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Kultur

Musikfestival „mixTour – Renaissance der Musik“

„Unentdeckte Schätze des Norddeutschen Barock“ Konzert mit Werken von Thomas Selle (1599 – 1663)

Im Rahmen des Musikfestivals „mixTour“ erklingt am Samstag, 17. September 2022 um 18 Uhr ein Konzert im Weserrenaissance-Museum Schloss Brake. Unter dem Titel „Unentdeckte Schätze des Norddeutschen Barock“ werden die Gesangssolisten Kerstin Dietl (Sopran), Benjamin Boresch (Altus) und Janno Scheller (Bass) von Solisten des Göttinger Barockorchesters begleitet.

Die Leitung hat Antonius Adamske.
Es werden Werke von Thomas Selle (1599-1663) und Heinrich Schütz (1585–1672), dessen 350. Todestag wir dieses Jahr begehen, erklingen.

Thomas Selle ist einer der führenden Musiker in der Hamburger Ratsmusik des 17. Jahrhunderts. Seine Musik ist nur zum Teil veröffentlicht worden. Die meisten Werke schlummern noch in den Archiven. Dieses Projekt widmet sich Werken, die nun wissenschaftlich neu herausgegeben worden sind. Dem gegenüber werden Werke von Heinrich Schütz gestellt, der zu selben Zeit in Dresden wirkte.

Die drei Gesangssolisten Kerstin Dietl (Sopran), Benjamin Boresch (Altus) und Janno Scheller (Bass) sind alle in der Alten Musik beheimatet. Kurse nach dem Studium u.a. bei Peter Kooij, Dorothee Mields und Emma Kirkby und Gerd Türk vertieften diese Kenntnis. Solistische Tätigkeiten führten sie zur Ruhrtriennale, den Bremer Philharmonikern mit dem Hathor Consort sowie dem Ricercar Consort zusammen.Neben der solistischen Tätigkeit sind sie auch begeisterte Ensemblesängerin beim Collegium Vocale Gent sowie des Balthasar Neumann Chores, Hamburg.

Das Göttinger Barockorchester steht für musikalische Qualität, stilistische Vielfalt sowie leidenschaftliche Spielfreude und Vitalität seit 1995. Regelmäßig spielt das Orchester auch sinfonisch besetzte Werke und Musik zeitgenössischer Komponisten bis hin zu Uraufführungen. Zum Selbstverständnis des Göttinger Barockorchesters hat es schon immer gehört, sein Wirkungsfeld nicht auf eine bestimmte Epoche einzuengen. Das funktioniert, weil das Orchester eine sehr flexible Besetzung hat, die vom solistischen Kernensemble bis zur erweiterten sinfonischen Besetzung reicht. Und weil die Orchestermitglieder alle Musik auf den jeweils für eine Epoche zeittypischen Instrumenten spielen und bestens vertraut sind mit der Spieltechnik für die Musik der jeweiligen Zeit. Garant für diese stilistische Vielfalt ist nicht zuletzt der Violinist Hans- Henning Vater. Er hat das Göttinger Barockorchester 1995 gegründet und ist bis heute Konzertmeister des Ensembles.
Seit 2017 hat das Ensemble einige CDs aufgenommen, die im Label Coviello erschienen sind.

Kunst und Wissenschaft sind die Eckpfeiler in der Arbeit von dem Leiter Antonius Adamske, die Presse lobt die Authentizität und Entdeckerfreude seiner Aufführungen. Nach Studien in Hannover, Basel und Würzburg und künstlerischen Stationen in Göttingen und Berlin wirkt er zurzeit als Dirigent des Monteverdi-Chors Hamburg und des Bremer RathsChors, eine enge Zusammenarbeit verbindet ihn seit Jahren mit dem Göttinger Barockorchester, seine Leidenschaft gilt insbesondere der barocken Oper. Als Musikwissenschaftler widmet sich Adamske der Göttinger Stadtmusik um 1800. Einen künstlerischen Namen hat er sich mit zahlreichen Aufführungen von Bühnenstücken und geistlichen Werken des französischen Barock von Lully über Lalande und Charpentier bis hin zu Mondonville, Rameau, Gossec und Gluck gemacht.
Adamske lehrt an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Gastdirigate und Dirigiermeisterkurse im In- und Ausland sowie Radio- und CD-Aufnahmen erweitern seine Tätigkeit. Daneben trat der Musiker von 2012 bis 2019 als Intendant der Nikolausberger Musiktage in Erscheinung, die jedes Jahr im September international bekannte Ensembles in die romanische Klosterkirche St. Nikolaus bringen.

Vor dem Konzert ist ab 17 Uhr eine kostenlose Führung durch das Weserrenaissance-Museum Schloss Brake möglich. 

Das gesamte Festivalprogramm ist unter www.mixtour-lemgo abrufbar und liegt an verschiedenen Stellen in der Stadt aus. 

Karten sind erhältlich unter www.marien-lemgo.de/tickets und tickets.nicolai-lemgo.de sowie im Büro der MarienKantorei Lemgo (05261-5543).

PM St. Marien

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