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KulturPressemitteilungen

„Das Schweineparadies“: Friedo Petig verfasst Bildband für Kinder

Von Ringelschwänzchen und Rüsselnasen

Kreis Lippe. Dass Friedo Petig ein wortgewandter Zeitgenosse ist, ist längst kein Geheimnis mehr. Unter anderem sechs erfolgreiche Bände der Reihe „Der Lipper an sich“ sowie der gleichnamige Film sprechen für sich. Nun hat der leidenschaftliche Autor, der ein nicht minder leidenschaftlicher Landwirt und Schweinehalter ist, seine beiden Passionen gebündelt und einen Bildband für Kinder mit dem Titel „Das Schweineparadies“ herausgebracht. Ein Titel, der auf den ersten Blick stutzen lässt. Vergeht doch kaum ein Tag, an dem keine Diskussion um Großschlachtereien und Haltungsbedingungen, um Tierwohl und Verbraucherinteressen in den Schlagzeilen entbrennt, während parallel immer neue Auflagen und Vorschriften den Schweinehaltern zusetzen.

Historische Fotos und kindgerechte Reime

Blättert er durch die rund 80 Seiten, eröffnet sich dem Leser indes tatsächlich eine Wohlfühloase für Borstentiere. Zu sehen sind Fotos aus dem Hofleben der Familie Petig und ihrer Schwäbisch-Hällischen-Landschweinezucht. Eine robuste, alte Rasse, die aufgrund ihrer markanten Fellzeichnung sofort ins Auge fällt: schwarzer Kopf, schwarzes Hinterteil. Und dazwischen: „schweinchenrosa“. Die Bilder der Alltagssituationen, die zu einem großen Teil noch im Zeitalter der Analogfotografie entstanden sind, nehmen den Betrachter mit auf eine Zeitreise von den 1950 Jahren bis in die Gegenwart. Ungekünstelt und ohne nostalgischen Zuckerguss dokumentieren die Fotos nicht nur einen Ausschnitt der Petigschen Hofhistorie, sondern zeigen gleichermaßen, dass Schweine auch heutzutage durchaus zum Landschaftsbild dazugehören können wie Kühe, Schafe und Pferde. Zugleich ermöglicht Friedo Petig seinen Lesern, das Schwein aus einem neuen Blickwinkel heraus als intelligentes, sympathisches Mitgeschöpf wahrzunehmen.

In erster Linie jedoch hat der emsige Begaraner Landwirt sein Buch für Kinder herausgebracht: „Wir leben in Zeiten, in denen es von morgens bis abends um existenzielle und kaum lösbare globale Konflikte geht. Da muss, finde ich, insbesondere für Kinder ab und zu eine Geschichte her, die ohne moralischen Zeigefinger daherkommt und einfach nur unterhält und schmunzeln macht“, beschreibt Friedo Petig seine Intention.

Unterwegs mit den Schweinchen Berta und Alberta

Die kurzen gereimten Zeilen, die er jedem Bild zur Seite gestellt hat, erzählen die Geschichte der beiden Ferkel Berta und Alberta sowie des Ebers Kurt, die nebst diverser Verwandtschaft auf einem 500 Jahre alten Bauernhof im Lipperland heimisch sind. Obwohl Wald, Wiese und Heide mehr als genug Platz zum Suhlen, Weiden und Wühlen bieten, wird es den cleveren Nachwuchsschweinchen irgendwann langweilig. So erfinden sie unter anderem das Schweinerennen und düsen mit der gesamten Schweinebande über Stock und Stein – immer den kleinen Rüsselnasen nach, sodass die kurzen Beinchen nur so fliegen, die Ringelschwänze wippen und die schwarzen Schlappohren im Wind flattern.

Abgerundet wird der in der Otio-Verlagsbuchhandlung als Paperback erschienene Bildband mit einer Handvoll in feinem Strich gezeichneten Illustrationen von Ulrich Tasche. Das für große Leser genauso wie für kleine Bildbetrachter geeignete Büchlein kostet 12,80 Euro und ist unter anderem im regionalen Buchhandel und bei der Lippischen Landes-Zeitung erhältlich oder über die Website www.friedo-petig.de zu beziehen.

PM Karen Hansmeier

Hausmann Optik
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