Grüne fordern Auskunft über den Hitzeschutzplan

„Soziale und gesundheitliche Aspekte stärker in den Blick nehmen“
Lemgo. Weil der Schutz vor Hitze eine Pflichtaufgabe der kommunalen Daseinsvorsorge ist, will die Grüne Stadtratsfraktion die sozialen und gesundheitlichen Aspekte des Hitzeschutzes stärker in den Blick nehmen. Dazu haben die beiden Kovorsitzenden der Fraktion, Dr. Katharina Kleine Vennekate und Detlef Höltke einen Fragenkatalog vorgelegt, der am Montag im Ausschuss für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung von der Verwaltung beantwortet worden ist.
In ihrer Anfrage beziehen sich die Grünen ausdrücklich auf das Klimafolgenanpassungskonzept, das in der Planung ist und zu Beginn 2027 von der Politik verabschiedet werden soll. Die Fraktion will die besonders von der Hitze gefährdeten Gruppen wie Ältere, chronisch Kranke, kleine Kinder und Säuglinge in den Blick nehmen. Wie diese Personen erreicht werden sollen, wollten die Grünen wissen, besonders wenn sie keine digitalen Angebote nutzen.
Außerdem erkundigten sich die Grünen nach der Einbindung von Gesundheits- und Pflegeorganisationen in die Entwicklung des Hitzeschutzplans und nach der Kommunikation der Hilfen für besonders gefährdete Menschen. Auch wollten sie Auskunft darüber, welche finanziellen und personellen Mittel im Haushalt 2027 eingestellt werden sollen. Abschließend fragte die Fraktion: „Ist es realistisch, bis Mai 2027 einen kommunalen Hitzeaktionsplan zu erarbeiten?“ Und: „Welche konkreten Schutzmaßnahmen können unabhängig davon bereits vor dem Sommer 2027 umgesetzt werden?“
Die Verwaltung hat in vielen Antworten darauf verwiesen, dass Anregungen noch in den Diskussions- und Planungsprozess eingebracht werden können. Kartharina Kleine Vennekate: „Das werden wir tun.“ Die Ausschussvorsitzende bedauerte, dass noch kein genauer Zeitplan und keine konkrete Auskunft über die geplanten Haushaltsmittel vorlägen. „Da werden wir noch mal nachfassen. Für uns bleibt nach den Antworten unsere Forderung bestehen, neben den baulichen und stadtplanerischen Maßnahmen auch die sozialen und gesundheitlichen Aspekte stärker zu berücksichtigen“, so Kleine Vennekate: „Wir werden uns dafür einsetzen, dass möglichst bald erste Maßnahmen des Hitzeschutzplans umgesetzt und damit alle Menschen in Lemgo erreicht werden.“
Pressemitteilung Die Grünen Lemgo
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