Starke Ideen, starke Frauen: Zehn Gründerinnen für exist Women OWL ausgewählt
Über 40 Bewerbungen, 20 Pitches und am Ende zehn ausgewählte Teilnehmerinnen: Am 24.04.2026, dem Jurytag des Förderprogramms exist Women OWL an der Campus Foundery OWL, wurden vielversprechende angehende Gründerinnen aus der Region ausgezeichnet.
Beim Gründungszentrum Campus Foundery OWL der Technischen Hochschule Ostwestfalen-Lippe fand am vergangenen Freitag die Jurysitzung statt. Ziel des Programms ist es, Frauen in einer frühen Phase auf ihrem Weg zur Unternehmerin zu unterstützen – unabhängig von Ausbildung oder beruflichem Hintergrund.
exist Women ist eine Förderlinie des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWE) im Rahmen der Start-up-Strategie der Bundesregierung und wird durch Mittel des Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) kofinanziert.
Gemeinsam mit starken Partnern – der garage33 der Universität Paderborn sowie dem Center for Entrepreneurship (CFE) der Hochschule Bielefeld – hatte die Campus Foundery OWL Frauen aus ganz Ostwestfalen-Lippe zur Bewerbung aufgerufen. Die Resonanz war groß: Über 40 Bewerbungen gingen ein.
Nach einer Vorauswahl wurden 20 Bewerberinnen eingeladen, ihre Ideen vor einer Jury zu präsentieren. In einem strukturierten Pitch-Format hatten sie jeweils fünf Minuten Zeit, ihre Geschäftsidee vorzustellen, gefolgt von einer zehnminütigen Fragerunde.
Die Bandbreite der vorgestellten Konzepte zeigte eindrucksvoll die Vielfalt des Programms: von wissenschaftlicher Visualisierung und digitalen Anwendungen in Therapie und Bildung über nachhaltige Geschäftsmodelle in Hotellerie und Mode bis hin zu Plattformlösungen im Bauwesen sowie innovativen Ansätzen aus der Raumpsychologie und dem Bereich Künstliche Intelligenz.
Die Jury setzte sich aus Vertreterinnen aus Wirtschaft, Wissenschaft und dem Gründungsökosystem zusammen, darunter Lena Hartmann (VerbundVolksbank OWL), Dr. Stefanie Rabbe (Miele New Growth Factory), Prof. Dr. Sylvia Hubner-Benz (Universität Paderborn), Jessie Wölke (No Planet B x dm) sowie Tosca Albrecht (Campus Foundery OWL). Gemeinsam wählten sie zehn Frauen für die Teilnahme am Programm aus – im Fokus standen dabei insbesondere die Gründungspersönlichkeit und das unternehmerische Potenzial.
Ausgewählt wurden:
Alisa Chirkova, Lale Karatay, Miriam Plöger, Christine Fischer, Elisa Horling, Celina Ronneburg, Yvonne Naava, Inken Schäkel, Regina Graf und Alina Tereschenko.
Am Abend der Jurysitzung kamen die Bewerberinnen erneut zusammen. In einer inspirierenden Keynote sprach Jessie Wölke über Authentizität sowie die Bedeutung von Markenaufbau und Fokussierung. Im Anschluss wurden die Stipendiatinnen im Rahmen einer feierlichen Urkundenübergabe ausgezeichnet.
Für viele Teilnehmerinnen war dieser Moment etwas ganz Besonderes. So beschreibt die Stipendiatin Miriam Plöger ihre Erfahrung:
„Ich habe mich sehr gefreut, dass ich als Gründerin in einer stark digital geprägten Zeit mit einem analogen Projekt sichtbar werde, das Verbindung zwischen Eltern und Kindern fördert.“
Auch für das Organisationsteam war der Abend ein emotionaler Meilenstein. Pia Güttner, Programmkoordinatorin von exist Women OWL, sagt:
„Freitagabend war ein echter Full-Circle-Moment für mich. Als die 10 Stipendiatinnen ihre Urkunden entgegennahmen – zuversichtlich, aufgeregt, stolz und gerührt – wurde ich wieder daran erinnert, dass wir nicht nur Startups beraten, sondern Träume ermöglichen und jungen Frauen die Hand reichen, die das Potenzial haben, wirklich etwas zu bewegen.“
Die ausgewählten Teilnehmerinnen erhalten nun eine Sachmittelpauschale in Höhe von 2.000 Euro sowie Zugang zu einem umfangreichen ideellen Förderprogramm mit Workshops, Coaching und Mentoring. Ein besonderes Highlight wird eine gemeinsame Intensivwoche sein, in der die Gründerinnen ihre Vorhaben gezielt weiterentwickeln.
Im weiteren Verlauf des Programms haben die Teilnehmerinnen zudem die Chance, sich für eines von fünf Vollstipendien zu qualifizieren, die in einer späteren Pitch-Runde vergeben werden und auch den Lebensunterhalt für drei Monate sichern.
„Die Vielfalt und Qualität der Bewerbungen war dieses Jahr sehr beeindruckend und wir freuen uns sehr, nun eine so diverse und engagierte Kohorte begleiten zu dürfen“, sagt Tosca Albrecht von der Campus Foundery OWL. „Ich freue mich auf die kommende spannende Phase – unsere eigentliche Arbeit beginnt jetzt, wenn aus den Geschäftsideen konkrete Unternehmen entstehen.“
Mit dem erfolgreichen Jurytag ist der Startschuss für die nächste Programmrunde gefallen und für die ausgewählten Gründerinnen beginnt nun eine intensive Reise in Richtung Gründung.
PM TH OWL



