Neues Leben in der Breiten Straße: Eiscafé San Remo expandiert mit Genuss und Kultur
Lemgo. Die Breite Straße 38 erwacht zu neuem Leben. Wo früher das Hans-Center stand, eröffnet Gastronom Alper Gül am Sonntag, den 1. März, seine neue Dependance. Dabei handelt es sich nicht einfach um eine Kopie des bestehenden Eiscafés San Remo in der Mittelstraße, sondern um ein erweitertes Konzept, das klassische Eiskunst mit Frühstück, Snacks und kulturellem Anspruch verbindet.
Revitalisierung mit Fingerspitzengefühl: Kramp & Kramp saniert das Hansecenter
Die feierliche Neueröffnung des Eiscafés San Remo markiert einen weiteren Meilenstein in der Verwandlung des geschichtsträchtigen Hansecenters an der Breiten Straße. Das Gebäude wurde durch das renommierte Lemgoer Unternehmen Kramp & Kramp mit gewohnter Expertise und Blick für historische Bausubstanz aufwendig saniert. Wo einst Leerstand herrschte, ist nun ein moderner Anziehungspunkt entstanden, der das Stadtbild nachhaltig aufwertet. Inhaber Gül betonte im Rahmen der Vorbereitungen die hervorragende Zusammenarbeit und sprach der Firma Kramp & Kramp seinen ausdrücklichen Dank für die tatkräftige Unterstützung bei der Umsetzung dieses ambitionierten Projekts aus. Durch die gelungene Symbiose aus traditioneller Architektur und moderner Nutzung kehrt nun neues Leben in einen der markantesten Standorte der Hansestadt zurück.
Mehr als nur Eis: Pinsa, Frühstück und lokale Kreationen
Kulinarisch setzt das Team auf eine Mischung aus Bewährtem und Neuem. Neben dem klassischen Eisangebot wird es künftig auch Frühstück sowie kleine und große Pinsen geben. Auch Kuchen sollen direkt vor Ort in der neuen Küche gebackenen werden. Alper Gül betont dabei die handwerkliche Qualität: „Wir produzieren das Eis selber mit besten Zutaten aus Italien“.

Besonders spannend für Lokalpatrioten: Das Team plant spezielle Kreationen für die Stadt. „Wir werden die Gäste fragen, was sie denken, wenn sie an Lemgo denken und dann werden wir alle diese Feedbacks sammeln und in unserem Eislabor geschmacklich in ein Eis extra umsetzen “. Auch eine Kooperation mit dem TBV Lemgo besteht bereits: man ist der offizielle Eispartner.
Ein Ort der Inspiration
Das Ambiente in den renovierten Räumlichkeiten ist hell und freundlich gestaltet. Gül hat viel Herzblut in die Einrichtung gesteckt und beispielsweise die aufwendige Beleuchtungskonstruktion selbst installiert. Doch das Café soll mehr sein als ein gastronomischer Betrieb – es soll ein Ort der Begegnung und Inspiration werden, fast im Sinne einer Wiener Kaffeehauskultur. Geplant sind wechselnde Kunstausstellungen alle zwei bis drei Monate sowie Live-Musik und Konzerte. Alper Gül sitzt übrigens gern auch einmal selbst am Klavier und erfreut seine Gäste mit seinem Spiel.
Gül erklärt seine Philosophie dahinter: „Cafés spielen eine sehr große Rolle in meinem Leben. Ich bin nicht zum Café gegangen, um Kaffee zu trinken, sondern zum Lernen, und mit Menschen zu kommuniziere. Ein Café muss inspirierend sein“.

Innovatives Preismodell: „Halb und Heiß“
Um die Lemgoer Innenstadt zu beleben, führt Gül ein für die Region ungewöhnliches Abo-Modell ein. Unter dem Namen „Halb und Heiß“ können Gäste für eine monatliche Gebühr von 10 Euro alle Heißgetränke zum halben Preis erhalten. Der reguläre Kaffeepreis bleibt dabei marktüblich bei 2,80 Euro (für Mitglieder dann 1,40 Euro). Gül betont„Wir haben die Preise nicht extra erhöht, damit sich die Aktion rechnet. Wir möchten einfach die Stadt beleben mit dieser Aktion“.
Öffnungszeiten und Kapazitäten Das neue Café bietet im Innenbereich rund 50 Sitzplätze und ist barrierefrei zugänglich. Ein besonderes Highlight für Familien ist die geplante Spielecke: Diese wird direkt unter der neuen Treppe eingerichtet. Güls Frau und seine Tochter haben sich der Gestaltung dieses speziellen Kinderbereichs liebevoll angenommenDie Außenterrasse, die durch den Wegfall alter Fahrradständer und Bänke entstanden ist, bietet Platz für bis zu 100 Gäste.
Geöffnet ist täglich von 9 bis 21 Uhr. Vorerst startet das Café mit Service am Tisch, ist aber konzeptionell so flexibel aufgestellt, dass bei Mitarbeiter Engpässen auch Selbstbedienung möglich wäre. Das bestehende Geschäft an der Bushaltestelle bleibt erhalten, um dem eingespielten Team weiterhin Arbeitsplätze zu sichern.
Mit der Eröffnung am 1. März hofft Albert Gül, eine Brücke zwischen dem Campus und der Innenstadt zu schlagen und einen neuen Treffpunkt für alle Lemgoer zu schaffen.



