Ehrenamtlicher Denkmalpfleger verabschiedet
Jemanden wie Helmut Strüßmann gibt es in Lemgo kein zweites Mal und auch woanders suchen sein Fachwissen und sein damit verknüpftes Engagement ihresgleichen. Mit großer Dankbarkeit hat Bürgermeister Markus Baier Lemgos ehrenamtlichen Denkmalpfleger nun aus seinem besonderen Ehrenamt verabschiedet.
„Es gibt Menschen, deren Wirken sich nicht nur in Akten, Beschlüssen oder Projekten abbildet, sondern im Stadtbild selbst. Menschen, deren Handschrift man lesen kann, in Straßen, Plätzen, Häusern“, so beschrieb Bürgermeister Markus Baier das Vermächtnis von Helmut Strüßmann in seiner Rede.
Helmut Strüßmanns Fachkenntnis begründet sich nicht nur in seiner Leidenschaft für Denkmalschutz und Stadtentwicklung, sondern auch in seiner langjährigen Berufstätigkeit. Zunächst als hauptamtlicher Denkmalpfleger der Alten Hansestadt, Leiter der Bauaufsicht, des Hochbauamtes und schließlich als Geschäftsbereichsleiter und Betriebsleiter der Gebäudewirtschaft. Die Denkmalpflege blieb dabei stets in seinen fähigen Händen.
Der Bürgermeister hob Helmut Strüßmanns Fähigkeit hervor, gleichzeitig nach vorne zu blicken und den Respekt vor dem baulichen Erbe und gewachsenen Gesicht der Stadt zu wahren. Dabei hat Helmut Strüßmann auch nie davor zurückgeschreckt, eine andere Perspektive zu begründen und anzuhören, um ein Thema von allen Seiten zu betrachten.
„Denkmalpflege bedeutet nicht, die Vergangenheit einfach festzuhalten. Sie bedeutet, klug zu entscheiden, was bewahrt werden muss, wie es bewahrt werden kann und wie es in eine lebendige Stadt integriert wird. Es geht um Abwägung, um Fachwissen, aber auch um Überzeugungskraft. Wer mit Ihnen gearbeitet hat, weiß: Sie konnten erklären. Sie konnten auch begeistern. Und Sie konnten auch standhaft bleiben, wenn es notwendig war“, sagte Markus Baier.
Seit Anfang der 90er Jahre war Helmut Strüßmann stets eingebunden in die Gestaltung des Tages des offenen Denkmals. Das haben über die Jahrzehnte viele Lemgoerinnen und Lemgoer in Führungen, Vorträgen und Gesprächen erleben können. Und das ist auch einer der Aspekte, die Helmut Strüßmann nach seinem Eintritt in den Ruhestand als ehrenamtlicher Denkmalschützer weiter begleitet hat. Mit seinem Sachverstand stärkt er im Ehrenamt auch die Stiftung St. Marien, die lokale Aktionsgruppe der LEADER-Region „3L in Lippe“ und den lippischen Heimatbund.
Für diesen jahrzehntelangen Einsatz im Haupt- und Ehrenamt nahm Helmut Strüßmann viele Dankesworte entgegen. Mit Abgabe der Aufgabe als ehrenamtlicher Denkmalpfleger möchte er nun aus persönlichen Gründen kürzer treten.
PM Stadt Lemgo


