Für Kinder, Jugendliche und ihre Familien
Lemgoer Jugendhilfeausschuss im Workshop
Zum Start in die fünfjährige Wahlperiode hat der Lemgoer Jugendhilfeausschuss (JHA) eine Starthilfe bekommen. Besonderheiten des Ausschusses, zentrale Handlungsfelder und aktuelle fachliche Entwicklungen standen auf der Tagesordnung eines Workshops, zu dem die Verwaltung des Jugendamts eingeladen hatte. Ein Fachberater des Landesjugendamts brachte die politischen Entscheidungsträger, die Vertreterinnen und Vertreter der freien Jugendhilfe und die beratenden Ausschussmitglieder auf einen gemeinsamen Stand.
„Ihnen werden am Ende die Köpfe rauchen“, versprach Thomas Fink, Fachberater in der Jugendhilfe- und Organisationsberatung beim LWL-Landesjugendamt Westfalen, seinem Publikum. Gemeinsam mit Geschäftsbereichsleiterin Juliane Gaßmann und den Abteilungsleiterinnen des Jugendamts führte er durch den Workshop.
Themen eines JHA sind die Belange junger Menschen und ihrer Familien. Immer wieder kam im Vortrag das Bild der Doppelhaushälfte zur Sprache: Jugendhilfeausschuss und die Verwaltung bilden gemeinsam das Jugendamt. Zuständigkeiten und Pflichten des JHA leiten sich derweil aus Bundes-, Landes- und Kommunalrecht ab. Die Beschlussrechte und auch die Zusammensetzung des Ausschusses unterscheiden den JHA von anderen Ausschüssen, so die Stadt Lemgo im Pressetext.
Zwei zentrale Themen, die Thomas Fink als entscheidend für die Arbeit der JHA in NRW in den kommenden Jahren einordnete, sind der Fachkräftemangel und die Finanznot der Kommunen. Der Fachberater wies einerseits auf Gestaltungsmöglichkeiten hin, aber andererseits auch auf sehr schwierige Zeiten, die durch fehlende Fachkräfte und klamme Kassen auf die Kommunen und auch auf die freie Jugendhilfe zukommen werden.
Auch der Aufbau der Lemgoer Verwaltung des Jugendamts und die Zusammenarbeit zwischen Ausschuss und Verwaltung wurden betrachtet. Juliane Gaßmann, Geschäftsbereichsleiterin „Jugend und Schule“, freute sich über die rege Beteiligung der Ausschussmitglieder: „Der Jugendhilfeausschuss trifft Entscheidungen, die Lemgoer Familien ganz konkret in ihrem Alltag spüren. Deswegen ist es wichtig, dass alle Mitglieder des Jugendhilfeausschusses genau wissen, welche Möglichkeiten der Ausschuss hat und wie wir gemeinsam Dinge für Lemgo verantwortungsbewusst gestalten können.“



