Abgeordneter bewertet Beschlagnahmung der Füchse aus Schliefenanlage
Immer wieder kritisieren Tierschutzvereine die Schliefenanlage in Lemgo-Voßheide. Zuletzt hat der Kreis Lippe zwei Füchse aus dem Gehege entnommen und in eine Auffangstation gebracht. Hintergrund sind nach Angaben des Kreises anhaltende Verstöße gegen tierschutzrechtliche Mindestanforderungen.
„Wenn der Kreis Verstöße gegen Tierschutzstandards feststellt, dann muss er handeln“, sagt Alexander Baer, Lemgoer Landtagsabgeordneter (SPD) und begrüßt das Vorgehen ausdrücklich. „Tierschutz in der Ausbildung von Jagdhunden ist kein optionales Extra, sondern klare Pflicht. Wer selbst Hunde hält, wünscht sich für seine Tiere ebenfalls eine artgerechte Haltung. Dasselbe gilt bei Schliefenanlagen auch für die Füchse.“
Als Hundebesitzer betont Baer, dass ihm der Umgang mit Tieren nicht nur politisch, sondern auch persönlich wichtig sei. „Ich kann nachvollziehen, dass Jagdhunde ausgebildet werden müssen. Gerade im ländlichen Raum hat die Jagd eine Aufgabe, auch mit Blick auf Wald und Wildbestand. Aber Ausbildung darf nicht bedeuten, dass Wildtiere unter Bedingungen gehalten werden, die dem Tierschutz nicht entsprechen.“
Wichtig sei, die Diskussion zu versachlichen und Transparenz zu schaffen. „Ich erwarte vom Betreiber, dass er die Standards des Landes und des Kreises vollständig einhält. Und ich erwarte von allen Beteiligten, dass wir die berechtigten Fragen zum Tierschutz nicht kleinreden. Am Ende zählt: Tiere müssen geschützt werden und Ausbildung muss zeitgemäß sein“, so Baer.
PM Büro Alexander Baer


