Sport

Durchwachsene Leistung reicht für Finaleinzug

Dem TBV Lemgo Lippe wurde beim Halbfinale des 1. BS Energy Bundesliga-Cups alles abverlangt. Gegen den ambitionierten Gastgeber und Drittligisten MTV Braunschweig taten sich die Lipper lange schwer, konnten sich letztendlich jedoch verdient mit 35:31 (16:17) durchsetzen. Im Finale trifft das Team von Florian Kehrmann morgen (5.8.) um 20 Uhr auf den Sieger der Begegnung Hannover-Burgdorf gegen TuS N-Lübbecke.

Beim Vorbereitungsturnier in Braunschweig mussten die Lemgoer weiterhin auf Bobby Schagen verzichten – auch Nicolai Theilinger wurde erneut geschont. Zudem hatte sich Spielmacher Lukas Hutecek im Abschlusstraining am Donnerstag eine leichte Knieverletzung zugezogen und wird den Lippern in den kommenden Tagen fehlen. Aufatmen konnten die TBV-Verantwortlichen hingegen bei Frederik Simak und Jan Brosch, die leicht angeschlagen aus dem Trainingslager in Kristianstad zurückgekehrt waren, sich jedoch rechtzeitig zum Bundesliga-Cup in Braunschweig fit zurückmeldeten. Für Schagen reiste Frederik Puls vom Team HandbALL mit nach Braunschweig.

In das Duell mit dem von Volker Mudrow trainierten Drittligisten Braunschweig startete Kehrmann im Angriff mit folgender Sieben: Finn Zecher, Leve Carstensen, Emil Buhl Laerke, Tim Suton, Jan Brosch, Niels Versteijnen und Lukas Zerbe. Dass die Braunschweiger bis in die Haarspitzen motiviert waren, machte der MTV-Keeper schnell klar und parierte gegen den völlig frei vor ihm auftauchenden Brosch stark. Im Angriff agierten die Gastgeber häufig im 7 gegen 6 und stellten die Lemgoer Abwehr damit immer wieder vor Probleme. Nach 18 Minuten erspielten sich die TBV-Handballer dennoch erstmals eine knappe Drei-Tore-Führung, als Thomas Houtepen den Ball aus dem Rückraum unhaltbar zum 12:9 in den Winkel des Braunschweiger Gehäuses warf. Doch wer nun dachte, dass der MTV nachgeben würde, sollte sich getäuscht haben. Denn die MTV-Spieler nutzen Unzulänglichkeiten im Lemgoer Abwehrspiel aus und eroberten sich noch vor der Halbzeitpause eine 16:17-Führung.

Auch im zweiten Abschnitt legten die Braunschweiger los wie die Feuerwehr. Nach 36 gespielten Minuten rieben sich die Zuschauer in der gut gefüllten Sporthalle Alte Waage die Augen, als der Drittligist mit 18:22 in Führung lag. Doch mit einem 4:0-Lauf unterbrachen die Lemgoer die starke Phase der Hausherren und egalisierten den Spielstand nach 39 Minuten auf 22:22. In der Folge drehte u.a. der junge Puls ordentlich auf, traf zunächst sicher von außen (46., 28:26), klaute den Braunschweigern wenige Sekunden später den Ball und brachte den TBV mit seinem Treffer zum 29:26 auf die Siegerstraße. Bester Werfer beim 35:31-Erfolg war Versteijnen mit sechs Treffern.

Auf wen die Lemgoer im morgigen Finale treffen, wird aktuell noch ermittelt. Im zweiten Halbfinale stehen sich Hannover-Burgdorf und Zweitligist TuS N-Lübbecke gegenüber. Anwurf des Finals ist am Samstag um 20 Uhr. Das Finale wird im kostenpflichtigen Livestream der Braunschweiger Zeitung übertragen.

Stimme zum Spiel von Florian Kehrmann: „Wir haben es über das gesamte Spiel nicht geschafft, das wirklich sehr gut gespielte 7 gegen 6 von Braunschweig zu verteidigen. Sie haben dort so gut wie keine Fehler gemacht und uns wenig Chancen gegeben, in den Gegenstoß zu kommen. In der Abwehr war es heute zu wenig. Wir haben Abpraller verloren, nicht genug um die Kreisläufer herum gekämpft und zu oft einen Schritt zu wenig gemacht. Braunschweig hat das erkannt und sehr gut ausgenutzt. Vorne haben wir es gegen ihre sehr aggressive Abwehr gut gemacht. Mit wenigen Fehlern haben wir uns immer wieder Torchancen herausgearbeitet. Letztendlich fehlten jedoch die Ballgewinne in der Abwehr. Daran müssen wir weiter hart arbeiten. Positiv ist dennoch, dass wir das Spiel hinten heraus souverän gewinnen, obwohl unsere Personalsituation derzeit nicht wirklich gut ist.“


Tore für den TBV: Zehnder (3/3 ), Brosch (4), Laerke (4), Carstensen (5), Suton (2), Zerbe (2), Versteijnen (6), Houtepen (2), Puls (5), Kastelic (2)

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