Frühjahrsputz: Lemgo knackt die 1000-Leute-Marke
Mehr Helfende und viel Verpackungsmüll
Beim diesjährigen Frühjahrsputz in Lemgo haben erstmals mehr als 1000 Lemgoerinnen und Lemgoer mit angepackt. Knapp die Hälfte von ihnen waren Kinder und Jugendliche, die mit ihren Kindergärten bzw. Schulen losgezogen sind, um Unrat einzusammeln. Trotz der großen Beteiligung hält der Trend an, dass immer weniger Müll an den Straßen, Wegen und Co. gefunden wird. Aber die Art des Mülls ändert sich.
Mit 2,1 Tonnen zählten die Städtischen Betriebe Lemgo am Samstagmittag etwa halb so viel Mischmüll wie im vergangenen Jahr. Aus allen Ortsteilen hatten die Freiwilligen ihre Müllfunde zum Bauhof gebracht. Auch wenn das Gewicht geringer war, stieg die Zahl der gefüllten Müllsäcke an, denn im Mischmüll waren besonders viele Verpackungen wie beispielsweise Essenscontainer. Bemerkenswert waren die 50 Altreifen, die die Sammelnden gefunden haben. Die Menge der achtlos entsorgten Holz- und Metallabfälle ging im Vergleich zum Vorjahr zurück. Beim Sondermüll in Form von Farben und Co. sowie beim Elektroschrott war keine Veränderung zu beobachten.
„Es ist wirklich großartig, dass sich so viele Lemgoerinnen und Lemgoer am Frühjahrsputz beteiligt haben. Andererseits ist es auch sehr traurig zu sehen, wie viel Müll immer noch illegal, rücksichtslos und vielleicht einfach gedankenlos im Freien und der Natur entsorgt wird. Der Frühjahrsputz trägt dazu bei, ein Bewusstsein für dieses Problem zu stärken: Wenn ich es schaffe, meine Fast-Food-Verpackung an einen Ort zu bringen, dann bin ich sicherlich auch in der Lage, die leere Verpackung wieder mitzunehmen“, appelliert Bürgermeister Markus Baier.
Ein besonderes Lob hatten viele Teilnehmende für die Lemgoer Feuerwehr übrig, so die Stadt Lemgo in einer Mitteilung Die Feuerwehr koordiniert die Teilnahme der helfenden Hände und kocht auch die beliebte Erbsensuppe, die es als Dank für die beteiligten Gruppen gibt. Die mehr als 500 Portionen Suppe, die die Feuerwehr ausschenkte, führten allerseits zu einem äußerst zufriedenen Echo.

Foto: Stadt Lemgo



