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Maibolte: Grüne stehen hinter dem Ausbau des Kompostwerks

Lemgo. Die Grünen in Lemgo stehen hinter dem Ausbau des Kompostwerks Maibolte. Das hat Ratsmitglied Dr. Burkhard Pohl, Vorsitzender des Ausschusses für Umwelt und Klima, nach einem Besuch der Anlage erklärt. Er sieht hier eine doppelte Chance: „Der Ausbau sichert die Entsorgung und Aufarbeitung der Grünabfälle für Jahrzehnte auf hocheffiziente Weise. Darüber hinaus stärkt die Anlage auch die erneuerbare Wärmeversorgung in Lemgo und unterstützt unsere städtischen Klimaziele.“ Ein Wermutstropfen: Frisch gepflanzter Stadtwald muss weichen. Die Grünen fordern daher einen ökologischen Ausgleich durch Aufforstung in Waldnähe.

Nun steht die Verdoppelung auf eine Gesamtfläche von 10,6 Hektar an. Das bestehende Kompostwerk verarbeitet derzeit jährlich rund 48.000 Tonnen. Geplant sind 85.000 Tonnen, denn auch aus dem Kreis Herford und von der Stadt Bielefeld kommen künftig Bio- und Grünabfälle, so dass die erweiterte Kapazität voll genutzt wird. Pohl: „Hier lohnt sich die Einspeisung an die Stadtwerke und damit die Nutzung als Gas für Lemgoer Fernwärme – das erhöht den Anteil der erneuerbaren Wärme.“

Allerdings führt die Anlieferung von diesen Mengen an Kompost aus anderen Kommunen zu einem erhöhten Verkehrsaufkommen: etwa 13 Lastwagen täglich in Spitzenzeiten wie im Sommer, im Winter sind es weniger. Die Fraktion der Grünen befürwortet den Vorschlag, dass die Lastwagen auf der südlichen Umgehung um Lemgo geführt werden. Allerdings bleibt die Kreuzung Sieben Linden das verkehrstechnische Nadelöhr. „Die Lastwagen sollten das Kompostwerk nur zu verkehrsärmeren Zeiten anfahren, um die Situation nicht weiter zu belasten“, sagt dazu Ko-Fraktionsvorsitzende Dr. Katharina Kleine Vennekate.

Der Einladung der beiden Vorsitzenden Kleine Vennekate und Detlef Höltke zu einem informativen Rundgang waren rund 20 Mitglieder, aber auch einige interessierte Bürger gefolgt. Der Geschäftsführer der Abfallbeseitigungs-GmbH Lippe, Ulrich Schlotthauer, und Dr. Ute Röder, stellvertretende Geschäftsführerin des Abfallwirtschaftsverband Lippe, führten die interessierten Gäste durch die verschiedenen Bereiche des Kompostwerks.

Bei der Anlieferung für Private und Betriebe gab es Verwunderung über die zahlreichen fehlerhaft befüllten grünen Tonnen – das macht zusätzliches Sortieren nötig, verursacht also Kosten. Die Kompostmasse, lernten die Besucher, wird in mehreren Schritten verfeinert. Ein flüssiger Gärrest von 15.000 Tonnen pro Jahr fällt für die Landwirtschaft an, das Blockheizkraftwerk auf dem Gelände selbst wird mit dem anfallenden Gas betrieben, und aus der sogenannten Nachrotte entstehen immerhin 7.000 Tonnen wertvoller Humus.

PM Die Grünen Lemgo

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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