Zwei außergewöhnliche Streichquartette auf einmal
Lemgo. Streichquartett erwünscht? Dann nichts wie hin ins Weserrenaissance-Museum Schloss Brake. Am Sonntag, 31. Mai, treffen um 15 Uhr zwei außergewöhnliche Werke aufeinander. Das “Seeberg Quartett” spielt zum einen das Streichquartett Nr. 2 a-Moll op. 13 von Felix Mendelssohn Bartholdy und zum anderen das Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110 von Dmitri Schostakowitsch. Trotz des zeitlichen Abstands von mehr als hundert Jahren verbindet beide Komponisten die intensive Suche nach persönlichem Ausdruck.
Mendelssohns Quartett entstand 1827, klingt leidenschaftlich, romantisch und poetisch. Es beeindruckt außerdem durch den Einfluss der späten Beethoven-Quartette. Wiederkehrende Motive verleihen dem Werk eine besondere innere Geschlossenheit und Ausdruckskraft.
Schostakowitschs achtes Streichquartett wurde 1960 komponiert und gehört zu den bewegendsten Werken des 20. Jahrhunderts. Geprägt von Kriegserfahrungen und persönlicher Verzweiflung, zieht sich das berühmte DSCH-Motiv – die musikalischen Initialen des Komponisten – durch das gesamte Werk und schafft eine düstere, eindringliche Atmosphäre.
Das “Seeberg Quartett” besteht aus vier chinesischen Musikerinnen und Musikern. Es spielen Yangchun Zhang (1. Violine), Xinyi Sun (2. Violine), Jingkai Feng (Viola) und Xinyu Liu (Violoncello). Der Name des Quartetts leitet sich von der Herkunft der Mitglieder ab: Zwei Musiker stammen aus Shanghai, dessen Schriftzeichen für „See“ enthalten ist. Die anderen beiden kommen aus der Provinz Shanxi, deren Schriftzeichen für „Berg“ steht.
Bei diesem Kammerkonzert handelt es sich um eine Kooperation zwischen dem Weserrenaissance-Museum Schloss Brake und dem Landestheater Detmold. Die Besucherinnen und Besucher erwartet ab 14 Uhr und in der Pause ein köstliches Kaffee- und Kuchenangebot.
Tickets gibt es zum Preis von 18 Euro (ermäßigt 9 Euro) im Vorverkauf an der Museumskasse oder unter Tel. 05261-2502190 oder per Mail an: kasse@museum-schloss-brake.de.
PM WRM Schloss Brake



