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Gemeinde Kalletal setzt auf zukunftsorientierte Flächenentwicklung – Verwaltung bittet Rat um Zustimmung

Bewerbung für Landesinitiative „Go4Bauland“ für das Areal „Ziegelei/Lithkamp/Im Reisental“ in Hohenhausen eingereicht

Kalletal: Die Gemeinde Kalletal treibt die strategische Entwicklung zentraler Flächen weiter voran und hat fristgerecht eine Bewerbung zur Teilnahme an der Landesinitiative „Go4Bauland“ des Landes Nordrhein-Westfalen eingereicht. Die Verwaltung bittet den Rat nun um Zustimmung zu diesem Vorgehen. Im Fokus steht dabei insbesondere die rund 8 Hektar große Brachfläche „Ziegelei/Lithkamp/Im Reisental“ im Ortsteil Hohenhausen.

Bürgermeister Mario Hecker betont die langfristige Ausrichtung des Vorhabens:
„Wir verfolgen hier keinen kurzfristigen Ansatz, sondern eine strategisch durchdachte und zukunftsfähige Entwicklung. Die Fläche bietet eine einmalige Chance, zentrale Herausforderungen unserer Gemeinde integriert zu betrachten und nachhaltig zu lösen.“

Mit dem Förderprogramm „Go4Bauland“ unterstützt das Land Nordrhein-Westfalen Kommunen dabei, un- und untergenutzte Flächen zu aktivieren. Ziel ist es, durch fachliche Beratung, personelle Unterstützung und strukturierte Verfahren Hemmnisse zu überwinden und Baulandpotenziale schneller nutzbar zu machen. Gerade in Kalletal, wo Bauland knapp ist, eröffnet die Initiative neue Perspektiven für eine nachhaltige Siedlungsentwicklung.

Integrierter Entwicklungsansatz für eine Schlüsselfläche

Die Fläche „Ziegelei/Lithkamp/Im Reisental“ wird von der Verwaltung nicht isoliert betrachtet, sondern im Kontext zentraler Zukunftsthemen der Gemeinde entwickelt. Dazu zählen insbesondere:

  • Verkehrliche Neuordnung: Im Zusammenhang mit der geplanten Ortsumgehung Kalletal/Hohenhausen im Zuge der B 238 (vordringlicher Bedarf im Bundesverkehrswegeplan 2030) ergibt sich eine neue Standortqualität. Die Fläche liegt strategisch günstig an einem möglichen Verkehrsknotenpunkt und kann von einer verbesserten Erreichbarkeit profitieren.
  • Einzelhandelsentwicklung: Parallel erarbeitet die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) ein Einzelhandelskonzept. Die Fläche wird dabei als potenzieller Standort für einen Vollversorger sowie ergänzende Angebote wie einen Drogeriefachmarkt geprüft, um die Nahversorgung langfristig zu sichern und strukturell neu auszurichten.
  • Flächenrevitalisierung: Die Entwicklung der ehemaligen Ziegelei entspricht dem Grundsatz „ALT vor NEU“. Bestehende Flächenpotenziale werden genutzt, ohne zusätzliche Flächen neu ausweisen zu müssen.
  • Krisenresilienz und zivile Verteidigung: Ein besonderer Fokus liegt auf einer multifunktionalen Nutzung. Gewerbliche und infrastrukturelle Strukturen sollen so konzipiert werden, dass sie im Krisenfall zusätzlich als Versorgungs-, Logistik- oder Verteilzentren dienen können. Aspekte wie Energieversorgung, Notstromfähigkeit, Erreichbarkeit für Einsatzkräfte und flexible Nutzungsmöglichkeiten werden von Beginn an mitgedacht.
  • Medizinische Versorgung: Die bereits vorhandene medizinische Infrastruktur vor Ort stellt einen wichtigen Baustein dar. Sie stärkt im Regelbetrieb die wohnortnahe Versorgung und kann im Krisenfall als Schnittstelle zwischen ambulanter Versorgung, Rettungsdiensten und Katastrophenschutz dienen. Damit wird die Entwicklung des Areals zusätzlich funktional ergänzt und im Sinne eines resilienten Standortes gestärkt.

Starke Ausgangsbedingungen und partnerschaftliche Umsetzung

Ein wesentlicher Vorteil des Projekts liegt in den klaren Eigentumsverhältnissen: Die gesamte Fläche befindet sich im Besitz einer einzelnen Eigentümerin, die bereits Entwicklungsinteresse signalisiert hat. Dies ermöglicht effiziente Abstimmungsprozesse und beschleunigt die Umsetzung.

Zudem übernimmt die Eigentümerin den kommunalen Eigenanteil in Höhe von 5.500 Euro, der im Rahmen der Teilnahme an „Go4Bauland“ erforderlich ist.

Politische Entscheidung steht an

Mit der eingereichten Bewerbung hat die Verwaltung die Grundlage geschaffen, um die Teilnahme am Förderverfahren zu sichern. Nun bittet die Verwaltung den Rat der Gemeinde Kalletal um Zustimmung zu diesem Vorgehen sowie zur formalen Bestätigung der Bewerbung und des damit verbundenen Finanzierungsanteils.

Bürgermeister Mario Hecker fasst zusammen:
„Die Entwicklung dieser Fläche ist mehr als ein klassisches Bauprojekt. Sie ist ein Schlüsselprojekt für die Zukunftsfähigkeit unserer Gemeinde. Wir verbinden hier Verkehr, Versorgung, Wirtschaft und Sicherheit in einem integrierten Ansatz – das ist nachhaltig, verantwortungsvoll und vorausschauend.“

Die geplante Entwicklung des Areals „Ziegelei/Lithkamp/Im Reisental“ stellt eine besondere Chance dar, zentrale kommunale Herausforderungen gebündelt und frühzeitig anzugehen. Durch die Teilnahme an „Go4Bauland“ wird dieser Prozess fachlich fundiert begleitet und strategisch weiterentwickelt – mit dem klaren Ziel, Kalletal langfristig resilient, lebenswert und wirtschaftlich stark aufzustellen.

PM Gemeinde Hohenhausen

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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