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Pressemitteilung Jusos: Vatertag – Kein Platz für die Jugend

Der Abteigarten wird gesperrt, der Regenstorplatz ebenfalls, größere Ansammlungen werden gegebenenfalls aufgelöst (LZ vom 24.05.2022).

Das ist die bisherige, traurige Bilanz für Christi Himmelfahrt/Vatertag 2022. Nach zwei Jahren Pandemie hat sich an der Wertschätzung der Alten Hansestadt Lemgo gegenüber der Jugend nichts geändert, im Gegenteil sie scheint sich noch verschlechtert zu haben und das obwohl die Jugendlichen sich während der Pandemie zum Schutz der vulnerablen Generationen stark eingeschränkt und wahre Solidarität bewiesen haben.

Während in dem vergangenen Jahr bereits wieder das städtisch organisierte Weinfest im Abteigarten und in 2022 die Veranstaltung „Lemgo macht ein Fass auf!“ durchgeführt wurde und die Generationen 30+ mal wieder sorgenfrei feiern durften, übrigens inklusive Alkoholexzesse, wildurinieren in mitten der Mittelstraße, erbrechen in innerstädtischen Hinterhöfen und hinterlassen von Müllbergen, wird allen die nicht in die Altersstruktur der EntscheidungsträgerInnen passen gnadenlos der Riegel vorgeschoben.

„2018 und 2019 hat man die jungen Menschen für das vorbildliche Verhalten zu Christi Himmelfahrt öffentlich gelobt! 2020 und 2021 haben die Jugendlichen wahre Größe bewiesen und sich ohne große Proteste stark eingeschränkt. 2022 ist mal wieder alles vergessen und wir Jugendlichen werden wieder als Unruhestifter und Störenfriede verteufelt!“, so Greta Krügermeier, Vorsitzende der Lemgoer Jungsozialisten.

Das Problem in Lemgo ist jedoch deutlich tiefgreifender, die Situation zu Christi Himmelfahrt setzt dem Ganzen lediglich jährlich die Krone auf. „Jugend findet in unserer Alten Hansestadt nicht statt! Jugend ist in dem Stadtbild unserer altehrwürdigen Hansestadt aber auch gar nicht gewollt!“ ergänzt Stadtverbandsvorsitzender der SPD-Lemgo Julien Thiede.

Dies macht sich besonders stark in der Kultur- und Veranstaltungslandschaft deutlich, während die Fans der klassischen Kultur regelmäßig durch verschiedene Ausstellungen, Führungen, Konzerten und Lesungen auf ihre Kosten kommen geht die Jugend leer aus. Während die Freunde des geselligen Zusammensitzens am 1. Mai öffentlich finanziert durch Lemgo gefahren werden, ein Biergarten im Lippegarten aufgebaut wird, zwei Weinfeste pro Jahr, ebenfalls öffentlich finanziert, stattfinden, sowie die öffentlich akzeptierten Veranstaltungen der Schützenfeste etc. durch den Bürgermeister noch himmelhoch jauchzend eröffnet werden, so gucken die Jugendlichen ganzjährig in die Röhre.

„Wir jungen Menschen werden als Klotz am Bein gesehen, überall wo wir sind, ist es danach angeblich dreckig, kaputt und schlecht, doch ein Blick auf den Abteigarten nach dem Weinfest oder in die Mittelstraße nach dem 1. Mai zeigen: Das können die Großen sogar noch besser, bei ihnen ist es nur akzeptiert, immerhin könnte das ja der Nachbar, bester Kumpel oder Chef gewesen sein!“
Das Verständnis der Stadt für Jugendkultur beschränkt sich auf die Ferienspiele im Sommer, ein Jugendzentrum, welches augenscheinlich jedoch nur mäßig akzeptiert wird und einer Skateanlage, um die lange gekämpft werden musste, an der sich das Jugendamt quasi dauerhaft aufhält, um die jungen Menschen zu kontrollieren.

„Es wird sich immer beschwert, dass die Jugendlichen sich nicht einbringen, doch warum sollen sich die jungen Menschen einbringen, wenn man ihnen immer und immer wieder vor das Schienbein tritt?

Die Jugend hat derzeit in Lemgo keinen Platz, das muss sich ändern, andernfalls dürfen wir uns auch nicht beschweren, wenn sich die Jugendlichen, eventuell gegen den Willen der Älteren, ihre eigenen Räume schaffen und für sich beanspruchen!“, schließt Julien Thiede

Pressemitteilung Jusos Lemgo

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