Mehr als nur „Nein“ sagen: Fachkräfte diskutieren über Resilienzförderung bei Kindern
Kinder vor Gefahren zu schützen bedeutet mehr, als ihnen beizubringen, in schwierigen Situationen „Nein“ zu sagen. Wie pädagogische Fachkräfte Kinder dabei unterstützen können, Selbstvertrauen, Handlungssicherheit und innere Stärke zu entwickeln, stand im Mittelpunkt des jüngsten Treffens des Arbeitskreises „Frühkindliche Bildung in Lippe“. Dafür kamen Fach- und Honorarkräfte aus Kindertageseinrichtungen und den Frühen Hilfen zusammen, um sich mit dem Thema „Nein-Sagen allein genügt nicht! – Resilienz von Kindern im pädagogischen Alltag stärken“ auseinanderzusetzen.
Ziel des Arbeitskreises ist es, Fachkräfte durch Vernetzung und Weiterbildung in ihrer Arbeit zu unterstützen und damit langfristig die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern zu stärken. Margit Monika Hahn und Britta Grebe vom Kreis Lippe sind die Leiterinnen des Arbeitskreises. Beide heben die Bedeutung solcher Fortbildungsangebote hervor: „Die Anforderungen an die frühkindliche Bildung wachsen stetig. Umso wichtiger sind Orte des fachlichen Austauschs, an denen Wissen geteilt, Erfahrungen reflektiert und neue Impulse für die Praxis gewonnen werden können.“
Referentin Bettina Papenmeier von der Fachstelle Kinderschutz des Kreises Lippe verdeutlichte in ihrem Vortrag, dass Prävention weit über das Vermitteln einfacher Verhaltensregeln hinausgeht. „Ein klares ‚Nein‘ kann ein wichtiger Baustein sein. Resilienz entsteht jedoch dort, wo Kinder verlässliche Beziehungen erleben, ihre Gefühle ernst genommen werden und sie Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten entwickeln können“, erklärte Papenmeier. Kinder würden insbesondere dann gestärkt, wenn sie die Erfahrung machten, Herausforderungen selbst bewältigen zu können und dabei von Erwachsenen begleitet und unterstützt würden.
Im Austausch mit den Teilnehmenden ging es um die Frage, wie Ansätze zur Resilienzförderung in den pädagogischen Alltag integriert werden können, ohne zusätzliche Belastungen für Fachkräfte zu schaffen. Des Weiteren diskutierten sie Möglichkeiten, Kinder in ihrer Selbstwirksamkeit zu stärken, Belastungssignale frühzeitig zu erkennen und angemessen darauf zu reagieren. Anhand praxisnaher Beispiele wurden Strategien vorgestellt, die bereits bei jungen Kindern die Entwicklung von Widerstandskraft, sozialer Kompetenz und Selbstvertrauen fördern. Die Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit zudem für den fachlichen Austausch über aktuelle Herausforderungen in der frühkindlichen Bildung.
Als nächstes Thema steht für den Arbeitskreis der Frühkindliche Bildung in Lippe „Trauer, Abschiede und interkulturelle Perspektiven auf Trauer“ im Mittelpunkt.
PM Kreis Lippe
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