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PolitikTerminankündigungen

Vorschau auf den Umweltausschuss: Biotopschutz, Baumhaseln und ein Mini-Wald fürs MWG

Am kommenden Dienstag, den 7. Juli 2026, kommt der Ausschuss für Umwelt und Klimaschutz der Alten Hansestadt Lemgo zu seiner nächsten Sitzung zusammen. Ab 18:00 Uhr stehen im Großen Sitzungssaal des Rathauses (Marktplatz 1) zahlreiche Themen auf der Tagesordnung, die für die Lemgoer Bürgerinnen und Bürger von direktem Interesse sind. Da die Sitzung mit einer Einwohnerfragestunde beginnt und im ersten Teil öffentlich ist, haben Interessierte die Möglichkeit, die Debatten vor Ort zu verfolgen.  

Ein ursprünglich geplanter Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Schäferwiese hat sich unterdessen bereits vorab erledigt. Die Verwaltung hat in der vergangenen Woche dargelegt, dass sie eine Nutzung der Fläche als Hundeauslaufplatz genau aus den vom Naturschutz angeführten Gründen nicht mehr präferiert und nicht weiter verfolgen möchte.  

Ebenfalls auf der Tagesordnung steht ein Bürgerantrag nach § 24 der Gemeindeordnung, der Missstände beim Baumschutz im Zuge von Tiefbauarbeiten anmahnt. Konkret wird kritisiert, dass bei der Verlegung von Fernwärmeleitungen im Bereich der Höland-, Kestner- und Petristraße die Wurzeln städtischer Straßenbäume (Baumhaseln) beschädigt und wochenlang freigelegt wurden. Der Antrag fordert die konsequente Einhaltung und Nachhaltung der gängigen Regelwerke (ZTV-Baumpflege und DIN 18920) bei allen städtischen Baumaßnahmen sowie bei Arbeiten durch Dritte.  

Die Verwaltung betont in ihrer Stellungnahme, dass entsprechende Auflagen bereits Standard in den Verträgen und Aufbruchgenehmigungen sind. Eine flächendeckende Kontrolle aller Baustellen von Drittfirmen sei personell jedoch nicht leistbar. Um den Schutz zu verbessern, wurden bereits Ende März die städtischen Gärtner geschult; eine weitere Auffrischungsschulung für die Mitarbeiter der Stadtwerke Lemgo und des Eigenbetriebs Straßen und Entwässerung Lemgo (SEL) ist für Juni geplant.  

Ein weiterer Sachstandsbericht widmet sich der städtischen Förderrichtlinie zur Umwandlung von Schottergärten und versiegelten Flächen in naturnah gestaltete Gärten. Für das Programm stehen insgesamt 10.000 Euro an Haushaltsmitteln bereit, wobei pro Antrag maximal 800 Euro ausgezahlt werden. Bislang hält sich das Interesse der Lemgoer jedoch in Grenzen: Es sind erst fünf Anträge eingegangen, wodurch rund 3.000 Euro abgerufen wurden.  

Deutlich konkreter wird es beim Projekt „Tiny Forest“. Auf dem Schulhof des Marianne-Weber-Gymnasiums soll auf einer Fläche von rund 200 Quadratmetern ein Mini-Wald entstehen, der durch eine Blühwiese und Sitzsteine ergänzt wird. Das Projekt wird mit 16.000 Euro über das KfW-Programm „Natürlicher Klimaschutz in Kommunen“ gefördert. Die Pflanzung der Bäume und Sträucher soll plangemäß noch vor den diesjährigen Herbstferien stattfinden.  

Neben einem Rückblick auf die erfolgreiche Gartenführung im Ortsteil Brake und dem aktuellen Sachstand der energetischen Sanierungskampagne in den verschiedenen Lemgoer Ortsteilen liegen dem Gremium weitere Beschluss- und Beratungsvorlagen vor. So regt die BfL-Fraktion in einer Anfrage an, am Teich des Wallgrabens am Slavertor Japanische Sumpfschwertlilien anzupflanzen. Mit dieser sogenannten „Kaempferi-Iris“ soll der in Lemgo geborene Natur- und Japanforscher Engelbert Kämpfer im Stadtbild touristisch sowie kulturell sichtbarer gemacht werden. Darüber hinaus befasst sich der Ausschuss mit der Abwasserbeseitigungssatzung der Stadt. Diese muss aufgrund zahlreicher gesetzlicher Änderungen auf Bundes- und Landesebene sowie neuerer Rechtsprechung formal komplett neu gefasst werden.

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Michael Pitt

Michael Pitt betreibt das Portal Mein-Lemgo seit 2021. Er ist in Lemgo geboren, wohnt direkt am Marktplatz und ist Lemgoer mit Herz und Seele.
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