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Pressemitteilung: Solidarität mit den Kolleg*innen bei PreZero! – Mehr als Warnstreik nötig!

„Am Mittwoch streikten hunderte Kolleg*innen des Entsorgers „PreZero“ aus OWL. Etwa 150-200 Angestellte aus dem Bereich Abfuhr versammelten sich gestern vor dem Unternehmensstandort in Porta Westfalica. Unter anderem wird eine Lohnerhöhung um sieben Prozent gefordert bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, was mit Blick auf die Inflation dringend nötig ist. Auch sollen die Altverträge des ehemaligen Entsorgers Tönsmeier an die Tarife angepasst werden. Die Forderungen sind sinnvoll und müssen durchgesetzt werden, aber dafür wird es nicht ausreichen nur wenige oder einzelne Tage die Arbeit niederzulegen. Streiks sind das wichtigste Mittel der Arbeiter*innenklasse, um deren Interessen durchzusetzen. Viele Grundrechte wurden im Laufe der Geschichte mit Streiks erkämpft. Jedoch braucht es mehr als einen Warnstreik, um die Bosse von „PreZero“ einzuschüchtern, sie zum Anheben der Löhne zu zwingen und die Laufzeit von zwölf Monaten durchzubekommen. Eine kurze Laufzeit ist wichtig, um auf die Entwicklung der Inflation eingehen zu können, nächstes Jahr eine weitere Erhöhung der Löhne fordern zu können, und auf Streikerfolgen und -erfahrungen aufbauen zu können und mehr Kolleg*innen von der Beteiligung am Streik überzeugen zu können. Das ist nötig, damit die Arbeiter*innenbewegung wieder in die Offensive kommt und für ein besseres Leben für alle kämpfen kann.

Die Linksjugend und die Partei DIE LINKE in Lippe unterstützen den Kampf.

Für die volle Durchsetzung der Forderungen!“

Zusätzlich stellt Frank Redelberger, Mitglied DIE LINKE im Rat der Alten Hansestadt Lemgo folgenden Antrag im Rat:

Der Rat der Alten Hansestadt Lemgo soll beschließen:
Der Rat der Alten Hansestadt Lemgo solidarisiert sich mit dem Streik der Beschäftigten bei dem Müllentsorger „Pre Zero“. Der Rat spricht sich für die volle Umsetzung der Forderungen der Gewerkschaft ver.di aus.
Die Verwaltung wird beauftragt, ein Formular auf ihrer Internetseite einzurichten, welches den Bürger*Innen ermöglicht, für streikbedingte Ausfälle der Müllabfuhr die Müllgebühr anteilig zurückerstattet zu bekommen.
Dieses Formular und die Solidaritätserklärung werden durch den Bürgermeister auf den öffentlichen Plattformen der Stadt und in der Presse beworben.
 
Begründung: 
Die Forderung von ver.di beträgt 7% Prozent und mindestens 175 Euro mehr Lohn im Monat. Die Inflation lag laut Statistischem Bundesamt im Mai bei 7,9%. Die volle Durchsetzung der Forderung ist dementsprechend wichtig, um für die Beschäftigten den durch die Inflation einhergehenden Reallohnverlust zu minimieren. 
Die Einwohner*Innen der Stadt Lemgo sind nicht verantwortlich für die Blockadehaltung der Geschäftsführung von Pre Zero. Deshalb soll die Stadt Lemgo den betroffenen Anwohner*innen die anteilige Müllgebühr zurückerstatten.

Pressemitteilung Die Linke & Die Linksjugend

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