TBV reist mit breiter Brust zum „Endspiel um Platz 5“
Der TBV Lemgo Lippe darf weiterhin von der besten Endplatzierung seit der Saison 2008/09 träumen. Am 34. Spieltag der DAIKIN Handball-Bundesliga reisen die Lipper am kommenden Sonntag (7.6.) in den Norden und kämpfen in der Merkur Ostseehalle um zwei weitere Punkte. Anwurf beim Duell mit Rekordmeister Kiel erfolgt um 15 Uhr.
„In Kiel zu spielen ist immer etwas ganz Besonderes, vor dieser tollen Kulisse. Und jetzt haben wir noch einmal ein echtes Endspiel um Platz fünf. Auch wenn es leider nicht mehr um das internationale Geschäft geht, werden wir trotzdem alles reinwerfen“, freut sich Florian Kehrmann auf einen letzten intensiven Fight einer erfolgreichen Spielzeit. „Wir treffen auf einen Gegner, der vor eigenem Publikum sicher noch einmal zeigen will, dass er dieses Spiel unbedingt gewinnen möchte. Sie haben zuletzt ein, zwei Nackenschläge hinnehmen müssen, deshalb erwarte ich ein sehr hartes Spiel. Trotzdem freuen wir uns einfach darauf, im letzten Spiel noch einmal alles auf der Platte zu lassen“, so der Lemgoer Trainer weiter.
Der THW Kiel hat sein großes Ziel, die Qualifikation für die EHF Champions League zu erreichen, in dieser Saison verfehlt. Die letzte große Hoffnung platze am vergangenen Wochenende im Finale der EHF European League, wo die Zebras im Finale denkbar knapp mit 23:24 der MT Melsungen unterlagen. Ein herber Rückschlag, den die Kieler auch drei Tage später scheinbar noch nicht abgeschüttelt hatten: In der Liga unterlag das Team von Filip Jicha überraschend dem Tabellensiebzehnten GWD Minden mit 30:34. Somit trennen den TBV (40:26-Punkte) vor dem letzten Schlussakt nur zwei Zähler vom THW (42:24-Punkte) – das bessere Torverhältnis weisen jedoch die Lemgoer auf (+41 vs. +36). Dabei hatte der THW während der gesamten Spielzeit immer wieder mit Personalsorgen zu kämpfen. Auch gegen den TBV werden mit Harald Reinkind sowie den Langzeitverletzten Emil Madsen und Elias Ellefsen á Skipagötu voraussichtlich drei Zebras fehlen.
Ungeachtet dessen richtet Kehrmann den Fokus auf die eigene Leistung: „Wir müssen Lösungen gegen eine aggressive 6:0- sowie eine variable 5:1-Abwehr finden. Gleichzeitig gilt es, die enorme Wurfkraft aus dem Rückraum zu kontrollieren und die physische Präsenz am Kreis anzunehmen. Wir fahren mit viel Selbstvertrauen nach Kiel und wollen die zwei Punkte holen.“
Die jüngsten Duelle zwischen beiden Teams waren stets eng umkämpft. In den letzten vier Begegnungen behielt jedoch der THW Kiel die Oberhand, während das Hinspiel der laufenden Saison mit einem 23:23-Unentschieden endete.
Geleitet wird die Partie vom Schiedsrichtergespann Martin Thöne und Marijo Zupanovic. Dyn überträgt die Begegnung ab 14:45 Uhr live.
PM TBV Lemgo Lippe



