Ein Jahrhundert KKSV „Horrido“ Laubke: Schießsportverein feiert Jubiläum

Laubke. Der älteste Sportverein der Laubke feiert in diesem Jahr sein 100-jähriges Bestehen. Am Samstag, 5. September 2026, lädt der KKSV „Horrido“ Laubke zur großen Jubiläumsfeier rund um das Schießhaus „Unter den Eichen“ am Detmolder Weg 155 ein. Der Festtag beginnt um 10 Uhr. Eingeladen sind alle Laubker Bürgerinnen und Bürger sowie Schießsportinteressierte aus Lemgo.
Auf dem Programm stehen unter anderem ein Luftgewehrschießen für Jedermann, die Siegerehrungen mehrerer Pokalschießen sowie ein Rückblick auf die Vereinsgeschichte in Wort und Bild. Um 15 Uhr gibt es Grußworte aus Politik und Sport. Anschließend wird ein Gedenkstein zum 100-jährigen Bestehen enthüllt, der von Vereinsmitglied Lena Sauter gefertigt wurde. Für das leibliche Wohl und Gelegenheit zu Gesprächen in geselliger Runde ist ebenfalls gesorgt.
Anlässlich der besonderen Feierlichkeiten blickt der erste Vereinsvorsitzende Jörg Riemeier auf die 100-jährige Vereinsgeschichte zurück:
Vom Stammtisch zum Schießverein
Die Geschichte des KKSV „Horrido“ Laubke begann 1926. Die Laubke war damals noch von wenigen Gehöften und Wohnhäusern geprägt. In der Gaststätte „Nonenstelle“ trafen sich die Bewohner regelmäßig zum Austausch. Eduard Dux, Paul Klußmeier, Heinrich Multhaupt und der damalige Wirt überlegten, wie das gesellschaftliche Leben in der Laubke belebt werden könnte. Die Entscheidung fiel auf die Gründung eines Schießsportvereins.
Am 18. September 1926 wurde der erste Vorstand gewählt. Eduard Dux übernahm den Vorsitz, Paul Klußmeier wurde Schriftführer, Heinrich Meinhard Kassierer und August Dux Schießwart. Mit viel Eigenleistung errichteten die Laubker Bürger anschließend einen 50-Meter-Kleinkaliberstand – ganz ohne Zuschüsse der Stadt.
Schon früh stellte sich sportlicher Erfolg ein. Paul Klußmeier wurde 1931 und 1932 Lippischer Gaumeister und gewann mehrfach den Kreismeistertitel. Bis zum Zweiten Weltkrieg wuchs die Mitgliederzahl von zehn auf rund 40 Schießsportbegeisterte.
Neubeginn nach dem Zweiten Weltkrieg
Der Zweite Weltkrieg hinterließ auch beim „Horrido“ deutliche Spuren. 1945 musste der Schießstand auf Anordnung der britischen Militärverwaltung abgebaut werden, die Gewehre wurden abgegeben. Im September 1954 wagten 23 Laubker Bürger den Neustart. Zunächst wurde in der „Nonenstelle“, später in der Möbelfabrik Dux trainiert.
1957 begann erneut der Bau eines eigenen Vereinsheims. In zahlreichen Stunden ehrenamtlicher Arbeit entstand das Schießhaus „Unter den Eichen“. Auch in den folgenden Jahrzehnten blieb die Eigenleistung ein wichtiger Bestandteil des Vereinslebens. 1978/79 wurde der Schießstand erweitert und auf 15-Meter-Schießbahnen ausgebaut.
Die Jubiläen wurden stets groß gefeiert: Zum 50-jährigen Bestehen kamen 1976 rund 300 Gäste. Beim 60-jährigen Vereinsjubiläum erhielt der ehemalige Vorsitzende Wilhelm Holzkämper die seltene Lippe-Plakette für besondere Verdienste um den lippischen Schießsport.
Moderne Technik und sportliche Erfolge
Zum 75-jährigen Bestehen im Jahr 2001 zählte der Verein 124 Mitglieder. Neben dem geselligen Vereinsleben sorgten insbesondere die Schützinnen und Schützen im Jugendbereich für sportliche Erfolge auf Kreis- und Bezirksebene.
Seit 2015 steht Jörg Riemeier an der Spitze des Vereins. Während der Corona-Pandemie wurde das Schießhaus umfassend modernisiert und die vier Schützenstände auf elektronische Meyton-Anlagen umgerüstet. Unterstützt durch die Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätte 2022“ und durch zahlreiche ehrenamtlich geleistete Arbeitsstunden wurde der Schießsport technisch auf den neuesten Stand gebracht.
Die Investition zahlte sich auch sportlich aus. 2024 gelang Wolfgang Schmidt in der Disziplin KK 50 Meter Auflage der Gewinn der Deutschen Meisterschaft. Zudem qualifizierten sich erstmals drei weitere Schützinnen des Vereins für die Deutschen Meisterschaften. 2025 setzte sich die erfolgreiche Entwicklung fort: Fünf Schützinnen und Schützen nahmen an den Deutschen Meisterschaften teil, drei von ihnen erreichten Platzierungen unter den besten 40.
Auch organisatorisch stellt sich der Verein für die Zukunft auf. Im Jubiläumsjahr wurde eine Neufassung der Vereinssatzung beschlossen, in die auch das bereits 2025 verabschiedete Schutzkonzept gegen sexualisierte Gewalt aufgenommen wurde.
Nach 100 Jahren Vereinsgeschichte blickt der KKSV „Horrido“ Laubke damit nicht nur auf eine lange Tradition, sondern auch auf eine erfolgreiche sportliche Entwicklung und eine moderne Zukunft. Nun freut sich der Vorstand um Jörg Riemeier auf einen großen Zuspruch beim Jubiläumsfest am 5. September 2026.
https://www.kksv-horrido-laubke.de
PM KKSV Horrido Laubke
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