Verein will den Laubker Friedhof behutsam weiter entwickeln
Ende März trafen sich knapp 30 Mitglieder des Friedhofsvereins zur jährlichen Mitgliederversammlung. Dabei gab der Vereinsvorstand einen Rückblick auf das Jahr 2025 und einen Ausblick auf künftig geplante Maßnahmen auf dem Laubker Friedhof.
Im vergangenen Jahr wurden auf dem Friedhof 44 Personen beigesetzt. Davon entfielen 11 aus Erdbestattungen und 33 auf Aschebestattungen, so Wilfried Waibel, Vorsitzender des Friedhofsvereins in seinem Bericht. Damit hatten wir im Jahr 2025 erstmals nach Jahren wieder mehr Erdbestattungen als sonst. Dies sieht der Vereinsvorstand aber nicht als Umkehr des Trends. Denn weiterhin ist die Nachfrage nach Urnenbeisetzungen deutlich größer. Dies wird auch zukünftig so bleiben. Die Anzahl von Erdbeisetzungen geht auf vielen anderen Friedhöfen zurück. Dies ist auch bundesweit so und wird auch auf unserem Friedhof so sein.
Sowohl bei Erdbestattungen als auch bei Urnenbestattungen sind pflegefreie Bestattungsangebot stärker gefragt als andere.
Von den 33 Aschebeisetzungen entfielen 22 auf pflegefreie Grabstellen und von den 11 Erdbestattungen entfielen 5 auf pflegefreie Rasengräber, so Waibel in seinem Bericht.
In 2025 hat der Friedhofsverein das Kolumbarium erweitert. Es wurden zwei Fundamente für Urnenstelen gebaut, ein Urnenelement mit neun Fächern aufgestellt, Pflasterarbeiten durchgeführt und eine Bank bei den neuen Stelen aufgestellt. Im Bestattungsgarten ist eine weitere Steinstelle aufgebaut worden. Dies war erforderlich, da dieses Bestattungsangebot in den letzten Jahren kontinuierlich gut nachgefragt wird. Im nördl. Teil unseres Friedhofes haben wir zwei Abfallbehälter aufgestellt. Dadurch haben es die Nutzer der Grabstätten in diesem Friedhofsteil jetzt deutlich einfacher, Ihren Abfall zu entsorgen. Dies war auch ein Wunsch vieler Angehörigen, die Ihre Grabstellen im historischen Teil des Friedhofes haben, so Rolf Gronemeier 2. Vorsitzender des Vereins.
Bei Erdbestattungen haben wir eine Nutzungszeit von 30 Jahren. Neigt sich diese Nutzungszeit dem Ende entgegen, stellen wir fest, daß ein Teil dieser Grabstätten von den Angehörigen nicht mehr gepflegt wird oder gepflegt werden kann. Häufig sind die Angehörigen selbst verstorben oder leben nicht mehr in der Nähe, sagte Dirk Rackelmann, Kassenwart des Vereins. In diesen Fällen werden wir jetzt selbst eine grobe Pflege durchführen, damit der Gesamteindruck des Friedhofs weiter positiv bleibt.
Insgesamt hat der Friedhofsverein im Jahr 2025 rd. 55.000 € für die Bewirtschaftung ausgegeben. Davon entfallen knapp 13.000 € auf Investitionen. Den erwirtschafteten Überschuß wird der Verein größtenteils wieder in den nächsten Jahren in seinen eigenen Friedhof investieren.
Für dieses Jahr plant der Friedhofsverein die Grabanlage für Rasenurnengräber zu erweitern, beim Kolumbarium ein weiteres Element mit neun Fächern aufzustellen und die Wasserversorgung auf dem Friedhof zu verbessern.
Es gibt auf dem Friedhof drei Wasserzapfstellen. Wenn an einer Zapfstelle ein Defekt ist, müssen wir bis zur Reparatur alle anderen Zapfstellen auch von der Wasserversorgung trennen. Dies führt dann immer wieder zu Protesten. Zukünftig soll nur an der defekten Zapfstelle das Wasser abgedreht werden müssen. Die anderen beiden Zapfstellen haben dann aber weiterhin Wasser, so Waibel in seinem Bericht.
Im historischen Teil des Friedhofes (nördl. Teil) plant der Vereinsvorstand auf einer ca. 450 m² großen freien Grundstückfläche eine Umgestaltung dieses Areals. Hier möchten wir gerne Bäume und Ruhebänke aufstellen und so die Aufenthaltsqualität auf unserem Friedhof verbessern. Gleichzeit ist geplant, bei der Neugestaltung dieses Bereiches weitere Grabstättenangebote zu entwickeln.
Hierzu hat der Verein einen Antrag auf Förderung aus dem Leaderprogramm gestellt. Begonnen werden soll in diesem Jahr zunächst mit der Überplanung dieser Grundstücksfläche, so Christa Kuhlenhölter Mitglied im Friedhofsvereins.
Friedhöfe sind heute mehr als nur reine Bestattungsorte. Sie sind auch wichtige Bereiche für Ruhe, Erinnerung und Begegnung. Deshalb möchte der Verein die Chance nutzen, hier den Friedhof weiterzuentwickeln und gleichzeitig einen würdevollen Aufenthaltsort schaffen.
PM Friedhofsvereins Laubke e.V.



