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Weichenstellungen für Lemgo: Von Seniorenwohnen in der Laubke bis zum „Wohnungsbau-Turbo“

Am morgigen Mittwochabend kommt der Stadtentwicklungsausschuss der Alten Hansestadt Lemgo zu seiner ersten Sitzung im neuen Jahr zusammen. Auf der umfangreichen Tagesordnung stehen Projekte, die das Gesicht der Stadt und das Zusammenleben der Generationen nachhaltig prägen könnten. Wir werfen einen Blick auf die wichtigsten Themen der Sitzung.

Lemgo. Wenn sich die Ausschussmitglieder morgen um 18:00 Uhr im Großen Sitzungssaal des Rathauses treffen, geht es um weit mehr als reine Verwaltungsakte. Es geht um konkrete Bauvorhaben und die strategische Planung für die nächsten zehn Jahre.


Neues Quartier in der Laubke: „Wohnen und alt werden“
Ein Highlight der Sitzung ist das geplante Projekt am Kleinen Schratweg. Wo früher Sport getrieben wurde, soll ein inklusives Wohnquartier entstehen. Die Pläne der Mennonitischen Brüdergemeinde (MBG) sehen 53 barrierefreie Wohnungen vor, die speziell auf die Bedürfnisse älterer Menschen zugeschnitten sind. Das Besondere: Ein integriertes Begegnungscafé soll nicht nur den Bewohnern, sondern der gesamten Nachbarschaft in der Laubke als neuer Treffpunkt dienen. Der Ausschuss berät morgen über die notwendige Änderung des Bebauungsplans.


Innenstadt 2037: Fokus auf Aufenthaltsqualität
Ein weiterer Schwerpunkt ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK). Unter dem Motto „Lebendige und junge Innenstadt!“ sollen Fördermittel in Millionenhöhe fließen. Im Fokus stehen dabei insbesondere der Lippegarten und der Johannistorwall. Ziel ist es, diese Bereiche attraktiver zu gestalten und sogenannte „Angsträume“ durch bessere Wegeführungen und Beleuchtung abzubauen. Während einige Projekte aufgrund von Planungsdetails (wie an der Leopoldstraße) geschoben werden müssen, soll für die Kernbereiche der Wallanlagen morgen der Startschuss für die nächsten Planungsschritte fallen.


Kommt der „Wohnungsbau-Turbo“?
Angesichts des knappen Wohnraums diskutiert die Politik morgen auch über die Anwendung des neuen § 246e im Baugesetzbuch. Dieser „Turbo“ soll es ermöglichen, Wohnungsbauvorhaben im Innenbereich deutlich schneller und unbürokratischer zu genehmigen. Für Lemgo könnte dies bedeuten, dass Baulücken effizienter geschlossen und bestehende Gebäude leichter umgenutzt werden können – immer unter der Prämisse, dass die städtebauliche Qualität gewahrt bleibt.


Wirtschaft und Handel
Abgerundet wird die Agenda durch den Endbericht zum Einzelhandelskonzept sowie die Sicherung von Flächen für zukünftige Gewerbegebiete (u.a. Liemerheide und Lagesche Straße). Hier geht es darum, Lemgo als Wirtschaftsstandort langfristig konkurrenzfähig zu halten.


Terminhinweis:
Die Sitzung findet am Mittwoch, den 11. Februar 2026, um 18:00 Uhr im Rathaus statt. Die Sitzung ist öffentlich.

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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