Neue Klinikdirektorin für die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Lippe
Dr. Dr. Meike Wördemann übernimmt zum 1. September die Leitung der Klinik in Bad Salzuflen – Ausbau der Kinder- und Jugendpsychiatrie schafft zusätzliche Behandlungskapazitäten
Die Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik am Klinikum Lippe bekommt eine neue Klinikdirektorin: Zum 1. September 2026 übernimmt Dr. Dr. med. Meike Wördemann die Leitung der Klinik am Standort Bad Salzuflen. Die erfahrene Kinder- und Jugendmedizinerin sowie Kinder- und Jugendpsychiaterin wechselt von der LWL-Universitätsklinik Hamm zum Klinikum Lippe. Sie folgt auf Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuß, der die Klinik seit vielen Jahren als Direktor prägt und zum Jahresende in den wohlverdienten Ruhestand geht.
Mit dem Wechsel in der Klinikleitung beginnt für die Kinder- und Jugendpsychiatrie zugleich eine wichtige Phase ihrer Weiterentwicklung. Das Klinikum Lippe wird die Behandlungskapazitäten am Standort Bad Salzuflen deutlich ausbauen. Geplant sind 32 zusätzliche Behandlungsplätze durch einen vom Land NRW geförderten, kompakten Neubau auf dem Klinikgelände.
„Mit Frau Dr. Dr. Wördemann gewinnen wir eine sehr erfahrene Medizinerin, die sowohl die Kinder- und Jugendmedizin als auch die Kinder- und Jugendpsychiatrie aus langjähriger klinischer Tätigkeit kennt. Diese Verbindung ist eine besondere Stärke“, sagt Dr. Niklas Cruse, Geschäftsführer des Klinikums Lippe. „Gleichzeitig steht die Klinik vor einer bedeutenden Weiterentwicklung. Mit der Erweiterung in Bad Salzuflen schaffen wir dringend benötigte zusätzliche Behandlungsmöglichkeiten für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche in unserer Region. Frau Dr. Dr. Wördemann wird diesen Prozess medizinisch und konzeptionell entscheidend mitgestalten.“
Dr. Dr. Meike Wördemann bringt einen breit gefächerten medizinischen und wissenschaftlich geprägten Werdegang mit nach Bad Salzuflen. Nach zwei Jahren Studium der Psychologie an der Universität Trier wechselte sie zur Humanmedizin an den Universitäten Bonn und Lübeck. Ihre ersten klinischen Stationen führten sie unter anderem an das Tropeninstitut in Tübingen sowie an die Universitätsklinik nach Antwerpen. Nach weiteren beruflichen Stationen in Belgien kehrte Wördemann nach Deutschland zurück und arbeitete von 2009 bis 2011 als Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin am Evangelischen Krankenhaus Bielefeld.
Seit 2012 ist sie an der LWL-Universitätsklinik Hamm, Fachklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik, tätig. Dort absolvierte sie ihre Weiterbildung zur Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Anschließend übernahm sie zunehmend Leitungsverantwortung an der LWL-Universitätsklinik Hamm: ambulant, tagesklinisch und stationär. Seit Januar 2024 ist sie geschäftsführende Oberärztin am Standort Campus Gütersloh.
Die 54-Jährige ist sowohl Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin als auch Fachärztin für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie. Neben ihrer medizinischen Promotion erwarb sie 2013 in Belgien einen PhD. Damit verbindet sie langjährige Erfahrung in Pädiatrie und Kinder- und Jugendpsychiatrie mit wissenschaftlicher Qualifikation und umfassender Erfahrung in der ambulanten und tagesklinischen Versorgung.
„Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem multiprofessionellen Team die Kinder- und Jugendpsychiatrie am Klinikum Lippe weiterzuentwickeln“, sagt Dr. Dr. Meike Wördemann. „Kinder und Jugendliche mit psychischen Erkrankungen und ihre Familien brauchen gut erreichbare und auf ihre individuelle Situation abgestimmte Hilfen. Der Ausbau in Bad Salzuflen bietet uns die große Chance, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen und gleichzeitig die verschiedenen stationären, tagesklinischen und ambulanten Angebote noch stärker miteinander zu verzahnen.“
Die Kinder- und Jugendpsychiatrie des Klinikums Lippe übernimmt eine wichtige Versorgungsfunktion über die Grenzen des Kreises Lippe hinaus. Die stationäre Versorgung ist in Bad Salzuflen angesiedelt; hinzu kommen tagesklinische und ambulante Angebote in der Region. Die Klinik behandelt das gesamte Spektrum psychischer Erkrankungen und Entwicklungsstörungen im Kindes- und Jugendalter. Der Bedarf ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Bereits seit der letzten Erweiterung der Klinik im Jahr 2010 nahmen die Patientenzahlen zu. Während und nach der Corona-Pandemie verschärfte sich die Situation zusätzlich. Das Klinikum Lippe hatte deshalb im Frühjahr 2024 beim Land Nordrhein-Westfalen eine Einzelförderung für die Erweiterung beantragt.
„Die Erweiterung ist ein klares Bekenntnis zur kinder- und jugendpsychiatrischen Versorgung in Ostwestfalen-Lippe“, betont Klinikgeschäftsführer Dr. Niklas Cruse. „Psychische Erkrankungen von Kindern und Jugendlichen gehören zu den großen gesundheitlichen Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb investieren wir nicht nur in zusätzliche Räume und Betten, sondern vor allem in verlässliche Versorgungsstrukturen für junge Menschen und ihre Familien.“
Bis zum Jahresende bleibt Dr. med. Dr. rer. nat. Ulrich Preuss der Klinik als Direktor verbunden und verabschiedet sich dann in den wohlverdienten Ruhestand. Unter seiner Leitung wurde das Behandlungsspektrum der Klinik kontinuierlich weiterentwickelt. „Dr. Dr. Ulrich Preuß hat sich über viele Jahre für psychisch erkrankte Kinder und Jugendliche eingesetzt und die Entwicklung unserer Klinik maßgeblich geprägt“, würdigt Dr. Cruse seinen langjährigen Einsatz. „Dass Frau Dr. Dr. Wördemann bereits zum 1. September startet, ermöglicht uns einen sehr guten und geordneten Übergang. Dafür sind wir beiden sehr dankbar.“
Tag der offenen Tür am 5. September
Nur wenige Tage nach dem Amtsantritt der neuen Klinikdirektorin öffnet die Kinder- und Jugendpsychiatrie ihre Türen: Am Samstag, 5. September 2026, lädt das Klinikum Lippe zum Tag der offenen Tür am Standort Bad Salzuflen ein. Interessierte haben an diesem Tag die Gelegenheit, die Klinik, ihre Behandlungsangebote und das multiprofessionelle Team kennenzulernen. Auch Dr. Dr. Meike Wördemann wird sich als neue Chefärztin vorstellen. Gleichzeitig informiert das Klinikum über die zukünftige Entwicklung der Kinder- und Jugendpsychiatrie und die geplante Erweiterung am Standort.
PM Klinikum Lippe
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