Volt Lippe fordert Transparenz und Bekenntnis zur Mobilitätswende nach KVG-Personalentscheidung

Detmold / Kreis Lippe, 16. September 2026 – Die plötzliche Entlassung des langjährigen Geschäftsführers der Kommunalen Verkehrsgesellschaft Lippe (KVG), Achim Oberwöhrmeier, durch den Aufsichtsrat wirft aus Sicht der Partei Volt im Kreis Lippe essenzielle verkehrs- und finanzpolitische Fragen auf. Volt Lippe drängt auf sachliche und verantwortungsvolle Entscheidungen und fordert eine lückenlose Aufklärung der finanziellen Folgen. Angesichts hoher Energiekosten und schwankender Kraftstoffpreise braucht es eine klare Garantie für die Zukunft des lippischen ÖPNV als verlässliche und bezahlbare Alternative zum eigenen Pkw.
Transparenz und finanzielle Verantwortung gegenüber den Bürger*innen
Bei Personalentscheidungen dieser Tragweite darf nicht der Eindruck entstehen, dass neue politische Mehrheiten ohne ausreichende fachliche, rechtliche und finanzielle Abwägung handeln. Wenn Verträge erst vor wenigen Monaten verlängert wurden und nun vorzeitig beendet werden, haben die Bürger*innen sowie die Gesellschafterkommunen ein Recht auf Transparenz über die entstehenden finanziellen Belastungen. Sollten aus der vorzeitigen Vertragsbeendigung Abfindungs-, Vergütungs- oder Rechtsberatungskosten entstehen, müssen Umfang, rechtliche Grundlage und Finanzierung gegenüber den Gesellschaftern nachvollziehbar dargestellt werden.
Kein verkehrspolitischer Rückwärtsgang im ländlichen Raum
Volt warnt davor, dass die Personalentscheidung zu einem Richtungswechsel oder zum Rückbau erfolgreicher Mobilitätsangebote führen könnte. Die Einführung der E-Busflotte und flexibler On-Demand-Dienste wie der ‚LIMO‘ waren wichtige Bausteine eines modernen ÖPNV für einen zukunftsfähigen Flächenkreis.
Ein starker ÖPNV ist unverzichtbare öffentliche Daseinsvorsorge und ein zentraler Pfeiler sozialer Teilhabe und klimafreundlicher Mobilität. Wir verschließen die Augen nicht vor den Kosten: Wirtschaftlichkeit und permanente Qualitätskontrolle sind zwingend notwendig. Die europaweite Neuvergabe des LIMO-Angebots in Lage, Leopoldshöhe und Oerlinghausen zeigt, dass auch On-Demand-Verkehre regelmäßig auf Wirtschaftlichkeit, Qualität und veränderte Mobilitätsbedürfnisse überprüft werden müssen. Ob und in welchem Umfang durch die Neuvergabe Kosten eingespart werden, sollte transparent dargestellt werden. Der richtige Weg ist aus Sicht von Volt Lippe eine Optimierung auf Basis von Daten und Fakten hin zu einem zukunftsfähigen und diversen Verkehrsnetz.
Volt Lippe fordert klare Zukunftsstrategie und Bekenntnis zum ÖPNV
Vor diesem Hintergrund erwartet Volt Lippe von Aufsichtsrat, Gesellschafterversammlung und der kommissarischen Geschäftsführung nun eine transparente Offenlegung der künftigen verkehrlichen, personellen und finanziellen Strategie. Ergänzend braucht es ein klares Bekenntnis zur Weiterentwicklung des ÖPNV, zur konsequenten Umsetzung der E-Bus-Strategie sowie zum bedarfsgerechten Erhalt flexibler Mobilitätsangebote im ländlichen Raum. Um Kosten nachhaltig zu senken, ohne das Angebot für die Bürger*innen zu gefährden, fordert Volt zudem eine evidenzbasierte Steuerung durch eine ehrliche Evaluation von Streckennetzen und On-Demand-Verkehren auf Basis transparenter Nutzungsdaten.
Pressemitteilung Volt Lippe
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