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KulturTerminankündigungen

Detmolder Kammerorchester stellt Spielzeit 2026/27 vor

Große Sinfonik und filigrane Kammermusik – Kartenvorverkauf ab 14. September

Detmold. Das neue Spielzeitheft des Detmolder Kammerorchesters (DKO) ist da und mit ihm ein neues Kapitel voller Musik, Begegnungen und bewegender Momente. Zugleich markiert die Saison 2026/27 das Ende von Daniel Stabrawas Amtszeit als Künstlerischer Leiter. Nach fünf prägenden Jahren verabschiedet er sich vom Orchester – ein Finale, das in einer Vielfalt von Tönen nachhallen soll. In den Mittelpunkt seiner Abschlusssaison hat Stabrawa die Musik seines Lieblingskomponisten Ludwig van Beethoven gestellt.

Kaum ein anderer Komponist habe ihn so geprägt, kaum ein anderer ihn so begleitet, sagt Stabrawa und fügt hinzu: „Gerade in einer Welt, die oft laut, schnell und unruhig ist, kann Musik ein Ort der Rückkehr sein. Ein Raum, in dem Schönheit und Harmonie nicht nur gehört, sondern gespürt werden. Ein Raum, der uns daran erinnert, was uns verbindet.“ Diese Erfahrungen möchte er in den zwei von ihm dirigierten Konzerten – aus der Reihe von insgesamt fünf Abonnementkonzerten – noch einmal mit dem DKO und dem Publikum teilen. Neben den Programmen, die im Zeichen des Abschieds stehen, öffnen die drei übrigen Abonnementkonzerte neue Türen. Unter der Leitung von Gastdirigenten und mit herausragenden Solisten bieten sie frische Perspektiven und mutige Interpretationen. Das Repertoire reicht dabei von der Barockmusik bis ins 20. Jahrhundert.

Abonnementkonzerte

Den Auftakt in die Saison macht am Dienstag, 20. Oktober, ein Programm, das barocke Eleganz und klassisch-romantische Energie verbindet. JeanPhilippe Rameaus tänzerischvirtuose „L’Égyptienne“ aus den Nouvelles Suites de Pièces de Clavecin“ in der Fassung für Streichorchester eröffnet den Abend. Es folgt Antonio Vivaldis Concerto für Flöte g-Moll „La Notte“, das ein sanft-wiegendes, oft schaurig-schönes Bild der Nacht malt. Genau wie Carl Philipp Emanuel Bachs leidenschaftliches Flötenkonzert dMoll ist es wie gemacht für den renommierten Flötisten Stathis Karapanos, der das Konzert zugleich leitet. Rameaus prachtvolle Ouvertüre aus Acante et Céphise“ führt anschließend in die Welt der französischen Oper, bevor Felix Mendelssohn Bartholdys strahlende Sinfonie Nr. 4 ADur, die berühmte „Italienische“, den Abend in mediterranem Licht ausklingen lässt.

Hinreißende Spielfreude, exzellente Technik und ausdrucksstarker Ton: Dafür steht der international gefragte Klarinettist Thorsten Johanns, den das DKO für sein Konzert am Dienstag, 9. Februar 2027, gewinnen konnte. Zunächst entführt er sein Publikum in die impressionistischen Klangwelten von Maurice Ravels schimmerndem „Introduction et Allegro“. In Richard Strauss’ „Duett-Concertino F-Dur“ tritt Johanns sodann mit Tobias Pelkner (Fagott) in eine musikalische Zwiesprache voller Witz, Eleganz und leiser Melancholie, die die emotionale wie geistige Tiefe des Werks kongenial entfaltet. Edward Elgars „Introduction and Allegro“ sowie Ludwig van Beethovens jugendfrische 1. Sinfonie runden den hochkarätigen Abend ab.

Das Konzert am Dienstag, 6. April 2027, steht ganz im Zeichen großer Virtuosität und nordischer Klangpoesie. Unter der Leitung von Andreas Brantelid, der zugleich als Solist auftritt, erklingt Joseph Haydns strahlendes Cellokonzert Nr. 1 CDur. Peter Tschaikowskis Variationen über ein RokokoThema, in einer Fassung für Streicher, lassen das Violoncello in eleganter Brillanz erstrahlen. Edvard Griegs Streichquartett gMoll, in der Fassung für Kammerorchester, bringt schließlich die charakteristische Mischung aus nordischer Melancholie und leidenschaftlicher Energie zum Leuchten.

Am Dienstag, 25. Mai 2027, präsentiert das DKO unter Daniel Stabrawa ein Konzert, das musikalische Moderne und klassische Meisterwerke zusammenführt. Anton Weberns „Sechs Bagatellen“ eröffnen den Abend mit extrem verdichteter Ausdruckskraft. Es folgt Beethovens kraftvolle Sinfonie Nr. 2 DDur, bevor die Uraufführung von Martin Christoph Redels neuem Werk „Appassionato –Klangbrücken zu Beethoven für Orchester“ einen zeitgenössischen Akzent setzt. Den Abschluss bildet Beethovens heitere und zugleich pointierte Sinfonie Nr. 8 FDur.

Zum Saisonfinale entführt das Orchester am Dienstag, 13. Juli 2027, seine Besucher in vier sehr unterschiedliche musikalische Welten. Nach Nino Rotas lyrischer „Canzona für Kammerorchester“ sorgt Arturo Márquez’ rhythmisch mitreißender „Danzón Nr. 4“ in einer Fassung für Kammerorchester für Ohrenschmaus. Jacques Iberts „Concertino da camera“ stellt das AltSaxophon in den Mittelpunkt, virtuos interpretiert von Soran Lind. Abschließend erklingt die „Soleriana“ des spanischen Komponisten Joaquín Rodrigo, der Klaviersonaten des barocken Komponisten Antonio Solers aufgreift und sie zu einer eleganten Suite für Kammerorchester orchestriert. Die Leitung übernimmt Stanley Dodds.

Alle Abonnementkonzerte finden im Konzerthaus Detmold statt. Beginn ist jeweils um 19.30 Uhr. Einführungsvorträge im Palais (18.30 Uhr, „Gartensaal“, Neustadt 22) stimmen auf die Konzerte ein.

Gastspiele

Die Abonnementkonzerte sind nur ein Teil dessen, was die künstlerische Vielfalt des Detmolder Kammerorchesters ausmacht. Auch in der neuen Saison wird das DKO als musikalischer Botschafter Detmolds unterwegs sein, seine Begeisterung für Musik in die Region hinaustragen und unter anderem in Hildesheim, Bad Driburg, Holzminden, Oelde-Lette oder Brakel sowie in den Abteien Corvey und Marienmünster auftreten. Zusätzlich präsentiert sich das Ensemble bei Konzerten der Hochschule für Musik Detmold und beim Festival „Via Nova“ in der Jugendkirche des ehemaligen Klosters Hardehausen.

Education-Programme

Überdies richtet das DKO seinen Blick auf ein junges Publikum. Mitmachen, Singen, Tanzen, Entdecken oder einfach Genießen – die Musikvermittlungskonzerte werden zu lebendigen Erlebnissen. Unter der Leitung von Guido Mürmann besucht das Orchester regelmäßig Schulen in Ostwestfalen-Lippe. In ihrem aktuellen Programm „Musik magisch!“ öffnen die Musikerinnen und Musiker ohne den sprichwörtlich erhobenen Zeigefinger den Zugang zur klassischen Musik. Eine magische Geschichte vereint Musik, Schauspiel, Gesang und Tanz – begleitet von funkelnden Effekten im Bühnenkonzept von Birgit Kronshage. Auch die Familienkonzerte laden Jung und Alt dazu ein, gemeinsam Klangwelten zu erkunden. In Kooperation mit den Projekten „Kulturstrolche“ und „KulturScouts“ lädt das DKO junge Zuhörer in seinen Probensaal ein. Die offene, interaktive Begegnung mit Musik und Menschen schafft verbindende Momente im Rhythmus unserer Zeit.

Werkstattkonzerte

Komplettiert wird die Saison 2026/27 von Werkstattkonzerten im Probenraum (Aula, Alte Schule am Wall), die in loser Folge kurzfristig den Spielplan ergänzen. In ihnen finden die Orchestermitglieder nicht nur eine Plattform, sich kammermusikalisch vorzustellen, sondern das Publikum kann mit einzelnen Musikerinnen und Musiker in direkten Dialog treten und erhält dank kenntnisreicher Moderation spannende Einblicke in die Werke und hinter die Kulissen des Orchesters. Um den Abend perfekt abzurunden, begrüßt das DKO sein Publikum vor dem Konzert sowie im Anschluss zu einem kleinen kulinarischen Angebot. Der Eintritt zu den Werkstattkonzerten ist frei.

Kartenvorverkauf

Eintrittskarten für die Konzerte im Konzerthaus Detmold sind im Vorverkauf zum Preis von 26, 22 und 13 Euro (ermäßigt 13, 11, 6 Euro) erhältlich in den Geschäftsstellen der Lippischen Landes-Zeitung, der Neuen Westfälischen und in der Tourist-Information am Markt in Detmold (Tel. 05231-977328) sowie im Internet über www.reservix.de und www.detmolder-kammerorchester.de. An der Abendkasse bezahlen Konzertbesucher 30, 26 und 16 Euro (ermäßigt 15, 13, 8 Euro). Inhaber des „Detmold-Passes“ haben für die Abonnementkonzerte ein Anrecht auf den jeweils ermäßigten Preis in einer der drei Preiskategorien. Der Verkauf von Einzeltickets beginnt am Montag, 14. September.

Interessenten für Abonnements wenden sich an das Orchesterbüro (Tel. 05231 31603). Es gibt zwei Abo-Serien: Das reguläre Abonnement beinhaltet fünf Konzerte und kostet 100, 80 oder 50 Euro (ermäßigt 50, 40, 25 Euro). Wer sich für das Flex-Abonnement (drei Konzerte nach Wahl) entscheidet, zahlt 60, 50 oder 30 Euro (ermäßigt 30, 25, 15 Euro).

Weitere Informationen gibt es in der Spielzeitbroschüre, die an vielen Orten kostenlos ausliegt, sowie auf der Homepage des DKO: www.detmolder-kammerorchester.de.

Programm 2026/27

Dienstag, 20. Oktober 2026

Jean-Philippe Rameau (1683–1764): „L’Égyptienne“ aus „Nouvelles Suites de Pièces de Clavecin“
Antonio Vivaldi (1678–1741): Concerto für Flöte g-Moll RV 439, „La Notte“

Carl Philipp Emanuel Bach (1714–1788): Flötenkonzert d-Moll, Wq 22
Jean-Philippe Rameau: Ouvertüre aus Acante et Céphise
Felix Mendelssoh Bartholdy (1809–1847): Sinfonie Nr. 4 A-Dur op. 90 „Italienische Sinonie“

Detmolder Kammerorchester
Stathis Karapanos, Flöte und Leitung

Dienstag, 9. Februar 2027

Edward Elgar (1857–1934): Introduction and Allegro for Strings, op. 47
Maurice Ravel (1875–1937): Introduction et Allegro für Harfe, Flöte, Klarinette und Streichquartett
Richard Strauss (1864–1949): Duett-Concertino F-Dur, TrV 293 für Klarinette und Fagott mit Streichorchester und Harfe
Ludwig van Beethoven (1770–1827): Sinfonie Nr. 1 C-Dur, op. 21

Thorsten Johanns, Klarinette
Tobias Pelkner, Fagott
Bujana Ameti, Harfe

Joana Quelhas, Flöte
Detmolder Kammerorchester
Daniel Stabrawa, Leitung

Dienstag, 6. April 2027

Joseph Haydn (1732–1809): Cellokonzert Nr. 1 C-Dur, Hob. VIIb:1
Peter Iljitsch Tschaikowski (1840–1893): Variationen über ein Rokoko-Thema A-Dur, op.33 (Bearbeitung für Streicher)
Edvard Grieg (1843–1907): Streichquartett G-Moll, op. 27

Detmolder Kammerorchester
Andreas Brantelid, Violoncello und Leitung

Dienstag, 25. Mai 2027

Anton Webern (1883–1945): Sechs Bagatellen für Streichquartett, op. 9
Ludwig van Beethoven (1770–1827): Sinfonie Nr. 2 D-Dur, op. 36
Martin Christoph Redel (*1947): „Appassionato – Klangbrücken zu Beethoven für Orchester“, op. 108 (Uraufführung) – Kompositionsauftrag des Detmolder Kammerorchesters
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 8 F-Dur, op. 93

Detmolder Kammerorchester
Daniel Stabrawa, Leitung

Dienstag, 13. Juli 2027

Nino Rota (1911–1979): Canzona für Kammerorchester
Arturo Márquez (*1950): Danzón No.4 (Fassung für Kammerorchester)
Jacques Ibert (1890–1962): Concertino da camera für Alt-Saxophon und elf Instrumente
Joaquín Rodrigo (1901–1999): „Soleriana“ Suite für Kammerorchester

Soran Lind, Alt-Saxophon
Detmolder Kammerorchester
Stanley Dodds, Leitung

PM Detmolder Kammerorchester e. V.

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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