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Wasserversorgungskonzept wird konsequent umgesetzt: Gemeinde sichert Trinkwasserversorgung und unterstützt finanzschwachen Wasserbeschaffungsverband mit 800.000 Euro

Verband in Liquidation kann Hochbehälter nicht aus eigener Kraft sanieren – neue Verbindungsleitung stärkt Krisenvorsorge und Versorgungssicherheit

Kalletal-Hohenhausen: Die Gemeinde Kalletal setzt die im Wasserversorgungskonzept aus dem Jahr 2024 vorgesehenen Maßnahmen konsequent um und investiert damit gezielt in die Zukunft der kommunalen Trinkwasserversorgung. Gleichzeitig unterstützt die Gemeinde den in Liquidation befindlichen Wasserbeschaffungsverband Hohenhausen mit einem Darlehen in Höhe von 800.000 Euro, da dieser die notwendige Sanierung seines Hochbehälters aus eigener Kraft finanziell nicht bewältigen kann.

„Eine sichere und zuverlässige Trinkwasserversorgung gehört auch zur kommunalen Daseinsvorsorge und ist eine der wichtigsten Zukunftsaufgaben unserer Gemeinde. Angesichts zunehmender Trockenperioden, möglicher Wasserknappheit und wachsender Anforderungen an die Krisenvorsorge müssen wir bereits heute die richtigen Entscheidungen für morgen treffen“, betont Bürgermeister Mario Hecker.

Ein zentrales Vorhaben des Wasserversorgungskonzeptes ist derzeit die neue Verbindungsleitung zwischen dem Wasserwerk Kalletal und dem Leitungsnetz des Wasserbeschaffungsverbandes Hohenhausen im Bereich der ehemaligen Ziegelei. Durch diese Verbindung kann die Hochdruckzone in Hohenhausen künftig aus Richtung Westorf beziehungsweise über den Kalldorfer Sattel versorgt werden, ohne dass zusätzliche technische Anlagen erforderlich sind.

Gleichzeitig wird eine Druckerhöhungsanlage errichtet, um künftig auch eine Versorgung des Ortsteils Westorf aus der Hochdruckzone in Hohenhausen zu ermöglichen. Durch die gegenseitige Absicherung der beiden Versorgungsnetze wird die Versorgungssicherheit in Kalletal deutlich erhöht und die Infrastruktur widerstandsfähiger gegenüber möglichen Störungen und Krisensituationen.

Die Bauarbeiten laufen bereits seit mehreren Wochen. Eine erste provisorische Verbindung soll noch im Laufe des Monats hergestellt werden. Die endgültige Fertigstellung wird nach der Lieferung der technischen Anlagen voraussichtlich im September erfolgen.

Besonders hebt Bürgermeister Mario Hecker die Arbeit des Betriebsleiters des Wasserwerkes Kalletal, Ernst-Joachim Gerke, hervor: „Die konsequente Umsetzung unseres Wasserversorgungskonzeptes trägt maßgeblich seine Handschrift. Ernst-Joachim Gerke hat früh erkannt, dass Versorgungssicherheit und Krisenvorsorge langfristiges Denken und entschlossenes Handeln erfordern. Sein außergewöhnliches Engagement reicht weit über das Tagesgeschäft hinaus und ist ein wichtiger Baustein für die Zukunft unserer Gemeinde.“

Die aktuelle Baumaßnahme ist dabei nur ein Bestandteil eines umfassenden Gesamtkonzeptes. Als weiteres Projekt ist bereits eine zusätzliche Verbindungsleitung zwischen Erder und Varenholz vorgesehen, um die Versorgungssicherheit in allen Ortsteilen weiter zu stärken.

Neben den technischen Herausforderungen steht die Gemeinde zugleich vor einer finanziellen und strukturellen Aufgabe. In seinem Sachstandsbericht zur Liquidation des Wasserbeschaffungsverbandes Hohenhausen hatte der Liquidator Ende vergangenen Jahres deutlich gemacht, dass der Verband nicht über ausreichende finanzielle Mittel verfügt, um die dringend notwendige Sanierung seines Hochbehälters eigenständig zu finanzieren. Aufgrund der hohen Investitionskosten und der über mehrere Jahre verteilten Gebühreneinnahmen wäre eine Umsetzung ohne externe Unterstützung nicht möglich.

Vor diesem Hintergrund beschloss der Rat der Gemeinde Kalletal bereits Anfang des Jahres, dem Wasserbeschaffungsverband ein Darlehen in Höhe von 800.000 Euro zur Sicherung seiner Liquidität zu gewähren. Mitte Juli beauftragte der Rat die Verwaltung schließlich einstimmig, den entsprechenden Darlehensvertrag mit dem Verband abzuschließen.

Kämmerer Jens Hankemeier machte im Rahmen dieser Beschlussfassung deutlich, dass die geplante Übernahme des Wasserbeschaffungsverbandes durch die Gemeinde im kommenden Jahr nicht automatisch zu einer Vereinheitlichung der Trinkwassergebühren führen wird. Auch künftig wird es zwei unterschiedliche Gebührensätze geben: einen für die bisherigen Kunden des kommunalen Wasserwerkes und einen für die Anschlussnehmer des Wasserbeschaffungsverbandes. Die Kosten für die Rückzahlung des Darlehens werden ausschließlich von den bisherigen Kunden des Verbandes getragen.

„Versorgungssicherheit entsteht nicht erst in einer Krise, sondern durch vorausschauende Planung und entschlossenes Handeln. Mit unserem Wasserversorgungskonzept schaffen wir die Voraussetzungen dafür, dass Kalletal auch in Zukunft zuverlässig und sicher mit Trinkwasser versorgt wird“, so Bürgermeister Mario Hecker abschließend.

PM Gemeinde Kalletal  |  Bürgermeister

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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