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TRENN-BÄR in Aktion: Abfall-Unterricht in der Villa Kunterbunt

Als Theo mit seiner rosa-gelben Weste erscheint, wird es still im Raum der Villa Kunterbunt in Lemgo. Die Kinder stellen sich ihm der Reihe nach vor. Dann heißt es, auf in den Einsatz für Theo. Er ist der TRENN-BÄR. Regina Latyschew, Abfallberaterin des Abfallwirtschaftsverbandes Lippe, hat ihn mitgebracht, um das Thema Mülltrennung spielerisch aufzugreifen. „Es ist wirklich spannend zu sehen, wie viel Fünf- und Sechsjährige schon darüber wissen. In den vergangenen Jahren hat sich einiges getan. Eltern und Erzieher leisten hier schon gute Vorarbeit und beziehen die Kinder in die alltägliche Aufgabe der Mülltrennung aktiv ein.“

Die Runde startet mit der Frage, was eigentlich Müll ist und was nicht. Während des Austauschs erklärt Latyschew, dass viele Dinge gar nicht in der Tonne landen müssen, sondern auch repariert oder verschenkt werden können. Ein Mädchen nickt, stimmt zu, dass ihre Kleider vom Geschwisterkind getragen werden, wenn sie nicht mehr passen. 

Es folgt ein Überblick über die verschiedenen Müllsorten. Latyschew beginnt mit dem Bioabfall. „Was kommt eigentlich in die grüne Tonne“, möchte sie von den Kindern wissen. Schnell schießen die Hände in die Höhe. Obst, Gemüse, Blätter hört man als Antwort. Die Abfallberaterin erklärt daraufhin, was mit dem grünen Abfall passiert: „Der Inhalt der grünen Tonnen wird alle zwei Wochen abgeholt und nach Lemgo in das Kompostwerk gefahren. Dort wird er gesammelt und ganz kleine Bakterien sorgen dafür, dass Kompost entsteht. Den könnt ihr mit euren Eltern wieder im Garten benutzen.“

Weitere Informationen zu Restmüll, Verpackungen und Papier folgen. „Altes Papier wird ganz klein gemacht, kommt dann in ein Bad und neues Papier für Zeichenblöcke entsteht. Das nennt man Recycling, d.h. dass keine Bäume für das Papier gefällt werden müssen“, holt Latyschew aus. An diesem Punkt hebt sich die Hand einer Kindergärtnerin. Sie will wissen, ob es nicht noch besser wäre, gar nicht erst zu viel Papier zu verbrauchen. „Statt nur eine Ecke vom Papier zu bemalen, ist es doch sinnvoll, den ganzen Platz für Zeichnungen zu nutzen.“ Latyschew und Theo stimmen zu: „Genau richtig. Insgesamt weniger Abfall zu produzieren, ist das Beste.“

Nach dem theoretischen Teil wird es wuselig. Latyschew legt eine Decke aus, schüttet aus einer großen Tasche Abfälle und animiert die Kinder, diese in die richtige Tonne zu sortieren. „Wenn ihr euch unsicher seid, fragt nach!“ Viele Nachfragen kommen aber nicht. Zielstrebig werfen die Kinder Stück für Stück in die richtigen Eimer. Nur bei ein paar Verpackungsabfällen zögern sie. „Da wissen auch viele Erwachsene nicht wohin damit. Aber fühlt und schaut mal, ob es aus Papier oder Plastik ist“ motiviert die Abfallberaterin die Kinder.

Nach 60 Minuten Einsatz hat Theo mit Unterstützung von Regina Latyschew und den aufmerksamen Kindern seine Aufgabe fast erfüllt. Zum Schluss kommen noch einzeln verpackte Schokoladenbonbons als Anschauungsmaterial zum Einsatz. Die Abfallberaterin schüttet eine Tüte aus und zeigt, wie viel Bonbonpapier eigentlich übrig bleibt. Die Kinder staunen. Latyschew fasst zusammen: „Ihr wollt ja lieber den Inhalt essen statt den Abfall zu haben. Daher lieber eine Verpackung mit mehr Inhalt kaufen als viele kleine einzelne Teile.“ Zum Ende der Stunde erhalten die Kinder von Theo schließlich die TRENN-BÄR Medaille als Belohnung.

PM Abfallwirtschaftsverband Lippe

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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