Kiwanis Club Lippe spendet 14.000 Euro an gemeinnützige Vereine
Der Kiwanis Club Lippe übergab gestern Abend 14.000 € an mehrere gemeinnützige Vereine. Bei einem Treffen berichteten Vertreterinnen und Vertreter der Organisationen von ihren Projekten und der täglichen Arbeit mit Kindern. Die Kiwanis – Mitglieder zeigten sich beeindruckt vom großen Engagement vor Ort.
Werner Klein (Glückstour der Schornsteinfeger) berichtete von der 21. „Glückstour“ von Braunschweig nach Straubing. Ziel der Fahrt ist es, Spenden zu sammeln, Hoffnung zu schenken und dort zu helfen, wo die Unterstützung am dringendsten gebraucht wird. Mittlerweile bestehen 85 Patenschaften für krebskranke Kinder und ihre Familien; 76 Einrichtungen werden unterstützt, etwa bei der Entwicklung kindgerechter Medikamente. Die Kiwanis-Mitglieder begleiten die Glückstour schon seit 20 Jahren.
Jürgen Wattenberg (Kinder in Not, Lippe e.V.) schilderte die logistische Herausforderung in diesem Jahr: Neben sieben Lastzügen, die nach Litauen fuhren, wurden zwei Sattelschlepper aus der Ukraine mit Hilfsgütern für Krankenhäuser und Kinderheime für Saporischschja in der Ukraine verladen. Trotz der großen Aufgabe freue das Team vor allem, so vielen Menschen und Kindern helfen zu können. Gaby Monath (Palliativdienst Sonnenstrahl) betonte die Bedeutung der Trauerbegleitung für junge Erwachsene und Familien. Kinder brauchen Unterstützung, um über Gefühle und Sorgen zu sprechen; Trauer ist keine Krankheit, sie braucht Begleitung. Der Jungbläser-Chor Lieme, vertreten durch Harald Kuhlmann, bietet Kindern und Jugendlichen die Ausbildung an Blasinstrumenten an, um Begeisterung für die Musik zu wecken und den Nachwuchs zu sichern. In Lippe hat sich die Zahl der Bläser in den letzten Jahren deutlich verringert.
Susanne Saage, bekannt als die „Löwenmama“, sammelt und verteilt seit 26 Jahren Geschenke für krebskranke Kinder in Kliniken. Inzwischen werden rund 80 Kliniken zu Weihnachten mit Geschenken versorgt. Sabine Roßbach und Jasmin Klemme vom Kinderschutzbund Lemgo berichteten über die Zusammenarbeit mit Schulen: Neben materieller Hilfe organisieren sie Nachhilfe für verschiedene Fächer, wenn öffentliche Unterstützung nicht ausreicht. Ziel ist Chancengleichheit für alle Kinder.
Das Mädchenhaus Bielefeld feiert im nächsten Jahr sein 40-jähriges Bestehen. Der Bedarf an Hilfe ist gestiegen so Jara Tilicke; inzwischen gibt es fünf stationäre Angebote und vielfältige Therapieangebote für Mädchen mit Gewalterfahrungen und Fluchterlebnissen. Vertrauliche Gemeinschaft und positive gemeinsame Erlebnisse sind hier besonders wichtig. Das Friedensdorf Oberhausen unterstützt seit 1967 verletzte und kranke Kinder aus Kriegs- und Krisengebieten. Wenn medizinische Behandlungen im Heimatland nicht möglich sind, erhalten die Kinder in Deutschland notwendige Behandlungen und Therapien. Elke Neese vom Kiwanis Club Lippe e.V. betonte, dass diese Arbeit dauerhafte Unterstützung erfordert, da die Konflikte in der Welt nicht weniger geworden sind.
Der Kiwanis Club Lippe freut sich, mit seiner Spende die wichtige Arbeit dieser Organisationen zu unterstützen und damit Kindern und Familien in schwierigen Situationen Hoffnung und konkrete Hilfe zu geben.
PM Bild/Text: Wilfried Thiel
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