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Praxis pur bei der Feuerwehr-Schul-AG: Erste Hilfe, Fahrzeugkunde und Löschangriff kombiniert

Bei bestem Frühlingswetter fand am ersten Samstag im März eine praxisorientierte Übung der Feuerwehr-Schul-AG, bestehend aus Schülerinnen und Schülern der Haupt-, Real- und Gesamtschule in Lemgo, statt. Nach mehreren eher theoretischen Unterrichtseinheiten in den letzten Wochen stand diesmal „Praxis pur“ auf dem Programm: Erste Hilfe, Fahrzeugkunde und Löschangriffe wurden in zwei realitätsnahen Szenarien miteinander kombiniert.

Startpunkt war die Feuerwache. Bereits umgezogen und einsatzbereit verteilten sich die Teilnehmenden auf die Fahrzeuge: Im Löschgruppenfahrzeug LF 10 nahmen die für die erste Übung eingeteilten Trupps mit Maschinist Lothar Platz. Im Mannschaftstransportfahrzeug (MTF) folgten weitere Mitglieder sowie zwei erfahrene Unterstützer aus der ehemaligen AG-Crew. Auch für die Verpflegung war gesorgt – Kaffee, Getränke und belegte Brötchen für eine spätere Pause waren mit an Bord.

Erstes Szenario an der Gesamtschule

Ziel der ersten Übung war das Gelände der Gesamtschule. Das angenommene Szenario: Ein Brand im Eingangsbereich der Turnhalle, zudem eine bewusstlose Person im Gefahrenbereich. Gruppenführer Max koordinierte den Einsatz der Trupps. Die Wasserversorgung musste über einen Hydranten aufgebaut werden, der rund 100 Meter vom Einsatzort entfernt lag – eine anspruchsvolle Aufgabe vor allem für Schlauch- und Wassertrupp. Trotz einiger Zeit, die der Aufbau benötigte, gelang es schließlich, drei C-Rohre in Stellung zu bringen und den angenommenen Brand erfolgreich zu bekämpfen. Parallel dazu wurde die „verletzte“ Person erst versorgt, mit der Trage aus dem Gefahrenbereich gebracht und anschließend an den (fiktiven) Rettungsdienst übergeben. Im Anschluss folgte die übliche Manöverkritik. Bei einer gemeinsamen Frühstückspause in der Sonne bot sich außerdem Gelegenheit für Gespräche und Austausch. Gerade diese lockere Atmosphäre trägt wesentlich zum Erfolg der Feuerwehr-Schul-AG bei: Schülerinnen und Schüler sowie Lehr- und Feuerwehrkräfte arbeiten eng zusammen und verstehen sich gut – eine wichtige Grundlage für effektive Übungen und viel Motivation.

Zweite Übung im Parkhaus am Campus

Nach der Pause ging es weiter zum Parkhaus am Campus der TH OWL. Hier lautete das Szenario: Ein Fahrzeugbrand auf dem Oberdeck mit einer verletzten Person. Die neu eingeteilten Trupps übernahmen ihre Aufgaben. Die Wasserversorgung musste zunächst über einen Unterflurhydranten aufgebaut und anschließend zur Steigleitung geführt werden. Da es Schwierigkeiten mit dem Wasserentnahmekasten auf dem Oberdeck gab, entschied sich der Gruppenführer für eine alternative Lösung: Eine Schlauchleitung wurde außen am Gebäude nach oben verlegt.
Schließlich konnten zwei C-Rohre auf den angenommenen Fahrzeugbrand gerichtet werden. Die verletzte Person wurde erst versorgt und mit der Trage über die Abfahrten des Parkhauses nach unten transportiert. Noch vor Ort reflektierten die Teilnehmenden den Ablauf der Übung. Anschließend wurden alle Geräte wieder verladen und zur Wache zurückgebracht. Dort halfen alle gemeinsam mit, das LF 10 wieder vollständig einsatzbereit zu machen und die verwendeten Schläuche zur Reinigung vorzubereiten.

Fazit

Die Übung zeigte deutlich, wie wichtig Teamarbeit, Kommunikation und praktische Erfahrung im Feuerwehrdienst sind. Auch wenn bei einzelnen Abläufen noch „Luft nach oben“ besteht, war der Tag vor allem von großer Einsatzbereitschaft, guter Zusammenarbeit und viel Kameradschaft geprägt – beste Voraussetzungen für die weitere Arbeit der Feuerwehr-Schul-AG.

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PM Stephan Krause

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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