Wenn Alltag zur Herausforderung wird: Kreis sucht neue Lotsinnen, die Familien Halt und Unterstützung geben
Ob Unterstützung bei Anträgen, Kontakte zu Beratungsstellen, Zugang zu Frühen Hilfen oder die Vermittlung zu Selbsthilfegruppen: Lotsinnen kennen die Strukturen vor Ort. Sie helfen, den Weg durch den oft unübersichtlichen Dschungel aus Sozialleistungen und Beratungsangeboten zu finden. Im Kreis Lippe arbeiten inzwischen 14 Lotsinnen an 17 Standorten und weitere Interessierte werden gesucht.
Das Angebot ist Teil des Landesprogramms „Kinderstark – NRW schafft Chancen“ und seit 2021 fest in Arzt- und Facharztpraxen, Gesundheitszentren und Schulen im Kreisgebiet verankert.
Lotsinnen hören zu, sortieren gemeinsam mit den Familien die Alltagssituation und vermitteln zu passenden Angeboten – schnell, unkompliziert und individuell.
„Frühe Unterstützung hilft, Belastungen zu verringern und verhindert, dass kleine Probleme größer werden. Sie verbessert nicht nur die Lebensqualität der Familien, sondern stärkt langfristig auch die Bildungs- und Gesundheitschancen der Kinder“, erklärt Margit Monika Hahn, Koordinatorin der Kommunalen Präventionsketten des Kreises Lippe und zuständig für das Projekt.
„Familien brauchen keine perfekten Lösungen, sondern Menschen, die sie verlässlich begleiten. Aus erziehungswissenschaftlicher Sicht zeigt sich: Stabilität entsteht dort, wo frühe Unterstützung die Bindung zwischen Eltern und Kindern stärkt und das ist der Schlüssel für nachhaltige Entwicklungsprozesse“, betont sie.
Eine neue Schulung für den Einsatz als Lotsin beginnt am 11. März. Wer Interesse an dieser Aufgabe hat, kann sich an Margit Monika Hahn per E-Mail an m.hahn@kreis-lippe.de oder telefonisch unter 05231 62 4280 wenden. Auch Ärzte und Ärztinnen im Kreis Lippe, die sich den Einsatz einer Lotsin vorstellen können, können sich hier melden.
PM Kreis Lippe


