Ehrenamt und Grundgesetz: Engagierte Städte NRW machen Demokratie sichtbar

Aktionstag rund um den bundesweiten Ehrentag am 23. Mai 2026
Am 23. Mai 2026, dem Ehrentag des Bundes zum Geburtstag des Grundgesetzes, stehen die Werte der Verfassung im Mittelpunkt: Menschenwürde, Freiheit, Solidarität und demokratische Teilhabe. Diese Werte sind nicht abstrakt – sie werden tagtäglich gelebt, besonders durch das ehrenamtliche Engagement von Millionen Bürgerinnen und Bürgern in den Kommunen.
Das Grundgesetz bildet das Fundament des demokratischen Zusammenlebens. Ehrenamtliches Engagement trägt entscheidend dazu bei, diese Werte im Alltag mit Leben zu füllen – ob in Vereinen, Initiativen, Nachbarschaftsprojekten, sozialen Einrichtungen oder kulturellen Angeboten. Ehrenamt schafft Begegnung, fördert Teilhabe und stärkt das Vertrauen in demokratische Strukturen vor Ort.
Der Aktionszeitraum erstreckt sich vom 16. bis zum 31. Mai, mit einem Schwerpunkt auf dem Wochenende rund um den 23. Mai. Das Netzwerk Engagierte Stadt NRW nimmt den bundesweiten Aktionstag zum Anlass, um gemeinsam auf die vielfältigen Aktivitäten rund um den Ehrentag aufmerksam zu machen – mit einer gemeinsamen Botschaft: Ehrenamt ist gelebtes Grundgesetz. Es stärkt den gesellschaftlichen Zusammenhalt und macht Demokratie erfahrbar.
Zum Netzwerk der Engagierten Stadt NRW gehören aktuell die Kommunen Aachen, Bad Salzuflen, Bielefeld, Bocholt, Bottrop, Emsdetten, Gladbeck, Goch, Gütersloh, Hattingen, Herford, Königswinter, Lemgo, Rösrath, Schwelm, Schwerte und Sendenhorst. Rund um den 23. Mai gestalten die Netzwerkpartner zahlreiche Veranstaltungen und Aktionen, die das Ehrenamt sichtbar machen und demokratisches Engagement stärken:
· In Lemgo stehen vielfältige Angebote der Quartiersarbeit im Mittelpunkt und schaffen Räume für Begegnung, Beteiligung und gelebte Nachbarschaft. Am 23. Mai wird ein Freestyle-Zone-Jugend-Action-Tag durchgeführt, der Jugendliche für die westfälische Jugendhanse begeistern soll.
· In Bad Salzuflen lädt die Ausstellung „Gesichter des Ehrenamts“ dazu ein, engagierte Menschen kennenzulernen. Im Mittelpunkt stehen 50 Bürgerinnen und Bürger sowie ihre persönlichen Beweggründe für ihr Ehrenamt. Die Fotoausstellung ist täglich – auch am 23. Mai – bis Ende Juni von 9 bis 18 Uhr in der Wandelhalle im Kurpark zu sehen.
· Die Stadt Bielefeld lädt gemeinsam mit Kooperationspartnern rund 200 freiwillig Engagierte zu einem Frühstück in der SchücoArena ein, als Zeichen der Anerkennung und des Dankes. Ergänzend bieten Vereine und Initiativen rund um den Ehrentag Workshops und Mitmachaktionen an.
· In Bocholt findet am 19. Mai eine interreligiöse Begegnung und ein Austausch in der DITIB-Moschee mit verschiedenen Religionen statt. Im Mittelpunkt steht das Teilen von Perspektiven und das Entdecken von Gemeinsamkeiten. Die Begegnung macht sichtbar, wie Demokratie und gesellschaftlicher Zusammenhalt dort wachsen, wo Menschen einander zuhören und Vielfalt wertschätzen.
· Die Stadt Gütersloh lädt am 23. Mai von 11 bis 13 Uhr in den Botanischen Garten ein, die vielfältigen Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements kennenzulernen. Kostenlose Schnupperfahrten mit der Rikscha verdeutlichen zugleich, wie Engagement Gemeinschaft, Mobilität und gesellschaftliche Teilhabe für Seniorinnen und Senioren stärken kann.
· In Hattingen stehen Begegnung und Wertschätzung im Mittelpunkt: Am 30. Mai werden Ehrenamtliche bei einer Kaffeetafel in der Innenstadt gefeiert. Bereits am Vormittag gestalten Kinder mit Straßenmalkreide einen bunten „Teppich des Ehrenamts“, der die Vielfalt des Engagements sichtbar macht.
· In Herford präsentieren sich am 23. Mai rund 40 Gruppen und Vereine mit ihren Angeboten und laden dazu ein, neue Formen des Engagements kennenzulernen. Gemeinsam mit der Stiftung der Volksbank Bad Oeynhausen-Herford setzt die Stadt auf eine besondere Aktion: Ziel ist es, mindestens 50 Menschen für ein ehrenamtliches Engagement zu gewinnen. Das Ergebnis wird bei der „Langen Tafel des Engagements“ bekannt gegeben. Gleichzeitig startet die Vorschlagsphase für die Auszeichnung „Vorbild im Ehrenamt 2027“.
· In Rösrath bringt ein Begegnungsfest Menschen zusammen: Auf einer Wiese neben Unterkünften für Geflüchtete und wohnungslose Menschen entsteht ein Ort des Austauschs und Miteinanders. Vorausgegangen ist der gemeinschaftliche Bau einer Sitzgruppe als sichtbares Zeichen für Zusammenhalt.
· In Sendenhorst finden gleich mehrere Veranstaltungen statt: Unter dem Motto „Wir sind 90!“ lädt ein Familienpicknick dazu ein, die Vielfalt der rund 90 Nationen zu feiern, die in der Stadt zusammenleben. Eine Vereinsmeile macht zugleich das lokale Ehrenamt sichtbar. Am Folgetag führt eine Frauenradtour zu Orten weiblichen Engagements; ihren Abschluss bildet die Ausstellung „Mütter des Grundgesetzes“ in der St.-Ludgerus-Kirche in Albersloh.
Die Kommunen handeln eigenständig und machen zugleich einen gemeinsamen Anspruch sichtbar: Demokratie vor Ort stärken und Engagement wertschätzen. Mit unterschiedlichen Ideen, Schwerpunkten und Formaten zeigen sie gemeinsam, wie vielfältig, wirksam und demokratiestärkend Ehrenamt in Nordrhein-Westfalen ist.
Eine Übersicht weiterer Aktionen in ganz Deutschland gibt es unter www.ehrentag.de.
PM Stadt Lemgo



