Gemeinde Kalletal bringt Haushalt 2027 ein: Defizit dank verantwortungsvoller Finanzpolitik der vergangenen Jahre ausgleichbarInvestitionen in Feuerwehr, Schulen und Infrastruktur, keine Steuererhöhungen geplant
Kalletal: Der Kämmerer der Gemeinde Kalletal, Jens Hankemeier, hat den Haushaltsplanentwurf für das Jahr 2027 in den Rat eingebracht. Trotz schwieriger finanzieller Rahmenbedingungen kann das geplante Defizit dank der verantwortungsvollen Haushaltsführung der vergangenen Jahre nach aktuellem Planungsstand durch die vorhandene Ausgleichsrücklage ausgeglichen werden. Damit bleiben der Haushaltsausgleich bis 2030 und der Verzicht auf Steuererhöhungen weiterhin möglich. Zugleich sind wichtige Investitionen in die Feuerwehr, die Schulen und die kommunale Infrastruktur vorgesehen.
Im Ergebnisplan stehen geplanten Erträgen von rund 40,7 Millionen Euro Aufwendungen von rund 42,9 Millionen Euro gegenüber. Nach Berücksichtigung eines globalen Minderaufwands von rund 845.800 Euro ergibt sich ein geplanter Jahresfehlbetrag von 1.335.250 Euro.
Dass die Gemeinde dieses Defizit nach derzeitiger Planung auffangen kann, ist auch das Ergebnis der vergangenen Jahre. Durch die schrittweise aufgebaute Ausgleichsrücklage verfügt Kalletal zum Ende des Jahres 2026 voraussichtlich noch über rund 4,69 Millionen Euro. Diese finanzielle Reserve ermöglicht es, das geplante Defizit auszugleichen, ohne die allgemeine Rücklage in Anspruch nehmen zu müssen.
Nach aktueller Planung kann der Haushaltsausgleich bis zum Jahr 2030 über die Ausgleichsrücklage sichergestellt werden. Ein Haushaltssicherungskonzept ist demnach nicht erforderlich. Auch Steuererhöhungen sind derzeit nicht vorgesehen. Voraussetzung dafür ist, dass im Rahmen der Haushaltsberatungen zusätzliche finanzielle Belastungen durch Einsparungen an anderer Stelle ausgeglichen werden.
Steigende Umlagen belasten den Haushalt
Bei den Schlüsselzuweisungen nach dem Gemeindefinanzierungsgesetz rechnet Kalletal mit rund 4,3 Millionen Euro und damit mit etwa 223.000 Euro mehr als im Vorjahr. Gleichzeitig steigen die Belastungen durch die Kreisumlage und die Jugendamtsumlage zusammen um rund 470.000 Euro auf insgesamt rund 15,7 Millionen Euro. Die endgültige Höhe steht noch nicht fest, da die Abstimmungen zum Kreishaushalt noch ausstehen.
Für die Gewerbesteuer plant die Gemeinde mit Einnahmen von 8,7 Millionen Euro und orientiert sich damit an den sehr guten Einnahmen des Jahres 2026. Ob dieser Ansatz erreicht wird, hängt von der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung ab.
Investitionen in Feuerwehr, Schulen und Infrastruktur
Trotz der angespannten Finanzlage sollen wichtige Projekte fortgeführt und notwendige Investitionen umgesetzt werden. Zu den wesentlichen Maßnahmen für 2027 und die Folgejahre zählen:
Feuerwehr und Brandschutz: Ersatzbeschaffung von Feuerwehrfahrzeugen für die Löschgruppen Lüdenhausen, Kalldorf und Langenholzhausen.
Feuerwehrgerätehaus Kalldorf: Anbau an das bestehende Gebäude zur Verbesserung der räumlichen Voraussetzungen.
Feuerwehrgerätehaus Langenholzhausen: Neubau eines Feuerwehrgerätehauses.
Feuerwehrgerätehaus Lüdenhausen: Umbau des Dachgeschosses zu einem Unterrichtsraum für Ausbildung und Schulungen.
Grundschule Hohenhausen: Sanierung der Sanitärräume.
Digitale Ausstattung der Schulen: Austausch digitaler Endgeräte an der Jacobischule und den Grundschulen.
Die Maßnahmen dienen der Sicherheit der Bürgerinnen und Bürger, sichern die Einsatzfähigkeit der Feuerwehr und schaffen zeitgemäße Lernbedingungen für die Schülerinnen und Schüler. Wo sinnvoll und möglich, sollen Fördermittel genutzt werden. Darüber hinaus sind Mittel aus dem NRW-Investitionsfördergesetz vorgesehen.
Finanzielle Stabilität sichern, Zukunft gestalten
Die Gemeinde will sich bei ihren Vorhaben auf bereits beschlossene Projekte, den Erhalt der bestehenden Infrastruktur und notwendige Investitionen konzentrieren. Eine vorausschauende Haushaltsplanung und ein verantwortungsvoller Umgang mit den verfügbaren Mitteln bleiben dabei entscheidend.
Der Haushaltsplanentwurf zeigt, dass die in den vergangenen Jahren aufgebaute finanzielle Reserve der Gemeinde in der aktuellen schwierigen Situation zugutekommt. Sie ermöglicht es, das Defizit nach derzeitiger Planung auszugleichen, die allgemeine Rücklage zu schonen und auf Steuererhöhungen zu verzichten. Gleichzeitig können wichtige Investitionen in Sicherheit, Bildung und Infrastruktur vorgesehen werden.
Mit der Einbringung des Haushaltsplanentwurfs beginnt nun die politische Beratung. Ziel ist es, einen tragfähigen Haushalt zu verabschieden, der die finanzielle Leistungsfähigkeit Kalletals sichert und die notwendigen Aufgaben und Zukunftsinvestitionen der Gemeinde ermöglicht.
PM Gemeinde Kalletal
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