Großes Interesse an Informationsveranstaltung zum Wohnprojekt im Lemgoer Süden
In der jüngsten Veranstaltung der Nachbarschaft Lemgo Süd am Freitag, 06.02.2026 im Quartierszentrum in der Laubke ging es um die Vorstellung des Projektes „Wohnen und alt werden in der Laubke“ sowie eine Information zu den weiteren Entwicklungen im Baugebiet „Bebauungsplan 26 01.69 Oberer Pahnsiek/Am Stiftsland“.
Die Nachbarschaft Lemgo Süd konnte Geschäftsbereichsleiter Karl Wessel von der Stadtverwaltung Lemgo sowie Pastor Nikolai Kimbel von der Evangelischen Freikirche Mennonitische Brüdergemeinde Lemgo e.V., Peter Dück, Geschäftsführer des Christlichen Schulförderverein Lippe e.V. und Arthur Giesbrecht, Geschäftsführer des Christlichen Sozialwerkes OWL e.V. im vollbesetzten Quartierszentrum begrüßen.
Einführend ging Moderator Karl-Heinz Mense auf die langjährigen und verschiedenen Beratungen in der Quartiersarbeit, die Bürgerbeteiligung zum Freizeitstättenentwicklungskonzept sowie die diversen Sitzungen der Nachbarschaft zum Thema Schaffung von Seniorenwohnungen / Mehrgenerationenwohnen in Lemgo Süd ein. Er dankte Wilfried Waibel, Rolf Gronemeier und Ulrich Kramer, die sich in der Quartiersarbeit mit dem Thema eingehend beschäftigt und dafür auch andere Wohnprojekt bereist hatten.
Aufgrund der Ausschreibung der Stadt für die Flächen südlich und westlich des Quartierszentrums hat die Ev. Freikirche Mennonitische Brüdergemeinde Lemgo e.V. (MBG Lemgo) gemeinsam mit dem Christlichen Schulförderverein e.V. und dem Christlichen Sozialwerk OWL e.V. ein Projekt entwickelt, das die Errichtung eines Wohnkomplexes mit insgesamt 53 Wohneinheiten vorsieht. Geplant seien 11 Zwei-Zimmer-Apartments sowie 42 Ein-Zimmer-Apartments mit eigenem Bad und Küchenzeile, jeweils für ältere und unterstützungsbedürftige Menschen.
Die eingereichten Projektunterlagen wurden von den Vertretern vorgestellt. Der Fokus werde auch auf den anzubietenden Betreuungsleistungen liegen, dafür soll eine eigenständige Tagespflegeeinrichtung entstehen sowie unterstützend ambulante Pflege- und Hauswirtschaftsleistungen. Außerdem sollen Gemeinschaftsbereiche, die Raum für Begegnung schaffen, wie ein Wohncafé oder ein Quartiersraum, ergänzt werden. Hinzu komme ein parkähnliches Gartengrundstück, auf dem Aufenthaltsbereiche, Treffpunkte, Sonnen- und Schattenzonen, Sitzgelegenheiten errichten werden sollen. Gegebenenfalls auch Selbstgärtner-Bereiche und Staudenbeete, die in die gärtnerische Gestaltung einfließen sollen. Das Planungskonzept stütze sich auf die Prinzipien des Umweltschutzes, der Erhaltung und der Nachhaltigkeit.
Nach der Vorstellung standen die Projektvertreter den zahlreichen interessierten Bürgerinnen und Bürgern für ihre Fragen zur Verfügung. Mehrheitlich wurde grundsätzlich das Projekt positiv bewertet, wie zu erwarten war entwickelte sich eine rege Diskussion zu verschiedenen Punkten. Dabei machte Peter Dück deutlich, dass es sich im jetzigen Verfahrensstand verständlicherweise um einen Entwurf handele der nach Vergabe durch die Stadt noch der Konkretisierung bedürfe. Wilfried Waibel zeigte auf, welche Bedeutung auch der vorgestellte Cafebereiche für die BesucherInnen des Friedhofs, aber auch für das gemeinsame Miteinander haben könne. Hendric Schwär-Fröhlich, der seit mehreren Jahren die erfolgreiche Quartiersarbeit im Lemgoer Süden steuert, verwies auf das gute, vielfältige und konstruktive Miteinander im Quartier, das wichtig sei zu erhalten und sich wünschenswerter Weise auch im Wohnprojekt spiegeln sollte.
Im Ergebnis kristallisierte sich heraus, dass eine Verbindlichkeit bei der Berücksichtigung auch von langjährig in Lemgo Süd wohnenden Menschen bei der Wohnungsvergabe sowie ein Anteil von nicht an Einkommensgrenzen gebundenen Wohnungen wichtig für die Nachbarn ist.
Im Anschluss erfolgte ein Ausblick auf die aktuellen Entwicklungen im Baugebiet „Bebauungsplan 26 01.69 Oberer Pahnsiek/Am Stiftsland“ durch Geschäftsbereichsleiter Karl Wessel. Er gab Informationen zu den weiteren Abläufen, ging auf Wegeführungen und das wichtige Thema der Oberflächenentwässerung ein.
Abschließend dankte Moderator Karl-Heinz Mense allen Vortragenden für die interessanten Informationen und den Anwesenden für die rege, teilweise auch kontroverse aber grundsätzlich faire Diskussion.
PM Nachbarschaft Lemgo Süd / Karl-Heinz Mense



