.identitaere-bewegung.de#

Pressemitteilung Identitäre Bewegung Deutschland

Hintergrund: Einordnung der Begriffe und Akteure durch unsere Redaktion

Die Aktion am Hermannsdenkmal verbindet ein konkretes regionales Streitthema mit den überregionalen Positionen der „Identitären Bewegung“ (IBD). Für die Einordnung der verwendeten Botschaften und der beteiligten Akteure sind folgende Aspekte relevant:

  • Das Konzept des „Ethnopluralismus“: Kern der politischen Philosophie der IBD ist der sogenannte Ethnopluralismus. Im Gegensatz zum klassischen Rassismus des 20. Jahrhunderts, der von höher- und minderwertigen Rassen sprach, betont dieses Konzept eine „Gleichwertigkeit“, fordert aber eine strikte räumliche und kulturelle Trennung von Völkern. Zuwanderung und Multikulturalismus werden als Bedrohung für die eigene Identität abgelehnt.
  • Die Verknüpfung von Ökologie und Heimatschutz: Der Slogan „Umweltschutz ist Heimatschutz“ ist kein neues Phänomen, sondern hat eine lange Tradition in der europäischen Rechten. Die Argumentation besagt, dass Natur- und Landschaftsschutz untrennbar mit dem Erhalt der dort ansässigen Kultur und Bevölkerung verbunden seien. Kritiker und Politikwissenschaftler sehen darin den Versuch, ökologische Anliegen .- die in weiten Teilen der Bevölkerung getragen werden – ideologisch mit nationalistischen Positionen aufzuladen.
  • Das Hermannsdenkmal als Symbol: Das Denkmal im Teutoburger Wald ist historisch ein Symbol für die deutsche Nationalbewegung des 19. Jahrhunderts. Heute wird es vom Eigentümer, dem Landesverband Lippe, als Denkmal für den Frieden und die europäische Verständigung beworben. Politische Inszenierungen auf dem Bauwerk sind laut der Satzung des Landesverbandes nicht gestattet. Das unbefugte Besteigen mit Kletterausrüstung zieht in der Regel zivil- und strafrechtliche Konsequenzen (unter anderem wegen Hausfriedensbruchs) nach sich.
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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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