Klimafitte Außenanlagen – Kreisverwaltung erhält Förderung für Klimafolgenanpassung
Der Kreis Lippe richtet seine Verwaltung konsequent auf die Herausforderungen des Klimawandels aus. Nachdem er bereits das Kreishaus saniert hat, folgen nun die Außenanlagen. Den Förderbescheid für die Umsetzung der Maßnahmen hat nun Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, während eines Besuchs im Kreishaus übergeben. Das Projekt „Klimafit: Die klimaresiliente Kreisverwaltung“ wird mit über vier Millionen Euro unterstützt und soll 2029 abgeschlossen sein. „Klimaanpassung entscheidet sich nicht auf dem Papier, sondern ganz konkret vor Ort. Der Kreis Lippe zeigt, wie Verwaltungen sich besser auf Hitze, Starkregen und andere Folgen des Klimawandels vorbereiten können. Mit der Förderung unterstützen wir eine Lösung, die Schutz, Aufenthaltsqualität und mehr Grün sinnvoll miteinander verbindet“, betont Oliver Krischer.
In einem intensiven Prozess hatte der Kreis mit den Kommunen, der Wirtschaft und Institutionen 2023 eine Strategie für Klimafolgeanpassung im Kreis entwickelt. Eine dabei erstellte Klimawirkungsanalyse zeigte deutlich, dass bei Starkregen auch die Flächen rund um das Kreishaus völlig überlastet wären – die Folgen für die technische Infrastruktur der Verwaltung wären beträchtlich. Zudem heizen sich die Innenhöfe im Sommer überproportional auf. „Unser Ziel bei der Strategie war es, den Kreis Lippe bis 2040 klimarobust zu machen. Die Kreisverwaltung will mit der Anpassung seiner Außenanlagen hierbei einen Anteil leisten und wirkungsvoll vorangehen, um sich nachhaltig auf die Folgen von Hitze, Starkregen und weiterer Extremwetterereignisse vorzubereiten“, erklärt Rainer Grabbe, allgemeiner Vertreter des Landrates.
Während des Projektes „Klimafit: Die klimaresiliente Kreisverwaltung“ setzt die Verwaltung verschiedene Maßnahmenpakete um. Vorgesehen ist etwa die Umgestaltung von Verkehrs- und Parkplatzflächen. So werden die vollversiegelten Bereiche durch versickerungsfähiges Pflaster ersetzt, wo es sich anbietet kommen entsiegelte bepflanzte Bereiche hinzu. Im Zuge dessen wird auch das Pflaster heller, um der Hitzeentwicklung entgegenzusteuern. Die neu gestalteten Flächen sollen wie ein Schwamm wirken. Regenwasser wird gespeichert und dient, über Zisternen, zunächst der (Pflanzen)Bewässerung. Bei starken Regenfällen wird das Wasser künftig besser abgeleitet. Daneben soll eine Dach- und Fassadenbegrünung für ein verbessertes Mikroklima sorgen. „Durch die einzelnen Maßnahmen tragen wir zur Erhöhung des öffentlich zugänglichen Grünflächenanteils sowie zur Verringerung der Wärmebelastung und des Niederschlagsabflusses in die öffentliche Regenwasserkanalisation bei. Gleichzeitig stärken wir die Biodiversität, indem wir z.B. durch die zusätzliche Begrünung neue Lebensräume schaffen“, sagt Olrik Meyer, Leiter des Umweltbereichs beim Kreis Lippe.
Ergänzend setzt der Kreis auf Sensibilisierung: Mithilfe von Schautafeln erhalten Mitarbeitende und Besucher Informationen über Klimaanpassung und klimaresiliente Verhaltensweisen.
Das Land Nordrhein-Westfalen fördert das Vorhaben aus Mitteln des EFRE/JTF-Programms NRW im Rahmen des Förderaufrufs „Klimaanpassung.Kommunen.NRW“.
PM Kreis Lippe



