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Psychotherapie stärken statt kaputtsparen: Grüner Robin Wagener sichert Psychotherapeut*innen in Lippe Unterstützung zu

Im Gespräch mit Psychotherapeutinnen in Detmold hat der grüne Bundestagsabgeordnete Robin Wagener die Kürzungen der Bundesregierung bei der Vergütung psychotherapeutischer Leistungen scharf kritisiert und ihnen seine Unterstützung bei der Forderung nach Reformen in der psychotherapeutischen Versorgung zugesichert.

„Während psychische Erkrankungen zunehmen und Betroffene oft monatelang auf einen Therapieplatz warten, kürzt die Bundesregierung ausgerechnet bei der psychotherapeutischen Versorgung. Das verschärft die bestehenden Probleme weiter“, erklärt Robin Wagener, Grüner Bundestagsabgeordneter für Lippe.

Die Therapeut*innen berichteten von einer bereits heute angespannten Versorgungslage. Auch in Lippe steigen die Fallzahlen psychischer Erkrankungen, während die vorhandenen Kapazitäten stark ausgelastet sind. Die zum 1. April beschlossene Honorarkürzung von 4,5 Prozent drohe die Situation zusätzlich zu verschärfen.

Für den Abgeordneten ist klar: „Wer bei Psychotherapie spart, spart am falschen Ende. Frühzeitige Behandlung verhindert Chronifizierungen, Klinikaufenthalte und langfristige Arbeitsunfähigkeit. Das hilft den Betroffenen und spart der Gesellschaft erhebliche Folgekosten.“

Die Grünen setzen sich deshalb für eine grundlegende Reform der psychotherapeutischen Versorgung ein. Dazu gehören eine moderne, bedarfsgerechte Bedarfsplanung, der Ausbau ambulanter Angebote, eine bessere Versorgung schwer psychisch Erkrankter sowie eine verlässliche Finanzierung der psychotherapeutischen Weiterbildung.

Besonderen Handlungsbedarf sieht Wagener bei Kindern und Jugendlichen: „Mehr als jede zweite psychische Erkrankung beginnt bereits in jungen Jahren. Deshalb brauchen wir endlich eine Versorgung, die sich am tatsächlichen Bedarf orientiert und nicht an veralteten Planungsgrundlagen aus den 1990er Jahren.“

Für die teilnehmenden Psychotherapeut*innen machte Anja Rütten, Mitglied des Aktionsbündnisses Psychotherapie, deutlich: „Wir freuen uns über die klare Unterstützung durch Herrn Wagener. Die geplanten Kürzungen treffen nicht nur unsere Praxen, sondern vor allem die gesetzlich versicherten Patientinnen und Patienten, die schon heute viel zu lange auf Hilfe warten müssen. Wer psychische Gesundheit stärken will, darf die ambulante Versorgung nicht schwächen.“

Zugleich riefen die Therapeutinnen zu weiterem Protest gegen die geplanten Einschnitte auf. „Wir werden nicht hinnehmen, dass eine funktionierende und wirksame Versorgungsstruktur aus Spargründen gefährdet wird. Deshalb laden wir alle Betroffenen, Angehörigen und Unterstützerinnen ein, sich unserem Protest anzuschließen“, erklärte Rütten. Das Aktionsbündnis Psychotherapie ruft für Samstag, den 13. Juni, ab 10 Uhr zu einer Kundgebung an der Bruchstraße vor der Cosmo Lounge auf.“

Pressemitteilung Büro Robin Wagner (MdB) Die Grünen

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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