Mehr als 8 Millionen Euro für Projekte in Lippe
Die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe wird 25 Jahre alt. Zum Jubiläum blickt sie auf ihre Gründung, zahlreiche Förderprojekte und eine gewachsene Stiftungsfamilie zurück.
Detmold, den 16.07.2026
Hochschulen, Schulen, Kulturorte, Vereine: Die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe hat in den vergangenen 25 Jahren an vielen Stellen in der Region Spuren hinterlassen. Am 19. Juli 2001 wurde sie von der Bezirksregierung Detmold offiziell genehmigt. Seitdem hat sie rund 260 Projektförderungen mit mehr als 8 Millionen Euro zugesagt.
Der Ursprung der Stiftung geht auf das Jahr 1999 zurück. Damals verkaufte der Kreis Lippe seine Anteile an der Wesertal GmbH. Auf Initiative von Friedel Heuwinkel wurde mit einem Teil des Verkaufserlöses die Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe gegründet. „Der Gedanke war, das Geld nicht einfach im Kreishaushalt aufgehen zu lassen, sondern es dauerhaft für die Entwicklung Lippes einzusetzen“, sagt Friedel Heuwinkel, der als damaliger Landrat auch erster Vorsitzender des Stiftungsrates war. „Der Name Standortsicherung war dabei wörtlich gemeint: Es ging nicht nur um klassische Wirtschaftsförderung, sondern auch um die weichen Standortfaktoren Bildung, Wissenschaft und Kultur, die Lippe stark machen.“
Landrat Meinolf Haase hat im vergangenen Herbst den Vorsitz des Stiftungsrates von Dr. Axel Lehmann übernommen. Für ihn zeigt das Jubiläum, dass die Entscheidung von damals bis heute trägt. „Die Stiftung eröffnet Spielräume für gute Ideen aus der Region“, sagt Haase. „Sie hilft dabei, Projekte auf den Weg zu bringen, die Schulen, Hochschulen, Kultur und das Ehrenamt in Lippe stärken. Das ist besonders dort wichtig, wo Menschen über das Hier und Jetzt hinausdenken und für ihre Vorhaben verlässliche Partner brauchen.“ Genau an diesen Stellen könne die Stiftung mit Förderung, Kontakten und Erfahrung unterstützen.
Ein Schwerpunkt lag in den ersten Jahren auf Wissenschaft und Hochschulen. Die Stiftung förderte unter anderem das Institut für den Mittelstand in Lippe und Stiftungslehrstühle an der heutigen Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe sowie an der Hochschule für Musik Detmold. Des Weiteren wurden Studien, besondere technische Ausstattung, Formate zur Nachwuchsförderung sowie Stipendien über den Studienfonds OWL unterstützt. In Bildung, Ausbildung und MINT-Förderung reichen die Beispiele von der Initiative „Ausbildungsimpuls Lippe“ über den Verein Chance Ausbildung Lippe und die Lippe Bildung eG bis zum zdi-Zentrum Lippe.MINT. Sie zeigen, wie die Stiftung Bildungswege, Berufsorientierung und den Blick auf Fachkräfte von morgen unterstützt.
Auch in der Kulturförderung wurden bekannte Partner wie das Detmolder Sommertheater, das Lippische Landesmuseum, das Literaturbüro OWL und das Landestheater Detmold mehrfach gefördert. Daneben unterstützte die Stiftung kleinere Initiativen und Formate, die Kultur vor Ort erlebbar machen. Zu den jüngeren Kulturförderungen zählt auch die Ausstellung „Denk:Mal!“ im Lippischen Landesmuseum zum 150-jährigen Jubiläum des Hermannsdenkmals. Sie markierte zugleich das 1.000. Förderprojekt der Stiftungsfamilie. Dass inzwischen auch das Ehrenamt Teil der Förderung ist, zeigt sich unter anderem in Detmold: Dort wurde das Kino Kaiserhof+ unterstützt, das zwischenzeitlich wieder eröffnet wurde.
In der Geschäftsstelle laufen Förderanträge, Projektideen, Kontakte in die Region und auch Fragen von Menschen zusammen, die mit einer eigenen Stiftung oder einem Stiftungsfonds etwas für Lippe anstoßen möchten. „Viele Projekte beginnen mit Menschen, die eine Idee haben und sich kümmern“, sagt Dr. A. Heinrike Heil, die die Stiftung seit 2002 als Geschäftsführerin leitet. „Unsere Aufgabe ist es, genau hinzuschauen, was zu unserem Auftrag passt, Partner zusammenzubringen und Engagement so zu begleiten, dass daraus etwas Tragfähiges für Lippe entstehen kann.“ Insgesamt begleitet die Stiftung heute elf Treuhandstiftungen und sieben Stiftungsfonds, darunter die Stiftung „Für Lippe“, die Stiftung der Hochschule für Musik Detmold, die Umweltstiftung Lippe und die 2025 neu gegründete Stiftung für das Landestheater Detmold. Gemeinsam hat die Stiftungsfamilie inzwischen mehr als 11 Mio. Euro für Projekte in Lippe eingesetzt.
Die Förderentscheidungen entstehen im Zusammenspiel von Stiftungsrat, Kuratorium und Geschäftsstelle. Der Stiftungsrat entscheidet über die Grundsätze der Stiftungsarbeit und über die Förderung von Projekten. Das Kuratorium bringt fachlichen Blick aus Bildung, Wissenschaft, Kultur, Wirtschaft und Zivilgesellschaft ein. Vorsitzender des Kuratoriums ist seit Gründung Dr. Albert Hüser, ehemaliger Vorstandsvorsitzender der Lippischen Landes-brandversicherung: „Im Kuratorium sind viele Mitglieder schon lange dabei. Dadurch ist über die Jahre viel Wissen über Lippe, seine Einrichtungen und seine Förderbedarfe zusammengekommen“, sagt Hüser. „Das ist wichtig, weil wir nicht nur auf einzelne Anträge schauen, sondern auch darauf, was für die Region sinnvoll ist und wo neue Themen entstehen.“
Auch für 2026 wurden in der ersten gemeinsamen Sitzung von Stiftungsrat und Kuratorium mehr als 100.000 Euro für Projekte in Lippe beschlossen. Ein besonderes Jubiläumsprojekt soll ebenfalls noch auf den Weg gebracht werden. Damit möchte die Stiftung in diesem Jahr noch einmal unterstreichen, wofür sie gegründet wurde: Projekte anzustoßen, die Lippe stärken und hier vor Ort etwas in Bewegung bringen. Über die konkrete Ausgestaltung beraten Stiftungsrat und Kuratorium noch in diesem Jahr.
Weitere Informationen zur Stiftung, ihren Fördermöglichkeiten und zur Stiftungsfamilie gibt es unter www.stiftung-standortsicherung.de.
PM Stiftung Standortsicherung Kreis Lippe
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