Vorher – Nachher: Aufforstungen des Landesverbandes machen Lippe grün
Bienenwald in Extertal-Bösingfeld zeigt beispielhaft die positive Entwicklung von Flächen
Extertal-Bösingfeld, 17. August 2026. Wie jede andere Ruhestätte ist der Friedhof in Extertal-Nösingfeld ein Ort friedlicher Stille. Doch gleich nebenan herrscht in einem warmen Sommer wie dem diesjährigen Trubel und Geschäftigkeit: Es summt und brummt, es sirrt und flattert. Der vor fünf Jahren angelegte Bienenwald kommt bei Insekten sehr gut an.
Die Idee stammte von dem Extertaler Imker Heino Rinne: Er wollte einen Wald anlegen, der Insekten und vor allem Honigbienen und Wildbienen fördert. Thomas Fritzemeier, Leiter des Forstreviers Bösingfeld, nahm die Anregung gern auf und wählte die Fläche in der Nähe des Bösingfelder Friedhofs, wo zuvor Fichten aufgrund der Dürre abgestorben waren. Auf dem rund 2,8 Hektar großen Areal wurden ca. 4.200 Laubbäume gepflanzt, die mit ihren Blüten reichlich Nahrung für Bienen, Hummeln und andere Insekten bieten: Elsbeere, Wildobst, Winterlinde, Vogelkirsche, Traubeneiche und Esskastanie. “Nadelholz ist für Insekten größtenteils uninteressant”, weiß Fritzemeier. Sträucher der Arten Haselnuss, Kornelkirsche, Weißdorn, Hartriegel und Kreuzdorn ergänzen in den Randbereichen den artenreichen Laubwald. Abgetrennt wurde das Areal mit einem Zaun aus unbehandeltem, heimischem Fichtenholz, das verrotten und in der Natur verbleiben kann.
“Wie schön sich der Bienenwald entwickelt hat, zeigen Vorher-Nachher-Bilder. Unsere jährlichen Pflegearbeiten haben sich bewährt, nach fünf Jahren können sich die Bürgerinnen und Bürger hier über einen dichten, jungen Laubwald freuen, der vor allem im Frühjahr und Sommer mit seinen Blüten bezaubert”, freut sich Fritzemeier.
Aus Sicht von Susanne Hoffmann, Leiterin der Forstabteilung, hat sich das Projekt in der Zusammenarbeit zwischen Imkern und Landesverband bewährt. In diesem Jahr ist mit Unterstützung der Imker ein weiterer Bienenwald in den Wäldern des Landesverbandes angelegt worden. Er wird beim Honigmarkt auf der Burg Sternberg am 18. Oktober 2026 vorgestellt.
Die Fläche in Nösingfeld stehe zudem beispielhaft für viele Aufforstungen des Landesverbandes Lippe in seinen Wäldern in Lippe: “Nach den Dürrejahren ab 2018 haben wir zügig die ehemaligen Fichtenflächen geräumt und Laubmischwälder nachgepflanzt”, berichtet Hoffmann. “Die einstigen Kahlflächen sind heute wieder grün und wachsen zu den Wäldern von morgen heran.”

PM Landesverband Lippe
Dir gefällt unser täglicher Einsatz für Lemgo? Dann unterstütze meine Arbeit hier mit einem virtuellen Kaffee für den Redakteur – oder einem Kauknochen für Redaktionshund Bolle! 🐾
🦴 Kauknochen oder Kaffee spendieren



