Anzeige: T&R Lemgo
NachrichtenPressemitteilungen

Gemeinde Kalletal stärkt die örtliche Krisenvorsorge – Rat beschließt einstimmig Planung eines Katastrophenschutzlagers

Alternative Standorte sollen ausdrücklich mitgeprüft werden

Kalletal: Der Rat der Gemeinde Kalletal hat in seiner Sitzung in der vergangenen Woche einstimmig einen Grundsatzbeschluss zur Einrichtung eines kommunalen Katastrophenschutzlagers gefasst. Damit soll die örtliche Vorsorge für außergewöhnliche Schadens- und Krisenlagen weiterentwickelt und die Handlungsfähigkeit der Gemeinde auch bei länger andauernden oder überörtlichen Ereignissen gestärkt werden.

Ziel ist es, wichtige Materialien und Ausstattungsgegenstände zentral verfügbar zu halten, sachgerecht zu lagern und im Bedarfsfall kurzfristig einsetzen zu können. Als Planungsgrundlage soll eine Versorgungskapazität von rund 270 Personen dienen. Diese orientiert sich an der vom Kreis Lippe zugrunde gelegten Vorhaltekapazität von zwei Prozent der Bevölkerung.

Standortfrage bleibt offen

Ein möglicher Standort für das Katastrophenschutzlager ist eine Erweiterung des Baubetriebshofes um einen geeigneten Hallenteil. Für diesen Standort sprechen die vorhandenen betrieblichen und logistischen Strukturen sowie die unmittelbare Nähe zur Hauptwache der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Kalletal.

Im Rahmen der Beratungen hat der Rat den Beschlussvorschlag in diesem Punkt jedoch ausdrücklich erweitert: Neben einer möglichen Erweiterung des Baubetriebshofes sollen auch sämtliche alternativen, dezentralen Standorte und mögliche künftige Standorte geprüft werden. Dazu gehört insbesondere auch der Neubau der Feuerwache in Langenholzhausen.

Damit ist noch keine abschließende Entscheidung über den Standort oder die konkrete bauliche Umsetzung verbunden. Vielmehr sollen verschiedene Möglichkeiten ergebnisoffen betrachtet werden, um eine geeignete Lösung für die örtlichen Anforderungen zu finden.

Vorhandene Ausstattung soll gebündelt werden

Die Gemeinde Kalletal verfügt bereits über verschiedene Ausstattungsgegenstände für die Krisen- und Katastrophenvorsorge. Dazu gehören unter anderem eine mobile Kraftstofftankeinheit sowie mehrere Notstromaggregate auf Anhängern. Diese werden derzeit im Außenbereich des Baubetriebshofes untergebracht.

Ein Katastrophenschutzlager soll ermöglichen, vorhandene und künftig benötigte Materialien an geeigneten Standorten sachgerecht zu lagern, regelmäßig zu kontrollieren und im Einsatzfall schnell bereitzustellen. Zur vorgesehenen Ausstattung zählen unter anderem Feldbetten, Schlafmaterial, Sandsäcke, Sitzgarnituren und weitere Materialien für die Versorgung und Unterstützung der Bevölkerung.

Für wesentliche Ausstattungsgegenstände liegen bereits erste Kostenansätze von insgesamt rund 26.900 Euro brutto vor. Die endgültige Ausstattung und der konkrete Bedarf sollen im weiteren Planungsverfahren überprüft und mit den zuständigen Stellen abgestimmt werden.

Kosten und Finanzierung werden konkretisiert

Neben der Ausstattung müssen insbesondere die baulichen Anforderungen, die erforderlichen Lager- und Logistikflächen sowie die laufenden Kosten für Unterhaltung, Prüfung und Instandhaltung ermittelt werden. Für eine mögliche Hallenerweiterung am Baubetriebshof wurde bislang ein überschlägiger Orientierungswert von rund 300.000 Euro genannt. Eine belastbare Kostenermittlung liegt noch nicht vor.

Die Verwaltung wurde daher beauftragt, die Planungen weiterzuführen, sämtliche Kosten zu konkretisieren und mögliche Finanzierungswege zu prüfen. Dabei sollen insbesondere die nach dem NRW-Infrastrukturgesetz für den Zeitraum 2025 bis 2036 zur Verfügung stehenden pauschalen Investitionsmittel sowie gegebenenfalls weitere Fördermöglichkeiten betrachtet werden.

Der Grundsatzbeschluss löst noch keine unmittelbare Investitionsverpflichtung für den Bau eines Hallenanbaus oder die vollständige Beschaffung der vorgesehenen Ausstattung aus.

Nach Abschluss der Prüfungen soll dem Rat ein konkreter Umsetzungsvorschlag mit einer vollständigen Kosten- und Finanzierungsübersicht vorgelegt werden. Über die konkrete Umsetzung wird anschließend gesondert entschieden.

Mit dem einstimmigen Grundsatzbeschluss hat der Rat die Grundlage geschaffen, die Planungen für eine verbesserte kommunale Krisenvorsorge weiter voranzubringen. Ziel bleibt es, die örtliche Handlungsfähigkeit im Ernstfall zu stärken und die bestehenden Strukturen des Brand- und Katastrophenschutzes sinnvoll zu ergänzen.

PM Gemeinde Kalletal

Unterstützung Redaktion

Dir gefällt unser täglicher Einsatz für Lemgo? Dann unterstütze meine Arbeit hier mit einem virtuellen Kaffee für den Redakteur – oder einem Kauknochen für Redaktionshund Bolle! 🐾

🦴 Kauknochen oder Kaffee spendieren
Mehr anzeigen
Anzeige: Hausmann Optik

Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
Schaltfläche "Zurück zum Anfang"