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NachrichtenPolizei & Feuerwehr

Die Feuerwehr warnt: Vorsicht beim Betreten von Eisflächen

Jedes Jahr in der kalten Jahreszeit, wenn die Gewässer zufrieren, können es vor allem junge Menschen kaum erwarten, auf einem zugefrorenen See oder Gewässer in winterlicher Landschaft Schlittschuh zu laufen. Jedoch verbergen die winterlichen Seen-Landschaften unter der Schnee- und Eisdecke einige Risiken, die den Winterspaß deutlich trüben können. 


Eine geschlossene, tragende Eisdecke benötigt je nach Witterungsbedingungen und örtlichen Gegebenheiten mehrere Tage bis Wochen. Fließende Gewässer frieren deutlich langsamer zu und tauen schneller wieder auf als stehende Gewässer. Die Eisdicke bei stehenden Gewässern ist nicht überall gleich stark. Faktoren wie ein- oder ausfließende Flüsse oder Bäche, Quellen, Gaseinschlüsse und Pflanzenbewuchs führen zu einer dünneren Eisschicht. Bei schneebedeckten Eisflächen ist die Eisdickenzunahme geringer, da der Schnee als Isolator wirkt und die kalte Luft von der Eisoberfläche abhält. 


Offizielle Stellen warnen immer wieder vor dem Betreten der noch nicht freigegebenen Eisflächen. Aufgestellte Verbotsschilder an den Gewässern sind unbedingt zu beachten. Eine Eisfläche ist erst ab etwa 15 cm als tragfähig einzustufen. Vermeiden Sie es, alleine das Eis zu betreten. Sollte etwas passieren, dauert es entsprechend lange bis Hilfe angefordert wird und an der Unfallstelle eintrifft. 
Verlassen Sie Eis sofort bei Anzeichen, dass es brechen könnte. Knacken und Knirschen sind sichere Indikatoren, dass die Tragfähigkeit nicht ausreichend ist. Die sicherste Möglichkeit, die Eisfläche zu verlassen, ist, sich mit dem Bauch auf das Eis zu legen, um das Körpergewicht möglichst großflächig zu verteilen, und dann zum nächstgelegenen Ufer zu robben. 

Selbstrettung
Sind Sie selber in das Eis eingebrochen, können Sie sich mit geeigneten Maßnahmen selber retten. Die allerwichtigste Grundregel lautet: Ruhe bewahren und schnell und umsichtig handeln. Die Kälte des Wassers entzieht dem Körper sehr schnell große Mengen Wärme, so dass bereits nach kurzer Zeit eine Handlungsunfähigkeit eintritt. Am Land befindende Personen sind durch Rufen und Gesten auf die Situation aufmerksam zu machen.
Je nach Beschaffenheit des Eises bieten sich zwei Möglichkeiten der Selbstrettung. Ist das Eis halbwegs tragfähig, versuchen Sie, sich flach auf das Eis zu schieben und sich in Bauchlage zum Ufer hin zu schieben. Ist die Stabilität des Eis nicht ausreichend, kann es mit den Fäusten oder dem Ellbogen stückweise zerbrochen werden, als Wegrichtung ist immer die zum nächstgelegenen Ufer zu wählen. Ist die Selbstrettung nicht möglich, führen Sie keine unnötigen Bewegungen aus, da diese dem Körper zusätzlich Wärme entziehen. 

Rettung eingebrochener Personen
Sollten Sie beobachten, wie eine andere Person in das Eis einbricht, kommt es auf schnelles und umsichtiges Handeln an. Über die Notrufnummer 112 ist ein Notruf abzusetzen, um möglichst schnell professionelle Hilfe an den Unfallort zu bekommen. Signalisieren Sie der eingebrochenen Person, dass Hilfe angefordert wurde.


Bis zum Eintreffen der Helfer können Passanten die eingebrochene Person unterstützen. Es ist jedoch zu bedenken, dass die Tragfähigkeit der Eisdecke nicht mehr ausreichend ist und nicht einfach betreten werden kann. Als Passant können Sie dem Verunglückten Hilfsmittel wie Äste, Strauchwerk, Teile von Holzzäunen, Auto-Abschleppseil, Hundeleinen, Bretter, Stangen oder im Grundsatz jegliche schwimmenden Gegenstände zuwerfen, anreichen, herüberschieben. Der eingebrochenen Person sollte niemals direkt die Hand gereicht werden, sondern immer ein Gegenstand, der notfalls losgelassen werden kann.


Konnte sich die eingebrochene Person bis zum Eintreffen der Rettungskräfte nicht an der Oberfläche halten, ist eine genaue Positionsangabe an die eintreffenden Rettungskräfte erforderlich. Hilfreich für eine Positionsangabe sind Ufermerkmale am gegenüberliegenden Ufer. 
Kommt es an den lippischen Gewässern zu einem Unfall, bei dem eine Person in das Eis eingebrochen ist, wird zusätzlich zum Rettungsdienst und der örtlichen Feuerwehr die Tauchergruppe der Feuerwehr Lemgo alarmiert. Die Ausrüstung ist geeignet, um brüchige Eisdecken zu betreten und die eingebrochene Person zu retten. Konnte sich die Person bis zum Eintreffen der ersten Retter nicht an der Wasseroberfläche halten, suchen Taucher die Person unter der Eisdecke.

Quelle: https://feuerwehr-lemgo.de/news/news-details?tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Bnews%5D=1491&cHash=bb6188883c9aa0c19f496463da438eb1

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.

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