Lesung mit der Autorin Jehona Kicaj im anno 1578

Inhalt
In ihrem ergreifenden Debüt, das für die Shortlist des Deutschen Buchpreises 2025 nominiert wurde, verleiht die Autorin dem Unausgesprochenen und Verdrängten eine Stimme. Der ungewöhnliche Titel »ë« steht für einen Buchstaben, der in der albanischen Sprache eine wichtige Funktion hat, obwohl er meist gar nicht ausgesprochen wird. Das Werk erzählt von dem in Deutschland kaum bekannten Kosovokrieg und erinnert an das Leid von Familien, die ihre Heimat verloren haben, deren ermordete Angehörige anonym verscharrt wurden und bis heute verschollen oder nicht identifiziert sind.
Eine Vergangenheit, die nicht vergehen kann, weil sie buchstäblich in jeder Faser des Körpers steckt, wird von Jehona Kicaj im wahrsten Wortsinn zur Sprache gebracht.
Autorin
Als Kind von Geflüchteten aus dem Kosovo ist die Erzählerin auf der Suche nach Sprache und Stimme. Sie wächst in Deutschland auf, geht in den Kindergarten, zur Schule und auf die Universität, sucht nach Verständnis, aber stößt immer wieder auf Zuschreibungen, Ahnungslosigkeit und Ignoranz. Als der Kosovokrieg Ende der 90er-Jahre wütet, erlebt sie ihn aus sicherer Entfernung. Doch auch in der Diaspora sind Krieg und Tod präsent – sie werden nur anders erlebt als vor Ort.
Teilnahme
Wann? 16. April 2026, 18.30 Uhr
Wo? anno 1578 | Mittelstraße 70 | Lemgo
Wie? Kostenfrei; Anmeldung unter https://eveeno.com/jehonakicaj
Organisiert wird die Veranstaltung mit Unterstützung der Gleichstellung der TH OWL.



