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Trauerarbeit: Abschied aus dem Blickwinkel von Kindern – Arbeitskreis tagt im Kreishaus

Fach- und Honorarkräfte aus Kindertageseinrichtungen und den Frühen Hilfen kamen kürzlich im Arbeitskreis „Frühkindliche Bildung im Kreis Lippe“ im Detmolder Kreishaus zusammen, um sich mit dem Thema „Trauerarbeit: Abschied aus dem Blickwinkel von Kindern“ auseinanderzusetzen.

Für Kinder im frühkindlichen Alter bedeuten Abschied und Trauer etwas völlig anderes als für Erwachsene, da sich ihr Verständnis von Zeit und Tod erst noch entwickelt. Wenn eine Familie oder Kinder mit dem Verlust einer wichtigen Bezugsperson konfrontiert sind, bricht eine Welt zusammen. Trauer ist in solchen Momenten keine gerade Linie, sie fordert uns als Angehörige, Fachkräfte und Mitmenschen auf ganz unterschiedliche Weise heraus. Unter dem Leitgedanken „Tod gehört zum Leben dazu“ haben die Teilnehmenden reflektiert, wie eigene Erfahrungen den Umgang mit dem Tod prägen und das spezifische Trauerverhalten von Kindern beleuchtet. Im Fokus standen neben den Themen Dasein, Zuhören und Praxis-Methoden auch die Stabilisierung des gesamten Familiensystems sowie die besondere Begleitung von Familien mit Sternenkindern.

Referentin Miriam Schäfer, die beim Kreis für die Patenschaften für Kinder psychisch kranker Eltern verantwortlich zeichnet, führte zudem aus, dass eine ständige Gesprächsbereitschaft, Trauerstunden, bewusste Momente des Erinnerns, feste Rituale oder Trauergruppen für Kinder wichtige Instrumente in der Trauerbewältigung sein können. Ihr Ziel sei es, dem Thema die Schwere und Sprachlosigkeit zu nehmen: „Seien Sie für die Kinder da und haben Sie keine Scheu, Fragen ehrlich zu beantworten. Kinder brauchen Antworten und das Gefühl, ernst genommen zu werden. Auch in traurigen Phasen kann es schöne Momente geben“.

Die Leiterinnen des Arbeitskreises, Britta Grebe und Margit Monika Hahn vom Kreis Lippe, hoben die Bedeutung solcher Fortbildungsangebote hervor: „Die Anforderungen an die frühkindliche Bildung wachsen stetig. Umso wichtiger sind Orte des fachlichen Austauschs, an denen Wissen geteilt, Erfahrungen reflektiert und neue Impulse für die Praxis gewonnen werden können“. Ziel des Arbeitskreises sei es, Fachkräfte durch Vernetzung und Weiterbildung in ihrer Arbeit zu unterstützen und damit langfristig die Bildungs- und Entwicklungschancen von Kindern zu stärken.

Für das Jahr 2027 wurde Polizeihauptkommissarin Sarah Lüke von der Kreispolizeibehörde Lippe zum Thema Verkehrssicherheit für Kinder eingeladen. Sie stellte bereits in diesem Arbeitskreis Informationen zur Verfügung und wird im kommenden Jahr nochmal vertieft auf den wichtigen Schutz von Kindern im Straßenverkehr eingehen. Die Termine für das nächste Jahr werden noch bekannt gegeben.

Das nächste Treffen des Arbeitskreises „Frühkindliche Bildung in Lippe“ findet am 19. November statt. Hier stehen die Themen „ Demokratie und geschlechtersensible Erziehung“ im Mittelpunkt.

Quelle: Kreis Lippe

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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