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Rückblick Projektschau Transferjahr 25: Teamergebnisse erlebbar gemacht

Aus realen Fragestellungen und Herausforderungen werden konkrete Lösungen und innovative Ideen: Die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL) hat beim Transferjahr 25 gemeinsam mit vielen Menschen aus Gesellschaft, Vereinen und Unternehmen „einfach mal gemacht“.

Der erste Durchlauf endete mit einer großen Projektschau im CIIT auf dem Innovation Campus Lemgo. Vergangenen Freitag, 24. April, konnten die Besucher:innen entdecken, welche Lösungen entstehen, wenn engagierte junge Menschen zusammenarbeiten, ihre Perspektiven bündeln und kreative Antworten auf die realen Fragestellungen der Region finden.

Das Motto des Transferjahres 25 stand auch beim Abschlussevent im Mittelpunkt: „einfach machen“. Insgesamt 14 studentische Projektteams hatten ihre Ergebnisse für ein breites Publikum aufbereitet. Die einzelnen Stationen luden dazu ein, selbst aktiv zu werden. Unter Anleitung der Studierenden konnten die Gäste vieles ausprobieren: von Escape Rooms über Virtual-Reality-Anwendungen bis hin zu sensorischen Angeboten. Im Mittelpunkt standen dabei Austausch, Begegnung und gelebter Erfahrungs- und Wissenstransfer.

Den Auftakt der Projektschau bildete ein rund einstündiges Bühnenprogramm, moderiert von Julia Wunderlich aus dem Organisationsteam des Transferjahres 25. Vizepräsident für Forschung und Transfer, Professor Dr. Stefan Witte, zog gemeinsam mit Professor Dr. Josef Löffl, Leiter des Instituts für Wissenschaftsdialog, Bilanz. Beide hatten das Konzept des Transferjahres entwickelt und dessen Umsetzung begleitet. Ihr Ziel: die Region Ostwestfalen-Lippe und die TH OWL enger miteinander zu verzahnen und sichtbar zu machen, wie beide Seiten voneinander profitieren. Eine gute Gelegenheit, innovative Lehrformate mit hohem Praxisanteil auszuprobieren und breit in die Hochschule zu tragen.

„Die Idee für das Transferjahr 25 war schnell geboren – herausfordernder war die Umsetzung. Mit diesem Konzept, das fachbereichsübergreifend und über die TH OWL hinaus wirken soll, haben wir in vielerlei Hinsicht Neuland betreten. Uns war aber klar: Wir machen das jetzt. Schrittweise haben wir auf dem Weg dann Lösungen entwickelt – ganz ähnlich wie die Studierenden in ihren Projekten“, sagte Professor Witte.

Professor Löffl ergänzte: „Gerade in Zeiten des Umbruchs und angesichts neuer Technologien ist es wichtig, ins Handeln zu kommen und Selbstwirksamkeit zu erfahren. Genau diese Erfahrungsangebote macht das Transferjahr 25 den Ideengebenden aus der Region, den Lehrenden und Studierenden, die gemeinsam an Lösungen arbeiten.“

Auch Professor Dr. Daniel Hunold stellte in seiner Keynote zentrale Kompetenzen in den Fokus und wandte sich dabei direkt an die Studierenden. Entscheidend für die eigene Employability sei es, eine eigene Stimme zu entwickeln und zugleich teamfähig zu sein: „Zeigt euren zukünftigen Vorgesetzten, dass ihr mitdenkt und Lösungen anbietet.“ Als kleinen Mutmacher für alle, die sich bald auf den eigenen beruflichen Weg begeben, verteilte er im Anschluss Kompasse.

Wie sich die Mitarbeit in einem Transferjahrprojekt konkret anfühlt, schilderten vier Beteiligte auf der Bühne. Silvia Herrmann, Leiterin des Weserrenaissance-Museums Schloss Brake, hatte zu Beginn des Transferjahres 25 das Anliegen eingebracht, Konzepte für die Gestaltung des Außenareals zu entwickeln. Ziel war es, den Bereich rund um das Schloss attraktiver zu gestalten und neue Aufenthaltsangebote zu schaffen. „Besonders beeindruckend war die Vielfalt der Ideen, gerade weil so unterschiedliche Fachrichtungen zusammengearbeitet haben“, so Herrmann. Die Bandbreite der Ergebnisse ist groß und zieht sich von Duftgärten über Sinnesangebote mit Pflanzen hin zu aktivierenden Wegen und Spiel- und Bewegungsangeboten. „Wir haben nun eine ganze Sammlung an Entwürfen, mit denen wir weiterarbeiten können“, ergänzte sie.

Auch die Studierenden Mariella Meller und Marvin Horstbrink berichteten von ihren Erfahrungen. Beide waren am Projekt „Das Vermächtnis der Arcade – XR-Escape Room“ beteiligt, Mariella Meller zudem auch am Projekt zur Entwicklung eines Miniaturmodells des Bahnhofs Minden. „Die Themen waren so spannend, dass ich unbedingt in zwei Projekten mitarbeiten wollte. Einen Escape Room zu konzipieren, stand schon lange auf meiner Liste. Die Zusammenarbeit mit den Studierenden vom Kreativ Campus Detmold hat mir Einblicke ermöglicht, die ich in meinem Studium der Technischen Informatik so nicht bekomme. Und das Miniaturmodell war für mich auch persönlich etwas Besonderes, denn mein Opa war begeisterter Modelleisenbahner, ich habe als Kind stundenlag seine Anlagen und Aufbauten bestaunt“, verriet Meller.

Marvin Horstbrink teilte seine Erfahrung zur Teamarbeit: „Unser Escape Room-Team war mit rund 20 Studierenden sehr groß. Da war es eine echte Herausforderung, uns gut zu organisieren. Wir haben uns deshalb dezentral aufgestellt und Aufgaben klar verteilt, das hat super funktioniert. Viele von uns möchten das Projekt im nächsten Semester weiterführen.“

Ein motiviertes Team betreute auch Professor Dr. Markus Lange-Hegermann. In seinem Projekt „Neuronales Netz aus Hardware“ ging es darum, die Funktionsweise von KI-Modellen anschaulich und begreifbar zu machen. „Einige Bauteile sind noch auf dem Beschaffungsweg, aber wir sind zuversichtlich, bald ein fertiges Modell präsentieren zu können, das auch in Museen eingesetzt werden kann. Das ist nur möglich, weil die Studierenden sich weit über das Semester hinaus einbringen. Sie sind super engagiert“, lobte Professor Lange-Hegermann.

Diese und viele weitere Projektergebnisse konnten die fast 200 Gäste anschließend in der Ausstellung erkunden. Eine Besucherin aus Lemgo resümierte: „Es ist beeindruckend zu sehen, wie viel Arbeit und Ideen hinter den Projekten stecken, weit mehr, als man auf den ersten Blick erwartet.“

Das Transferjahr 25 blickt damit auf einen erfolgreichen ersten Durchlauf zurück. Nicht alles lief von Beginn an reibungslos, doch das Organisationsteam konnte wertvolle Erfahrungen sammeln, die nun in die Weiterentwicklung einfließen. Denn das Projekt geht in die nächste Runde: Aus dem Transferjahr 25 wird das Transferjahr OWL – mit noch mehr Möglichkeiten, sich einzubringen und Ideen umzusetzen. Weitere Infos folgen in Kürze.

Hintergrund: Das Transferjahr 25 wird durch TRiNNOVATION OWL unterstützt. TRiNNOVATION OWL ist ein Projekt der Bund-Länder-Initiative „Innovative Hochschule“ gefördert durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt.

PM TH OWL

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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