MVZ Kalletal bundesweit ausgewählt – Teilnahme am Forschungsprojekt KOMMVZ-INNO unterstreicht Innovationskraft
Kalletal: Die Gemeinde Kalletal freut sich über eine bedeutende Auszeichnung: Das kommunale Medizinische Versorgungszentrum (MVZ) Kalletal wurde als eines von nur sieben kommunalen MVZ in ganz Deutschland für die Teilnahme am Forschungsprojekt „KOMMVZ-INNO – Medizinische Versorgungszentren in kommunaler Trägerschaft: Etablierungsbedingungen und Innovationspotenziale“ ausgewählt.
Das vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) geförderte Projekt widmet sich der Frage, wie kommunal getragene Medizinische Versorgungszentren (kMVZ) zur Verbesserung der Gesundheitsversorgung beitragen können. Ziel ist es, insbesondere die Etablierungsbedingungen, langfristigen Entwicklungsperspektiven sowie die Innovationspotenziale dieser Versorgungsform wissenschaftlich zu untersuchen.
Hintergrund ist die zunehmende Fragmentierung des deutschen Gesundheitssystems: Patientinnen und Patienten müssen häufig mehrere, nur unzureichend miteinander vernetzte Versorgungseinrichtungen aufsuchen. Gerade bei komplexeren Krankheitsbildern fehlt es oft an einer koordinierten, multiprofessionellen Zusammenarbeit. Kommunale MVZ bieten hier die Chance, unterschiedliche Gesundheits- und Sozialberufe stärker zu vernetzen und eine integrierte, patientenorientierte Versorgung zu ermöglichen.
Das MVZ Kalletal gilt aufgrund seines erfolgreichen Aufbaus und seiner regionalen Einbindung als besonders geeignetes Praxisbeispiel. Im Rahmen des Projektes werden vor Ort Fallstudien durchgeführt, die unter anderem Expertinnen- und Experteninterviews, Vor-Ort-Begehungen sowie Analysen von Strukturen und Prozessen umfassen. Ziel ist es, Erkenntnisse über erfolgreiche Modelle sowie bestehende Herausforderungen zu gewinnen und daraus Handlungsempfehlungen für die Weiterentwicklung kommunaler MVZ abzuleiten.
Die Auswahl des MVZ Kalletal erfolgte unter anderem auf Grundlage der Vorstellung durch den Bürgermeister im Rahmen der Konferenz „Gesundheit weiter denken“, die am 4. Februar an der Universität Bielefeld im Zentrum für interdisziplinäre Forschung (ZiF) stattfand. Die Veranstaltung brachte hochrangige Akteure des Gesundheitswesens zusammen, darunter auch der Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen, Karl-Josef Laumann, sowie der Präsident der Bundesärztekammer, Dr. Klaus Reinhardt. Die dort präsentierten Einblicke in die Etablierung und Entwicklung des MVZ Kalletal stießen auf großes wissenschaftliches Interesse und trugen maßgeblich zur Auswahl als Modellstandort bei.
Ein wesentlicher Partner in diesem Kontext ist die Universität Bielefeld, die gemeinsam mit der FernUniversität in Hagen und der Universität Wien das Forschungsprojekt durchführt. Insbesondere die Fakultät für Gesundheitswissenschaften der Universität Bielefeld sowie die enge Zusammenarbeit mit den Kliniken in Ostwestfalen-Lippe tragen maßgeblich dazu bei, innovative Versorgungskonzepte wissenschaftlich zu begleiten und praxisnah weiterzuentwickeln. Bekanntlich bildet das Universitätsklinikum OWL einen Verbund aus dem Evangelischen Klinikum Bethel (EvKB), dem Klinikum Bielefeld und dem Klinikum Lippe zur gemeinsamen Forschung und Lehre. Diese starke Verbindung von Forschung, Lehre und regionaler Gesundheitsversorgung ist ein zentraler Baustein für die nachhaltige Verbesserung der medizinischen Infrastruktur im ländlichen Raum.
Die Gemeinde Kalletal sieht in der Auswahl ihres MVZ eine Bestätigung des eingeschlagenen Weges und zugleich eine große Chance: Durch die wissenschaftliche Begleitung können wertvolle Impulse für die Weiterentwicklung der lokalen Gesundheitsversorgung gewonnen werden – mit dem klaren Ziel, die Lebensqualität der Bürgerinnen und Bürger langfristig zu sichern und zu verbessern.
Mit der Teilnahme am Projekt KOMMVZ-INNO positioniert sich das MVZ Kalletal als innovativer Akteur im deutschen Gesundheitswesen und leistet einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der kommunalen Gesundheitsversorgung.
PM Gemeinde Kalletal



