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Mitmach-Mittwoch: Von guter Arbeit, Nachhaltigkeit und künstlicher Intelligenz

Der Auftakt ist gemacht: Unter dem Titel „Mitmach-Mittwoch“ lädt die Stadtverwaltung in diesem Jahr zum Dialog über die Lemgoer Nachhaltigkeitsstrategie ein. Beim ersten Mitmach-Mittwoch im anno 1578 ging es besonders um „Gute Arbeit und nachhaltiges Wirtschaften“. Viele Bürgerinnen und Bürger kamen vorbei, um Ideen einzubringen, mehr zu Nachhaltigkeit und eigenen Möglichkeiten zu erfahren und um der Podiumsdiskussion zum Thema „Gute Arbeit – auch mit KI“ zu lauschen.

„Oh, so einen großen Unterschied hätte ich nicht erwartet!“ war eine häufige Reaktion an der Klima-Waage. Damit konnten Interessierte im wahrsten Sinne des Wortes abwägen, wie viel CO2 verschiedene Aktivitäten und Gegenständen verbrauchen bzw. einsparen. Reduziert man beispielsweise die Zeit, die man unter der Dusche verbringt, um die Hälfte, spart man im Schnitt 341kg CO2 jährlich.

Größer Publikumsmagnet war die Podiumsdiskussion am Abend zum Thema „Gute Arbeit – auch mit KI“. Auf dem Podium diskutierten Dr. Sarah Depenbusch (Technische Hochschule OWL), Rudolf Langemann (Vorstand der Lebenshilfe Lemgo e.V.) und Daniel Neufeld (geschäftsführender Gesellschafter der Haustechnik Neufeld & Jodko GmbH) zu aktuellen Fragestellungen rund ums Arbeiten in Zeiten künstlicher Intelligenz. Bei dem interaktiven Format konnte sich das Publikum über ein Abstimmungsprogramm live beteiligen und den Verlauf der Diskussion mitbestimmen.

Schon mit der Beantwortung der ersten Frage („Ist KI wichtig für gute Arbeit?“) wurde klar, dass sich auch die Zuschauenden bereits Gedanken zu dem Thema gemacht hatten. Bei den meisten war die künstliche Intelligenz im Arbeitsalltag aber bisher nur im geringen Maße eingebunden. Die meist genannte Anwendungsmöglichkeit waren Chatbots, um einfachere oder schwierigere Fragestellungen im Job zu lösen. „Insbesondere im Handwerk fehlt es derzeit noch an guten Anwendungsmöglichkeiten“, so Daniel Neufeld. Rudolf Langemann ergänzte: „Zum Diktieren von Berichten ist es eine Erleichterung. Aber bei der Lebenshilfe steht der Mensch im Mittelpunkt. Das darf sich auch durch KI nicht ändern.“

Bisher fehle es noch an klaren Grenzen, da waren sich die Diskutierenden einig. Arbeitgeber müssten klar definieren, wo KI im Arbeitsalltag eingesetzt werden soll und wie sie genutzt werden darf. Oftmals werde dieses noch als Grauzone wahrgenommen, was bei den Arbeitnehmern und Arbeitnehmerinnen Unsicherheiten hervorrufe. Dennoch sah Dr. Sarah Depenbusch viel Potential für die Zukunft: „In nahezu allen Bereichen wie Effizienzsteigerung, Kreativität und Nachhaltigkeit gibt es große Potentiale für KI. Das lässt sich nicht nur auf einen Bereich einschränken.“

Der erste Mitmach-Mittwoch bildete den Auftakt für die Veranstaltungsreihe. Mitte April ist der nächste Termin geplant.

PM Stadt Lemgo

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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