SINUS-Lippe: Einsatz von KI – Potenziale erkennen und nutzen, Risiken wahrnehmen und beachten
Für das Lernen und Lehren hat Künstliche Intelligenz (KI) großes Potenzial und wird aus dem Alltag unserer Schüler nicht mehr wegzudenken sein. Umso wichtiger ist es, dass in den Schulen ein klarer Rahmen zum sinnvollen Einsatz von KI erprobt und etabliert wird. Im Rahmen der SINUS-Veranstaltung des Bildungsbüros Lippe stand kürzlich für 35 Grund- und Förderschullehrkräfte das Thema „Künstliche Intelligenz“ auf der Tagesordnung.
Die Teilnehmer erhielten von den Medienberatern der Bezirksregierung Detmold, Julian Giebel und Martina Polley, vielfältige Anregungen, wie es gelingen kann, KI gewinnbringend im eigenen Berufsalltag anzuwenden und effektiv zu nutzen. Sie legten mit einem theoretischen Input die notwendige Verständnisgrundlage, klärten die Begrifflichkeit „Künstliche Intelligenz“ und baute ein Verständnis für den „EU AI Act“ und die damit einhergehenden Auswirkungen auf den Bildungsbereich auf. In diesem Zusammenhang wurde zum einen der Mehrwert, wie zum Beispiel Arbeitserleichterung oder Zeitersparnis, in den Blick genommen, aber auch mögliche Risiken, wie Halluzinationen, Deepfakes, Hacks oder Deskilling betrachtet. Die Medienberater betonten, dass „KI niemals eine Lehrkraft ersetzen kann, aber den Unterricht wirkungsvoll ergänzen und bereichern kann.“
Im Anschluss an den theoretischen Input setzten sich die Teilnehmer an verschiedenen Stationen im Medienzentrum Lippe im InnovationSPIN in Lemgo mit unterschiedlichen praktischen Einsatzmöglichkeiten auseinander, wie beispielsweise der Unterstützung bei der Unterrichtsvorbereitung, dem Schreiben von Elternbriefen oder dem Erstellen von Konzepten zur Schul- und Unterrichtsentwicklung. Die Lehrkräfte entwickelten vielfältige Ideen für Stundeneinstiege, erstellten Unterrichtsreihen, nutzten bildgenerierende KI und formulierten dabei sinnvolle Prompts, um zum Beispiel Texte auf der Basis des Grundwortschatzes zu erstellen, Texte zu vereinfachen und zusammenzufassen oder die KI als Sparringspartner zur Vorbereitung auf Klassenarbeiten zu nutzen.
„Neben allen Chancen ist es von großer Wichtigkeit, dass sowohl Lehrkräfte als auch Schüler von Beginn an verantwortungsbewusst mit den neuen Möglichkeiten umgehen und sich auch entsprechender Grenzen und Risiken bewusst sind“, fasste Julia Gatz, abgeordnete Lehrkraft und pädagogische Mitarbeiterin im Bildungsbüro Lippe am Ende der Veranstaltung zusammen.
Interessierte Einrichtungen finden alle Informationen zum aktuellen SINUS-Jahresprogramm und die entsprechenden Kontaktdaten des Bildungsbüros Lippe unter https://www.lippe-mint.de/sinus-lippe/.
PM Kreis Lippe



