Neue, inklusive Spielgeräte auf dem Johannistorwall
Drei neue, inklusive Spielgeräte laden auf dem Johannistorwall ab sofort alle Kinder zum Spielen ein. Dank einer Spende des Vereins „OWL zeigt Herz“ gibt es da, wo vorher nur ein Sandkasten war, nun eine Schaukel, ein Holzhäuschen mit Kugelwand und eine Wippe. Auch die Gelegenheit zum Sandspiel ist weiter da. Demnächst komplettiert eine Sitzgelegenheit die Spielfläche – natürlich ebenfalls inklusiv.
Daniel Stephan, 1. Vorsitzender von „OWL zeigt Herz“, hatte selbst die Idee zur Neugestaltung der Fläche: „Dank meines Sohnes kenne ich die Spielplätze Lemgos, von denen viele sehr gut besucht werden, aber auf dem Johannistorwall waren immer weniger Kinder als woanders. Das brachte mich auf die Idee, dass hier Platz für einen neuen Akzent sein könnte. Deswegen haben wir als Verein beschlossen, bei unserem letztjährigen Golfturnier für neue Spielgeräte für diesen Standort zu sammeln.“
Dabei ging es dem Verein darum, dass die Spielgeräte wirklich für alle Kinder gemacht sind. „Die Spielgeräte sind nicht nur im Hinblick auf ihre Qualität zertifiziert, sondern auch im Hinblick auf ihre inklusive Gestaltung. Hier können nun Kinder mit und ohne Einschränkungen viele Jahre lang gemeinsam Spaß haben. Das ist uns auch deshalb ein großes Anliegen, weil wir so einen nachhaltigen Beitrag leisten können“, erklärt Daniel Stephan.
Mit seinem Anliegen stieß Daniel Stephan bei Sigrun Düe vom städtischen Jugendamt und Hendrik Wolter von den Städtischen Betrieben Lemgo auf offene Ohren. Die Beteiligten waren sich schnell einig, wie die Idee des Vereins auf dem Johannistorwall umgesetzt werden kann. Der Bauhof hat sich um die Bestellungen und auch um die praktische Umsetzung des Projekts gekümmert. Der Verein „OWL zeigt Herz“ hat neben der Idee auch einen niedrigen fünfstelligen Betrag beigesteuert.
Ins Auge fällt die inklusive Schaukel, an der zwei Sitze angebracht sind. Ein Sitz ist mit Rücken- und Armlehnen auch für Schaukelnde geeignet, die sich auf dem Brett der anderen Schaukel nicht alleine halten können. Die Wippe gegenüber ist besonders breit und hat ebenfalls eine kleine Rückenlehne, die denjenigen hilft, die nicht gut das Gleichgewicht halten können. Das dritte Spielgerät ist eine Art Holzhäuschen mit Dach, Sitzbrett, drehbaren Kugeln und einem Guckfenster. Der Verein Angelman e.V. hat zudem eine Tafel gespendet, die neben den Spielgeräten zeigt, wie die Kommunikation beim Spielen auch ohne gesprochene Sprache funktionieren kann.
Damit die Schaukel für Rollstühle ebenfalls gut erreichbar ist, ist der Boden mit einer wassergebundenen Decke versehen. Die anderen beiden Spielgeräte stehen in einem großen Sandkasten. Die Wege rund herum sind ebenfalls für Rollstühle und Co. befahrbar. Freigegeben sind Fläche und Spielgeräte schon jetzt.
Nach Ostern wird die Spielfläche noch durch eine Sitz-Tisch-Kombination vervollständigt, die die Städtischen Betriebe Lemgo finanzieren. Die Tischplatte ist dabei so verlängert, dass auch eine Person im Rollstuhl diese als Tisch nutzen kann. Aber neben den Neuerungen gibt es, ganz im Sinne der Nachhaltigkeit, auch etwas Gebrauchtes an der neuen Spielfläche: Die umgebenden Pflastersteine lagen ursprünglich als Boden in der Mittelstraße und den anderen Bereichen der Fußgängerzone.
„OWL zeigt Herz“ und die Stadt Lemgo haben in den vergangenen Jahren schon einige Projekte in Lemgo umgesetzt. „Es läuft gut“, da sind sich Daniel Stephan, Sigrun Düe und Hendrik Wolter einig. Erfolge, die auf Fortsetzung hoffen dürfen. „Vielleicht gibt es ja die Möglichkeit, bei unserem Golfturnier im kommenden Jahr über weitere inklusive Spielgeräte für die Kinder in Lemgo nachzudenken“, so Daniel Stephan.
PM Stadt Lemgo



